Żebbuġ liegt auf einem ruhigen Hügel im Norden Gozos und bietet weite Ausblicke über die Landschaft der Insel bis zum Mittelmeer. Das Ortsbild verbindet religiöse Architektur mit einer lokalen Textiltradition; Küste und Hügelland ergänzen diese Themen um Salzgewinnung und Landschaft. Für Ihren Aufenthalt stehen damit unterschiedliche Schwerpunkte zur Wahl: Ortsgeschichte und Baukunst, Handwerk oder die Umgebung.
Salinen, Küste und Hügelland
Entlang der Küste von Qbajjar bis Ras ir-Reqqa liegen historische Salinen, in denen weiterhin Salz produziert wird. Die Produktion setzt die Geschichte des Küstenabschnitts fort; die saisonalen Abläufe können variieren. An den Salinen von Xwejni können Sie in den Sommermonaten Einheimische beim Zusammenkehren des Salzes beobachten. Wenn Sie gerade diese Arbeit erleben möchten, richten Sie Ihren Besuch auf den Sommer aus und klären Sie die konkreten Abläufe vorab.
Die nahegelegene Kieselbucht Xwejni ist ein anderer Küstenschwerpunkt: Sie wird besonders im Sommer häufig zum Schwimmen besucht und zum Tauchen aufgesucht. So unterscheiden sich die Themen an der Küste: An den Salinen steht die fortgesetzte Salzproduktion im Vordergrund, an der Bucht das Schwimmen und Tauchen.
Auch das Tal Wied l-Infern gehört zur Landschaft um Żebbuġ. Es verläuft zwischen den Hügeln von Żebbuġ, Ta’ Kuljat und Dabrani und ist von Żebbuġ aus über eine steil abfallende Straße erreichbar. Die Straße ist eine konkrete Bedingung für die Anfahrt; die Lage des Tals zwischen den drei Hügeln gibt seiner Landschaft ihren geografischen Rahmen.
Kirchen und Architektur
Die Pfarrkirche von Iż-Żebbuġ ist mit Onyx verkleidet; auch Hochaltar, Chor und Baptisterium sind aus diesem Stein gestaltet. Die der Aufnahme Mariens geweihte Kirche Santa Marija wurde 1726 konsekriert. Eine weitere religiöse Ortsmarke ist die Bildnische il-Madonna Omm tal-Ħniena, die besser unter dem Namen taċ-Ċiċri bekannt ist. Die Gründung der Pfarrei wird mit besonderen Feiern begangen, die der Gemeinderat seit 1999 organisiert.
Auch die Grundschule bietet einen eigenen architektonischen Bezugspunkt. Das modernistische Gebäude hat eine U-Form; lange Korridore werden von Reihen aus Betonsäulen getragen, Treppen ergänzen die Anlage. Die Batterija tal-Qbajjar wurde zwischen 1715 und 1716 erbaut und ist eine von zwei erhaltenen Batterien auf Gozo. Zusammen stehen diese Bauwerke für unterschiedliche Facetten der Ortsgeschichte, von religiöser Architektur bis zu einer historischen Befestigung.
Sammlungen, Handwerk und lokale Spezialitäten
An der Triq Ġoma befindet sich Riħ id-Deheb, ein Museumshaus mit Sammlungen, das auch für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden soll. Unter dem Museumshaus liegt eine natürliche Grotte. Ein Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg wurde 2005 gereinigt und restauriert, damit er von der Öffentlichkeit besichtigt und gewürdigt werden konnte. Wenn Sie Riħ id-Deheb oder den Bunker als Besichtigungspunkt einplanen, klären Sie die aktuellen Besuchsmöglichkeiten vorab.
Die Einwohner von Iż-Żebbuġ sind für die hohe Qualität ihrer Spitzenarbeiten sowie für ihre Webarbeiten bekannt. Auch Wolldecken aus Schafwolle gehören zu den örtlichen Handwerkstraditionen. Zur regionalen Esskultur zählen Gbejniet, die traditionellen kleinen Käse von Gozo: Dafür wird Milch von Schafen aus der umliegenden Landschaft verarbeitet. Bei den Textilien steht die Handarbeit im Mittelpunkt; bei den Käsen verbindet sich die Landschaft um Żebbuġ mit einer gozitischen Spezialität.
Wenn Sie ein Hotel in Żebbuġ suchen, entscheiden Sie zunächst, ob Ortsgeschichte und Architektur, Handwerk oder die Landschaft Ihren Aufenthalt am stärksten prägen sollen.
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