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Štedrica setzt zwei Schwerpunkte: historische Zeugnisse im Ort und die hügelige Karstlandschaft des Hinterlands. Kirchen, Stećci und weitere Kulturerbe-Stätten stehen neben Siedlungsspuren bei Kulina. Wer Kulturgeschichte und Landschaft gemeinsam betrachten möchte, findet hier unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die eigene Reiseplanung.

Kirchen, Stećci und weitere Kulturerbestätten

Die Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit ist eine mittelalterliche Kirche aus dem 14. Jahrhundert. Zu ihr gehört ein Friedhof; direkt neben der Kirche befinden sich Stećci, die als romanisch-gotische Lokalität ausgewiesen sind. So treffen ein datierbares Kirchenbauwerk und eine eigenständig eingeordnete Stećci-Stätte aufeinander: Bei der Kirche steht die Entstehungszeit im Vordergrund, bei den Stećci ihre romanisch-gotische Einordnung.

Auch die Kirche Johannes des Täufers ist ein Kulturerbe in Štedrica. Die Tumuli sind ebenfalls als Kulturerbe eingestuft. Zusammen ergänzen diese Orte und Grabstätten die mittelalterliche Dreifaltigkeitskirche um weitere Facetten des örtlichen Erbes.

Zum Kulturerbe Štedricas zählen außerdem das Wohngebäude Miljević Pera, der Vojvode-Pera-Komin und die Konoba, das Lučić- beziehungsweise Lucić-Turmhaus sowie Gomila 2 / Vepar. Im näheren Umfeld liegt auch der vollständig erhaltene Stećak Zmijski kamen von Greblje bei Bistrina. Seine Reliefs zeigen Schlangen, Kreuze, einen Schild mit Schwert und eine Jagdszene. Damit bietet er neben den Stećci bei der Dreifaltigkeitskirche einen weiteren, durch Bildmotive geprägten Bezug zur Steinmetzkunst.

Kulina und die Spuren einer früheren Siedlung

Kulina ist ein Hügel, der 320 Meter über dem Meeresspiegel erreicht. Sie gilt als Befestigungsanlage und Aussichtspunkt. Erhaltene Trockenmauerreste weisen auf die Existenz einer Siedlung hin. Kulina ist außerdem als prähistorischer Fundplatz und potenzielle archäologische Stätte ausgewiesen. So lenkt der Ort den Blick auf Siedlungsspuren und eine prähistorische Einordnung, während die Dreifaltigkeitskirche einen konkreten Zeitanker im 14. Jahrhundert setzt.

Karstlandschaft und Orientierung

Štedrica gehört zu den Hinterlandsiedlungen, die gemeinsam eine einheitliche kultivierte Karstlandschaft mit umliegenden Feldern und Grünflächen bilden. Zugleich liegt der Ort im höheren, hügeligen Hinterland entlang der alten Napoleonstraße. Eine genau benannte räumliche Orientierung gibt die lokale Straße L69088: Sie verläuft von Ž6228 durch Štedrica bis Ž6227 und ist insgesamt vier Kilometer lang. Landschaftsform und Straßenverlauf ordnen den Ort auf unterschiedliche Weise ein – einmal in sein Umfeld, einmal anhand einer konkreten lokalen Verbindung.

Der regionale Rahmen

Über Štedrica hinaus bietet das übergeordnete Reiseziel Općina Dubrovačko Primorje weitere Anknüpfungspunkte. Für Freizeitradler gibt es dort einen 50 Kilometer langen Radweg. In der Bucht Bistrina im Malostonski-Kanal werden traditionell Austern der Art Ostrea von hervorragender Qualität erzeugt. Auch kulturelle Themen gehören zum regionalen Bild: Der Tanz Linđo aus Dubrovačko primorje wurde am 19. Oktober 2011 als immaterielles Kulturgut anerkannt. Damit reicht der regionale Rahmen von Radfahren über Austernproduktion bis zum immateriellen Kulturerbe.

Weitere Reiseziele entdecken: Doli, Topolo, Mravinca, Slano, Ošlje, Banići, Majkovi.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Općina Dubrovačko Primorje.

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