Die Sentieri delle Cascate umfassen markierte Wanderwege und drei Rundwanderungen, die zu Wasserfällen und Sehenswürdigkeiten in Pedemonte führen. Die Wege beginnen am Parkplatz des ehemaligen Gemeindeamts im Ortsteil Longhi. Wer einen gemeinsamen Start- und Zielpunkt bevorzugt, kann die drei Rundwanderungen wählen.
Rundwege und historische Strecken
Der Wanderweg 595 Via dell’Ancino folgt einer mittelalterlichen Straße, die das Val d’Astico mit Caldonazzo und Trient verband. Seine Geschichte ist damit eng an eine frühere Verbindung zwischen diesen Orten geknüpft. Weg 597 setzt einen anderen Akzent: Er führt von Brancafora zum Forte Belvedere, einem imposanten Bauwerk, das in ein Museum über den Ersten Weltkrieg umgewandelt wurde. Für die Routenwahl stehen damit eine mittelalterliche Verbindungsstraße und ein Museumsziel mit Bezug zum Ersten Weltkrieg gegenüber. Das hilft Ihnen, zwischen einem Weg mit historischem Verlauf und einer Route zum Museum zu wählen.
Der Wanderweg 605 verläuft am Vorgebirge von Belfiore und an felsigen Felsvorsprüngen im oberen Val d’Astico entlang. La Strada de la Riva zieht sich im Gebiet von Pedemonte an den östlichen Berghängen durch vier besonders charakteristische Contrade des Ortes. Die Auswahl lässt sich hier nach dem jeweils beschriebenen Merkmal treffen: Felsformen im oberen Tal oder ein Verlauf durch vier Contrade. Für Wandernde, die Ortsbezug und Landschaftsform vergleichen, sind das zwei unterschiedliche Schwerpunkte.
Kunst, Ortsgeschichte und Natur
Il Nido di Pedemonte ist ein immersives hölzernes Land-Art-Werk von Marco Martalar. Statt einer Strecke steht hier ein einzelnes Werk im Mittelpunkt; das eröffnet einen anderen Akzent als die Wanderwege. Wenn Sie neben dem Wandern ein eigenständiges Kunstthema suchen, ist Il Nido ein konkreter Anknüpfungspunkt. Führungen zu Il Nido können bei der Associazione OGD Pedemontana Veneta e Colli gebucht werden.
Auch die Kirche von Brancafora trägt eine eigene Geschichte: Früher versorgte sie alle Bauernhöfe im hinteren Val d’Astico und teilweise auch jene auf der Hochebene; damals war sie die einzige Kirche der Gegend. Zusammen mit der Via dell’Ancino entsteht so ein anderer historischer Blick: Dort steht eine frühere Verbindung im Zentrum, hier die Rolle der Kirche für Höfe im Tal und auf der Hochebene.
Bei der Malga Laghetto wird die Avez del Prinzep als Europas größter Tannenbaum beschrieben. Der Baum ist damit ein benannter Naturbezug, der sich von den Wasserfällen und Felsvorsprüngen unterscheidet. Auch die Gewässer des Wildbachs Astico sind bei Anglern bekannt. Für Reisende mit Interesse am Angeln ist der Astico ein eigener Anknüpfungspunkt neben Wanderungen und Ortsgeschichte.
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