Caprino Veronese verbindet Wege und Landschaft am Monte Baldo mit Kulturzeugnissen aus verschiedenen Jahrhunderten. Dazu kommen Wasserwege, ein jährliches Fest und ein Weinerlebnis. Für Ihre Reiseplanung können Sie wählen, ob Bewegung, Geschichte oder Genuss Ihren Aufenthalt prägen soll.
Monte Baldo: Wege und Anforderungen
Im Gemeindegebiet liegt das Natura-2000-Gebiet Monte Baldo Ovest (IT3210039). Das Gebiet ist sowohl als SIC als auch als ZPS ausgewiesen. Da Schutzgebietsausweisungen aktualisiert werden können, prüfen Sie vor einem Besuch den aktuellen Stand.
Am Monte Baldo gibt es Panoramawanderwege. Die „Vie dell’Acqua“ führen über alte Wege mit Brunnen, Waschhäusern und Mühlen. Auch die Quelle Bergola im Tal von Caprino erzählt von einer langen Geschichte der Wassernutzung: Sie wurde bereits in römischer Zeit kanalisiert. So stehen Aussicht und historische Spuren des Wasserbaus als unterschiedliche Themen nebeneinander.
Die anspruchsvolle Monte-Baldo-Radtour verläuft überwiegend über Nebenstraßen und unbefestigte Wege, die an der Südseite des Berges hinaufführen. Sie erfordert Fitness und Geschick im Mountainbiking. Auf dem Monte Baldo führt außerdem eine private E-Bike-Tour für Fortgeschrittene durch historische Orte und Almweiden; die Landschaftseindrücke wechseln im Jahresverlauf. Prüfen Sie vor der Planung die Verfügbarkeit und organisatorischen Details.
Archäologie, Kunst und Naturdenkmal
Im Zentrum der Ortschaft Platano, einer Fraktion von Caprino Veronese, steht der monumentale orientalische Platanenbaum Platano dei Cento Bersaglieri, auch Platano dei 100 bersaglieri genannt. Er gilt als Nationaldenkmal. Das Museo Civico Paleontologico-Archeologico bewahrt eine paläontologische Sammlung sowie archäologische Funde aus dem Gebiet des Monte Baldo. Sie reichen zeitlich vom Paläolithikum bis in die römische Zeit. Das Museo Civico di Caprino Veronese ist im Erdgeschoss des Palazzo Carlotti aus dem 18. Jahrhundert untergebracht.
Ein eigenes Kapitel der Kunstgeschichte bildet „Il Compianto sul Cristo Morto“: Die Skulpturengruppe aus organogenem Kalkstein stammt aus dem 14. Jahrhundert und war ursprünglich polychrom gefasst, also farbig gestaltet. Sie wird dem „Master of Santa Anastasia“ zugeschrieben, der später mit Rigino di Enrico identifiziert wurde. Das Werk wird in die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts eingeordnet.
Historische Bauten in den Ortsteilen
In Platano liegt die Villa Nichesola, auch Villa dei Quattro Camini genannt. Sie ist eine seltene adlige Residenz aus dem 15. Jahrhundert. Corte Carrara in Carrara di Pesina entstand ebenfalls im 15. Jahrhundert, jedoch als schlichtes und funktionales Palast-Bauernhaus. Die beiden Beispiele stehen damit für unterschiedliche Bauaufgaben: eine adlige Residenz auf der einen, ein funktionaler landwirtschaftlicher Gebäudetyp auf der anderen Seite.
Eine spätere Baugeschichte erzählt die Villa Colpani in Lubiara: Sie wurde zwischen 1535 und 1789 von der Adelsfamilie Colpani erbaut. In Ceredello stammt die Chiesa di Santa Cristina aus dem 13. Jahrhundert und steht auf den Überresten eines antiken römischen Tempels. An diesem Bau treffen mittelalterliche und römische Geschichte unmittelbar aufeinander.
Fest und Wein
Das jährliche Fest der Santa Cristina in Ceredello umfasst religiöse Feiern, Konzerte, Aufführungen und Volkstänze. Der offizielle Festtag ist der 24. Juli; das konkrete Programm kann variieren. Wenn Sie Ihre Reise auf das Fest ausrichten möchten, prüfen Sie die Termine für Ihren Reisezeitraum.
Bei Tenuta La Presa verbindet ein Weinerlebnis die geführte Besichtigung des Weinguts und des Reifekellers mit einer Verkostung von fünf Weinen und einer Auswahl lokaler Salumi und Formaggi. Der Rundgang führt durch die Weinberge, den Reifekeller und die Sektkellerei; dabei wird die Herstellungsmethode der Weine erläutert. Verfügbarkeit und Einzelheiten können sich ändern, prüfen Sie diese daher vor Ihrer Planung.
Weitere Reiseziele entdecken: Angiari, Cavalcaselle, Sona, Poiano, Nassar, Bovolone, Rosta, Bonavigo.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Verona.