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Eine glagolitische Inschrift datiert das Fresko des Lebenden Kreuzes in der Kapelle der hl. Katharina auf 1409. In Lindar lassen sich Schrift, Malerei und Kirchenbau als unterschiedliche Zugänge zur Ortsgeschichte betrachten. Auch der Radweg 619 führt am Friedhof von Lindar vorbei. Für Ihre Planung stehen damit verschiedene Schwerpunkte zur Wahl: die Glagolitik und sakrale Kunst oder eine Radtour auf einer Rundroute von Pazin nach Gračišće und zurück.

Glagolitische Spuren und Fresken

Die Glagolitik ist in Lindar in mehreren Formen überliefert. In verschiedenen Kirchen gibt es steinerne Inschriften; auf Kirchenfresken finden sich glagolitische Graffiti. Auch die Taufregister der Pfarrei gehören zu dieser Überlieferung: Sie wurden von 1590 bis 1667 auf Glagolitisch geführt. Stein, Wandmalerei und Pfarrregister stehen dabei für unterschiedliche Zusammenhänge, in denen die Schrift verwendet wurde.

Die einschiffige gotische Kapelle der hl. Katharina liegt am Ortseingang von Lindar. Ihr Fresko des Lebenden Kreuzes trägt die Datierung 1409, die eine glagolitische Inschrift angibt. Bei der Restaurierung der Fresken kamen zusätzliche Fragmente an der Wand des Sanktuariums zum Vorschein, darunter eine Darstellung des Judaskusses. So gehören zur Kapelle sowohl ein datiertes Fresko als auch weitere Wandmalereien mit einem eigenen Motiv.

Kirchen und historische Zeitmarken

Die Jahreszahlen zu Lindars Kirchen bezeichnen Verschiedenes: 1379 wird die Pfarrei St. Mohor und Fortunat in historischen Aufzeichnungen erwähnt; 1606 wurde die Pfarrkirche auf dem Standort einer älteren Kirche errichtet. Die Erwähnung der Pfarrei und das Baudatum der Kirche sind also zwei getrennte Stationen der Ortsgeschichte.

Die Kirche des hl. Sebastian wurde 1559 von dem Lindarer Ivan Jedrejčić erbaut. In ihre Fassade ist eine zweisprachige Inschrift in zwei Schriftsystemen eingelassen. Zur Ausstattung gehören ein kleiner Holzaltar mit barockem Altarbild und ein Teil einer Wandmalerei, die den hl. Paulus zeigt. Baugeschichte, Fassadeninschrift und Ausstattung bieten verschiedene Anknüpfungspunkte, wenn Sie Kirchen nicht nur nach ihrem Alter, sondern auch nach ihren Inschriften und Kunstwerken betrachten möchten.

Die Kirche des hl. Martin steht am Friedhof von Lindar und ist ein romanischer Bau aus dem 14. Jahrhundert. Dort ist außerdem eine glagolitische Grabinschrift aus dem Jahr 1588 für den Priester Matušić erhalten. Im Vergleich dazu erzählt das Fresko in der Kapelle der hl. Katharina von einem anderen Medium und einer anderen Datierung: Malerei und Grabinschrift verweisen auf unterschiedliche Zeugnisse der Glagolitik.

Radfahren auf dem Rundweg 619

Der offizielle Radweg 619 verläuft als Rundroute von Pazin nach Gračišće und zurück und führt am Friedhof in Lindar vorbei. Weil sich dort auch die Kirche des hl. Martin befindet, lassen sich die Angaben zur Strecke mit einem konkreten historischen Ort in Lindar verbinden. Die Rundroute ergänzt damit die Themen Kirchenbau und Glagolitik um eine Radfahrmöglichkeit. Prüfen Sie vor der Fahrt die Streckenbedingungen und die Wegweisung.

Aufenthalt in Lindar planen

Wenn Sie Lindar als Reiseziel erwägen, können Sie Ihre Wahl am gewünschten Schwerpunkt ausrichten: Die Kirchen verbinden unterschiedliche Bauformen, Fresken und Inschriften; der Radweg 619 bringt eine Rundroute in die Planung. Für die Radtour prüfen Sie die Wegweisung und Bedingungen vor dem Start.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Općina Pazin.

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