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Eine Schenkungsurkunde vom 29. April 1085 ist der erste schriftliche Nachweis Cassolas. In ihr werden ein Kastell und eine Kapelle erwähnt. Diese frühe Spur gibt der Ortsgeschichte einen konkreten Ausgangspunkt. Die Kirchen San Marco und San Zeno bieten weitere, unterschiedliche Bezugspunkte: ihre Baugeschichte, Fassaden und Kunstwerke. Für eine Reise mit kulturellem Schwerpunkt lassen sich so historische Daten vom Mittelalter bis zu Restaurierungsarbeiten im 21. Jahrhundert in den Blick nehmen.

Kirchen und Kunst in Cassola

Der Überlieferung zufolge wurde nach der Schenkung in der Landschaft von Cassola ein wachturmähnlicher Bau errichtet, der einem Kastell glich. In seinem Inneren befand sich eine dem Evangelisten Markus geweihte Kapelle. Die heutige Kirche San Marco wurde später, von 1746 bis 1766, von Grund auf errichtet. Ihre klassizistisch gestaltete Fassade hat ein zentrales Eingangsportal; eine Inschrift hält die Chronologie der Errichtung fest. In der Kirche befindet sich Jacopo dal Pontes Altarbild: Es zeigt Markus in der Glorie zwischen den Heiligen Johannes dem Evangelisten und Bartholomäus. Aufgestellt wurde das Werk dort am 21. Dezember 1573. An San Marco stehen damit eine lokale Überlieferung, eine genau datierte Bauphase und ein konkretes Kunstwerk nebeneinander.

San Zeno eröffnet einen anderen Blick auf die Ortsgeschichte. Die Kirche hatte am 1. Oktober 1427 einen Rektor. Die erste Bauphase der heutigen Kirche begann am 6. Februar 1746; geweiht wurde sie am 29. Juni 1847. Ihre neoklassizistische Fassade ist mit vier Pilastern mit korinthischen Kapitellen gestaltet. Das Gewölbe des Kirchenschiffs schmücken Fresken mit der Glorie des heiligen Zeno und der Himmelfahrt Mariens. Nachdem zahlreiche Risse am Gewölbe festgestellt worden waren, wurde die Kirche von 2014 bis 2017 umfassend restauriert; dabei wurden auch die vorhandenen Dekorationen restauriert. Im Vergleich der beiden Kirchen stehen unterschiedliche Motive im Vordergrund: bei San Marco das datierte Altarbild und die Bauinschrift, bei San Zeno die Pilasterfassade und die Fresken am Gewölbe.

Feste und Radstrecken

Die Festa dei Fiori in San Giuseppe di Cassola ist ein traditioneller Markt rund um Gartenbau und die Pflege von Grünanlagen. Sie findet traditionell am Sonntag vor dem 19. März statt. Im Jahr 2025 fand die Veranstaltung dort seit 39 Jahren statt. Wenn Sie Ihre Reise an der Festa dei Fiori ausrichten möchten, prüfen Sie den Termin der jeweiligen Ausgabe. Auch die Festa dell'asparago in San Zeno widmet sich dem weißen Spargel; Termine und Programm können wechseln.

Für Radfahrende beschreibt eine lokale Übersicht zehn Strecken im Gebiet von Bassano del Grappa und 18 umliegenden Gemeinden, zu denen Cassola zählt. Die Routen verlaufen über Radwege, Radfahrstreifen und zugängliche Gehwege. Sie sind größtenteils asphaltiert und ohne größere Schwierigkeiten befahrbar; prüfen Sie die Bedingungen der konkreten Strecke vor Ort. Damit ergeben sich verschiedene Schwerpunkte für die Reiseplanung: Kirchenkunst und Baugeschichte, ein Aufenthalt rund um einen Veranstaltungstermin oder Radfahren im regionalen Routennetz. Welcher davon den Ausschlag gibt, lässt sich anhand der jeweiligen Daten, Motive und Streckenbedingungen abwägen.

Weitere Reiseziele entdecken: Foza, Mure, Canove di Roana, Valdagno, Albettone, Montegaldella, Quinto Vicentino, Bertesina.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Vicenza.

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