Die romanische Chiesetta romanica dell'Alzana stammt aus dem 12. Jahrhundert; an der Ponte di Arcole führt eine andere Zeitspur bis zur Schlacht von 1796. Das Museo di Arcole e della Battaglia Napoleonica ordnet die napoleonische Epoche in einen längeren historischen Bogen ein. So begegnen in Arcole einzelne Bauwerke neben einer chronologischen Perspektive auf die Geschichte des Ortes.
Museum und Schlachtgeschichte
Das Museum beherbergt eine umfangreiche Sammlung aus Gemälden, Drucken, Kupfer- und Stahlstichen, Lithografien, Aquatinten und Plakaten sowie Proklamationen, Bulletins der Grande Armée und zeitgenössischen Dokumenten. Der Rundgang reicht von der römischen über die mittelalterliche und venezianische bis zur napoleonischen Epoche. Die Sammlung und der zeitliche Bogen geben der napoleonischen Geschichte zwei unterschiedliche Zugänge: über Bild- und Schriftstücke einerseits und die Einordnung in mehrere Epochen andererseits.
Die Ponte di Arcole stammt aus dem Mittelalter und wird vermutlich mit dem Bau der Burg von Arcole im 10. Jahrhundert in Verbindung gebracht. Während der Schlacht von Arcole vom 15. bis 17. November 1796 befestigten die Österreicher die Brücke; sie wurde zum Hauptschauplatz der Schlacht. Eine andere Erinnerung an die napoleonische Zeit ist der Obelisk von Arcole: Er wurde 1810 im Auftrag von General Bonaparte am rechten Ufer des Alpone errichtet. Seine Pyramide aus rotem Veroneser Stein ruht auf vier Marmorkugeln; der Sockel trägt Trophäen und Inschriften. Unter den zahlreichen zu Ehren Napoleons errichteten Monumenten ist er das einzige in Italien erhaltene Siegeszeichen.
Bauwerke aus verschiedenen Jahrhunderten
Auch weitere Bauwerke setzen eigene historische Zeitmarken. Der Palazzo Malaspina già Pellegrini ist ein Renaissancepalast aus ungefähr der Mitte des 16. Jahrhunderts. Die Villa Pellegrini, auch Decima genannt, wurde im 14. Jahrhundert errichtet und 1558 von Graf Evangelista Pellegrini restauriert. Das Oratorio della confraternita del Santissimo stammt aus dem späten 18. bis frühen 19. Jahrhundert. Die Datierungen reichen damit vom Mittelalter über die Renaissance bis zum Übergang ins 19. Jahrhundert.
Ein anderes Detail bietet das Oratorio di San Giovanni Nepomuceno: Über einem kleinen Altar befindet sich eine Statue des heiligen Johannes Nepomuk. Zusammen mit der Chiesetta romanica dell'Alzana ergänzt sie die historischen Bauwerke um Beispiele religiöser Architektur aus unterschiedlichen Epochen.
Wege und regionale Themen
„Sulle Tracce di Arcole“ umfasst acht Wege, die sich über das Gebiet von Arcole erstrecken. Für Erkundungen stehen Karten zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Auto zur Verfügung; ausgewählte Wege lassen sich über Google Maps oder die Outdooractive-App starten. Wählen Sie die Karte passend zu der Fortbewegungsart, mit der Sie die Wege erkunden möchten. Ein Ziel des Ecomuseo di Arcole ist die Aufwertung dieser Routen.
Ein regionaler Ausblick kommt durch die „Strada del vino Arcole“ hinzu: In ihrem weiteren Umfeld werden aus internationalen und autochthonen Rebsorten charaktervolle Weiß- und Rotweine erzeugt.
Besuch planen
Das Museo di Arcole e della Battaglia Napoleonica ist vom 1. März bis zum 31. Oktober sonntags von 15:00 bis 19:00 Uhr geöffnet. Private Besichtigungen können auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten gebucht werden. Prüfen Sie die Öffnungszeiten vor Ihrem Besuch und stimmen Sie eine private Besichtigung im Voraus ab. Das Museum ist für den Zugang von Menschen mit Behinderungen ausgestattet.
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