Die Kirche des heiligen Johannes des Täufers macht die langen Zeitspuren Konjevrates konkret: Vorromanische Mauern, ein romanisches Portal und spätere Ausstattungsstücke stehen für unterschiedliche Abschnitte der Ortsgeschichte. Der Kirchenbau liegt auf einer kleinen Anhöhe nahe den Straßenkreuzungen in Richtung Drniš und Unešić. Seine heutige Gestalt bezieht ältere Mauern ein und verbindet eine vorromanische Phase des 9. Jahrhunderts mit einer späteren romanischen Anpassung.
Kirche des heiligen Johannes: Bauphasen und Ausstattung
Der Glockenturm wird dem 12. oder 13. Jahrhundert zugeordnet. Auch das romanische Hauptportal gehört zum älteren, in die heutige Kirche einbezogenen Bau; es stammt spätestens aus dem 13. Jahrhundert. Die Datierungen beziehen sich auf unterschiedliche Bauteile: Beim Turm ist ein Zeitraum von zwei Jahrhunderten genannt, beim Portal eine späteste Datierung. So lassen sich mehrere Bauphasen an Turm, Portal und den einbezogenen Mauern unterscheiden.
Im Inneren stehen barocke Altäre neben einem venezianischen silbernen Prozessionskreuz aus dem 18. Jahrhundert und einem Gemälde des heiligen Johannes des Täufers aus dem 19. Jahrhundert. Mauern und Portal geben Anhaltspunkte zur Baugeschichte, Kreuz und Gemälde zur späteren Ausstattung des Kirchenraums. Wenn Sie sich für sakrale Architektur interessieren, bietet die Kirche damit unterschiedliche historische Details, die sich einzeln betrachten lassen.
Archäologische Spuren vom Paläolithikum bis zum Neolithikum
Der paläolithische Freilandfundplatz in Konjevrate ist der erste erforschte seiner Art, der an der östlichen Adriaküste identifiziert wurde. Dort wurden Tausende Fragmente von Werkzeugen und Waffen aus Feuerstein gefunden. Für Konjevrate ist menschliche Besiedlung ungefähr auf den Zeitraum von 15.000 bis 10.000 v. Chr. datiert. Diese frühen Zeitspuren geben dem Ort neben seiner Kirchenbaugeschichte eine weitere, weit zurückreichende Dimension.
Ein anderer vorgeschichtlicher Schwerpunkt ist der frühneolithische Fundplatz unmittelbar neben der Kirche des heiligen Johannes am heutigen Friedhof in Konjevrate. Die dortige Keramik gehört zur Impresso-Kultur. Bei archäologisch-konservatorischen Untersuchungen an der Kirche wurden 2003 außerdem sechs vorromanische Relief-Fragmente gefunden. Damit stehen ein paläolithischer Freilandfundplatz und ein frühneolithischer Fundplatz bei der Kirche für zwei unterschiedliche vorgeschichtliche Zeitstellungen.
Historische Ortsbezeichnung und weitere Orientierung
Auch die spätere Geschichte hat eigene Spuren hinterlassen. In spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Aufzeichnungen erscheint Konjevrate unter dem historischen Namen Koljevrate. Nahe der Kirche des heiligen Johannes ist zudem ein steinerner Platten-Grabstein erhalten. Ortsbezeichnung und Grabstein ergänzen die prähistorischen Themen um Hinweise auf spätere Abschnitte der Ortsgeschichte.
Wenn Sie Radfahren in Ihre Reiseplanung einbeziehen möchten, führt die Radroute Lozovac–Gradina–Konjevrate–Gornji Krnići durch Konjevrate. Sie ergänzt die kulturellen und archäologischen Themen um eine aktive Perspektive auf den Ort. Erkundigen Sie sich vor der Fahrt nach dem Zustand der Strecke.
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