Zum Inhalt

Ein ehemaliges Rathaus, ein Gemälde von 1519 und Tafeln für Gefallene aus zwei Weltkriegen eröffnen drei sehr verschiedene Zugänge zu Foza. Das Museo Etnografico della Comunità di Foza befindet sich im ehemaligen Rathaus, das auch als „la casa del santo“ bekannt ist. Das Gebäude steht für den Wiederaufbau Foza nach den schweren Zerstörungen des Ersten Weltkriegs. In Museum, Kirchen und Gedenkstätte treten Ortsgeschichte, religiöse Kunst und Erinnerung jeweils auf eigene Weise hervor.

Museum und Wirtschaftsweise auf der Hochebene

Seit August 2013 beherbergt das Museo Etnografico della Comunità di Foza eine dem Schaf von Foza gewidmete Abteilung. Fotografien, Dokumente, Gegenstände und Erinnerungen vermitteln dort die Weidewirtschaft, die über Jahrhunderte die Wirtschaft Foza und der gesamten Hochebene getragen hat. Das Thema reicht damit über ein einzelnes Tier hinaus: Es verbindet die Ortsgeschichte mit einer Wirtschaftsweise, die auch für die gesamte Hochebene prägend war. Für Reisende, die neben Kirchen und Bauwerken auch die Kultur des Alltags einordnen möchten, setzt die Abteilung einen eigenen Schwerpunkt.

Kirchenkunst und Baugeschichte

Die Pfarrkirche von Foza ist Santa Maria Assunta geweiht und wurde am 12. August 1926 eingeweiht. Ihr romanischer Glockenturm war 1927 fertiggestellt und ist 34 Meter hoch. In der Kirche befindet sich die Pala dell'Assunta, ein 1519 von Francesco Da Ponte il Vecchio gemaltes Gemälde. Es ist das einzige Gemälde der Pfarrei, das die Zerstörungen des Ersten Weltkriegs überstanden hat. Die Pfarrkirche vereint damit ein Kunstwerk aus dem frühen 16. Jahrhundert mit ihrer Baugeschichte der 1920er Jahre.

Im Vergleich zur Pala dell'Assunta lenkt die Abteilung zum Schaf den Blick vom einzelnen Kunstwerk hin zu einer Wirtschaftsweise, die über Jahrhunderte die gesamte Hochebene getragen hat. So stehen ein konkretes Gemälde und eine regionale Wirtschafts- und Alltagsgeschichte als unterschiedliche kulturelle Zugänge nebeneinander.

Erinnerung und religiöse Tradition

Auf dem zur Gedenkstätte Monumento ai Caduti von Foza führenden Weg tragen Bäume Tafeln mit den Namen einheimischer Soldaten, die im Ersten Weltkrieg gefallen sind; weitere Tafeln mit Namen von im Zweiten Weltkrieg gefallenen Soldaten sind an der Außenmauer angebracht.

Auch weitere Sakralbauten spiegeln unterschiedliche Kapitel: Die Chiesa di S. Antonio wurde unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg errichtet. Die Chiesetta di S. Rocco stammt aus dem Jahr 1870, wurde während eines Krieges bombardiert und anschließend wieder aufgebaut. Die historischen Feste Quinquennali von Foza entstanden 1837 als Dank an die Madonna.

Ausblick und Aktivität

Die Chiesetta di San Francesco steht auf einem Vorsprung, von dem der Blick über die venezianische Ebene bis zur Lagune von Venedig reicht. Sie gilt als älteste Einsiedelei der Hochebene von Asiago und als deren einzige Einsiedelei über Jahrhunderte.

Die 1990 eingeweihte Ponte Valgadena verbindet Foza und Enego über das gleichnamige Tal; an der Brücke sind Bungee-Sprünge aus etwa 175 Metern möglich.

Weitere Reiseziele entdecken: San Germano Dei Berici, Lonigo, Montebello Vicentino, Arzignano, Gambugliano, Arsiero, Schio, Monteviale.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Vicenza.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.