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Hirosaki lässt sich über drei sehr unterschiedliche Themen erschließen: die Burg- und Samurai-Geschichte, historische Gartenkunst und den Apfelanbau. Dabei wechseln die Blickwinkel vom erhaltenen Wehrbau über eine frühere Stadtbibliothek bis zu einem Bauernhaus mit landwirtschaftlichen Exponaten. Wenn Sie sich vor allem für Kultur interessieren, stehen Burg, Tempel und Architektur im Vordergrund; Pflanzen und Landschaft bieten weitere Ansatzpunkte in den Gärten und im Hirosaki-Park. Der Hirosaki City Apple Park ergänzt diese Themen um Einblicke in Apfelsorten und Ernte.

Burg, Samurai-Erbe und Baugeschichte

Die Burganlage Hirosaki bewahrt weitgehend ihre ursprüngliche Gestalt und wurde 1952 als nationale historische Stätte ausgewiesen. Erhalten sind der Bergfried, drei Türme und fünf Burgtore; alle sind als wichtige Kulturgüter ausgewiesen. Einen weiteren historischen Bezug bietet der Tempel Chōshō-ji: Er wurde 1610 gemeinsam mit den Verlegungen der Burgen der Tsugaru-Familie an seinen heutigen Standort versetzt. Zu den wichtigen Kulturgütern am Tempel zählen das Sanmon-Tor, die Haupthalle und Wirtschaftsgebäude sowie die Halle mit einer Holzstatue von Tsugaru Tamenobu. Auch die danebenliegenden Mausoleen früherer Lehnsherren und ihrer Ehefrauen sind ausgewiesen.

Das Hirosaki Ninja House bewahrt ein Kōga-Ninja-Haus aus der späten Edo-Zeit. Es war kein Wohnsitz einer Ninja-Familie, sondern ein Stützpunkt, an dem die als Hayamichi-no-mono bezeichnete Ninja-Gruppe der Hirosaki-Domäne vor allem Informationen austauschte. Die ehemalige Stadtbibliothek Hirosaki eröffnet einen anderen Blick auf die Baugeschichte: Das dreigeschossige Holzgebäude mit Mörtelverkleidung wurde 1906 als Gedenkbau zum Sieg im Russisch-Japanischen Krieg errichtet und bis 1931 als Stadtbibliothek genutzt. Es ist vorwiegend im Renaissance-Stil gestaltet und besitzt zwei achteckige Türme. Kibana-Holzschnitzereien, wie sie bei Tempelbauten vorkommen, bringen zugleich japanische Stilelemente ein.

Auch das ehemalige Sasamori-Haus gehört zum Samurai-Erbe: Es gilt als ältestes erhaltenes Samurai-Wohnhaus im Gebiet zum Schutz traditioneller Gebäude der Stadt Hirosaki. Eine Quelle aus dem Jahr 1756 belegt seine Existenz. So treffen in den historischen Gebäuden unterschiedliche Geschichten aufeinander – von einer früheren Bibliothek über einen Ninja-Stützpunkt bis zu einem Samurai-Wohnhaus.

Gartenkunst in unterschiedlichen Formen

Im tiefer gelegenen Bereich des Fujita Memorial Garden liegt ein Teichgarten im Kaiyū-Stil. Gruppen von Schwertlilien und Azaleen, ein Wasserfall und eine Yatsu-Brücke prägen seine Anlage. Yōkōen setzt einen anderen gestalterischen Akzent: Der für Tsugaru charakteristische Ōishi-Bugaku-Stil-Garten ist als nationales registriertes Kulturgut ausgewiesen. Zu ihm gehört das Teehaus Yōkō-an, das als städtisches Kulturdenkmal ausgewiesen ist. Wer sich für Gartengestaltung interessiert, kann so zwei verschiedene Stilrichtungen und ihre jeweiligen Bestandteile betrachten.

Apfelkultur, Kirschbäume und Landschaft

Im Hirosaki City Apple Park vermitteln Tafeln und Modelle Wissen über Apfelsorten, die Geschichte des Apfels und die Schritte bis zur Ernte; außerdem gibt es einen Videobereich. Das historische Bauernhaus ergänzt diese Themen mit landwirtschaftlichen Geräten aus der damaligen Zeit und Einblicken in die Pioniere des Apfelanbaus. Sein saisonales Programm umfasst von April bis November an Wochenenden und Feiertagen Erzählungen im Tsugaru-Dialekt. Prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Termine.

Auch die Landschaft gehört zum Bild des Parks: Ein künstlicher Hügel auf 83 Metern Höhe bietet ein 360-Grad-Panorama auf den Iwaki, das Shirakami-Gebirge und weitere bedeutende Berge der Region Tsugaru. Zur Apfelverarbeitung trägt eine kleine Kelterei im Park bei, die Äpfel aus der Region durch natürliche Gärung zu Cidre verarbeitet.

Im Hirosaki-Park blühen rund 2.600 Kirschbäume aus 52 Sorten, darunter vor allem Somei-Yoshino sowie Trauerkirschen und gefüllte Kirschblüten. Die Angaben zu Zahl und Sorten können sich im Lauf der Zeit ändern. Zusammen mit den Gärten und den historischen Bauwerken ergibt sich damit eine Wahl zwischen verschiedenen Schwerpunkten: Gartenformen und Blüten, Architektur und Geschichte oder die Vermittlung rund um den Apfel.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Präfektur Aomori.

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