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Holzhandwerk, sakrale Kunst und Wege durch Wälder, Wiesen und ländliche Weiler geben San Vito Di Leguzzano mehrere klar unterscheidbare Seiten. Wer einen Aufenthalt plant, kann sich an diesen Themen orientieren: Die Ortsgeschichte zeigt sich in einem Museum und historischen Bauwerken, während zwei Naturwege unterschiedliche Landschaftselemente erschließen.

Holzverarbeitung und historische Räume

Das Museo Etnografico sulla Lavorazione del Legno dokumentiert die Tradition der Holzverarbeitung in San Vito Di Leguzzano mit einer Sammlung von mehr als 4.000 Objekten. Auch sein baulicher Rahmen gehört zur Geschichte des Ortes: Das Museum ist in ehemaligen Stall-, Scheunen- und Kellerräumen untergebracht. Diese Räume gehörten zu einem Bauensemble aus dem 15. Jahrhundert, das Teil des inzwischen verschwundenen Gebäudekomplexes der Villa Priorato-Gandin war. Sammlung und Umgebung bringen so das Thema handwerklicher Arbeit mit der älteren Baugeschichte zusammen, ohne dass beide Aspekte dasselbe erzählen.

Kirchen und Kunst aus verschiedenen Jahrhunderten

Die Pfarrkirche der Heiligen Vito, Modesto und Crescenzia ist als geschütztes historisches Gebäude ausgewiesen. Prüfen Sie vor einem Besuch den aktuellen Zugang und Schutzstatus lokal. Im Inneren bewahrt die Kirche Werke von Giovanni Battista Maganza aus dem 16. Jahrhundert sowie Gemälde von Francesco Maffei aus dem 17. Jahrhundert. Ihr 64 Meter hoher Glockenturm ist der einzige achteckige Glockenturm der Diözese Vicenza. Er wurde nach einem Entwurf von Vittorio Barichella zwischen 1895 und 1902 errichtet. Kunstwerke, Bauform und Bauzeit setzen damit jeweils eigene zeitliche und architektonische Akzente.

Eine weitere historische Station ist die Kirche San Valentino di Leguzzano. Sie wurde zwischen 1570 und 1578 an einem als „mons Luguzani“ bezeichneten Ort errichtet. Der steinerne Hochaltar entstand 1579; geschaffen wurde er vom örtlichen Bildhauer Bartolomeo Mercante. Bauzeit und Altarjahr liegen dicht beieinander, markieren aber zwei verschiedene Etappen. Die Kirche der Unbefleckten Empfängnis, auch Chiesa di Sotto genannt, bewahrt ein seltenes Fresko. Zusammen geben diese Orte Anlass, bei der Ortsgeschichte nicht nur auf einzelne Bauwerke, sondern auch auf die unterschiedlichen Kunstwerke und Zeitspannen zu achten.

Weitere Spuren von Bau- und Arbeitsgeschichte

Die Villa Almerico, Dalla Vecchia, Novello ist als Villa Veneta des 15. Jahrhunderts aufgeführt. Sie weist gotische Gestaltungsmerkmale auf und erstreckt sich über drei Ebenen. Das ordnet sie thematisch anders ein als die Sakralbauten: Hier stehen die architektonische Gestaltung und der Aufbau der Villa im Vordergrund. Die Compagnia dei Battuti wiederum war im Mittelalter eine Laienbruderschaft und fügt der Ortsgeschichte einen sozialen Zusammenhang hinzu.

Auch die Industriegeschichte ist mit konkreten Bauwerken verbunden. In San Vito Di Leguzzano sind ein Gebäudetrakt aus dem 20. Jahrhundert und der gemauerte Schornstein der ehemaligen Seidenspinnerei Fabris–Pozzani–Tonin als Zeugnisse dieser Geschichte ausgewiesen. Gemeinsam mit dem Museum zur Holzverarbeitung zeigen diese Orte unterschiedliche Bezüge zur Arbeit: eine dokumentierte handwerkliche Tradition und bauliche Spuren einer ehemaligen Seidenspinnerei.

Naturwege und Landschaft

Der Sentiero Natura 1 – Percorso Rosso verbindet alte ländliche Weiler, Laubwälder und höher gelegene Wiesen; unterwegs eröffnen sich Ausblicke auf die Ebene von Vicenza und die Pasubio-Gruppe. Rote Markierungen und Wegweiser kennzeichnen den Weg vollständig, und er kann in beiden Richtungen begangen werden. Beim Sentiero Natura 2 – Percorso Verde stehen andere Landschaftselemente im Vordergrund: Er führt auf markierten Wegen durch Wälder, an kleinen Bächen vorbei und über hügelige Wiesen. Ländliche Weiler mit Steinhäusern, Trockenmauern und alten Wirtschaftswegen gehören ebenfalls zu seinem Verlauf.

Für die Orientierung zwischen den beiden Wegen hilft der Blick auf die jeweils beschriebenen Landschaften und Ausblicke, nicht auf eine angenommene Gehzeit oder Schwierigkeit. Der Percorso Verde beginnt am Kriegerdenkmal an der Kreuzung von Via Chiesa und Via Sant’Antonio; dort weisen hölzerne Wegmarkierungen auf den Weg hin. Da sich Wegbedingungen saisonal ändern können, prüfen Sie sie vor dem Aufbruch.

Zum weiteren Landschaftsbild gehören die von Norden nach Süden verlaufenden Torrenti Refosco und Livergon, die zusammen den Torrente Giara bilden. Im Osten liegen der Fossato Proe, der Torrente Leogra und die kleineren Täler Valle Pra Longhi, Valle dell’Orco, Valle Bisele, Valle Nogara, Valle della Volpe und Valle della Guizza. Diese Flüsse und Täler ergänzen die Eindrücke der Naturwege um eine Orientierung an den benannten Landschaftsformen des Ortes.

Weitere Reiseziele entdecken: Lumignano, Arcugnano, Foza, Campiglia Dei Berici, Agugliaro, Barbarano Vicentino, Montecchio Maggiore-Alte Ceccato, Pove Del Grappa.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Vicenza.

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