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Valletta ist eine befestigte Stadt auf einer hügeligen Halbinsel zwischen zwei natürlichen Häfen. Auf 55 Hektar umfasst sie 320 Baudenkmäler – ein bemerkenswerter Bestand in einem klar umrissenen Stadtraum. Gegründet wurde Valletta nach der Belagerung Maltas im Jahr 1566. Stadtform und Gründungsgeschichte erzählen zwei Seiten der Entdeckung: die Lage zwischen den Häfen und die historische Entwicklung Maltas. Insgesamt beherbergen die maltesischen Inseln drei UNESCO-Welterbestätten.

Steinbauten und unterirdische Geschichte

Die Megalithischen Tempel von Malta umfassen sieben Tempel auf Malta und Gozo. Sie gehören zu den frühesten freistehenden Steinbauten der Welt. Zu ihren verzierten Elementen zählen Tafeln mit eingebohrten Löchern sowie Flachreliefs mit Spiralmotiven, Bäumen, Pflanzen und verschiedenen Tieren. Die Motive geben den steinernen Anlagen eine eigene gestalterische Dimension neben ihrem hohen Alter.

Ein anderer Zugang zur Vorgeschichte führt nach Paola: Dort befindet sich das Ħal Saflieni Hypogeum, ein unterirdischer Friedhof. Es gilt als einziges bekanntes unterirdisches Labyrinth Europas aus der Zeit von etwa 4000 bis 2500 v. Chr. Außerdem enthält es die einzigen auf den maltesischen Inseln bekannten prähistorischen Wandmalereien. Wer sich für prähistorische Bauwerke interessiert, findet hier also nicht nur unterirdische Architektur, sondern auch seltene Bildzeugnisse.

Sammlungen, Festungen und ein langer Zeitbogen

Die Sammlung des National Museum of Archaeology reicht von der Jungsteinzeit Maltas, von 5900 bis 2500 v. Chr., bis zur frühen phönizischen Zeit vom 8. bis zum 6. Jahrhundert v. Chr. Untergebracht ist das Museum im Auberge de Provençe, einem Gebäude aus dem Jahr 1571. Sammlung und Bauwerk bieten zwei unterschiedliche historische Zeitmaßstäbe: die lange Abfolge früher Kulturen und ein Gebäude aus der Geschichte Maltas.

Zum Gelände von Fort St Elmo gehören zwei Kapellen, beide St. Anne gewidmet. Vom Fort aus können Besucher beide Häfen rund um Valletta sehen. Das National War Museum behandelt 7000 Jahre maltesische Militärgeschichte, von der Bronzezeit bis zum Beitritt Maltas zur Europäischen Union. Damit steht neben den archäologischen Sammlungen auch die Militärgeschichte als eigener Zugang zur Vergangenheit der Inseln.

Meer und Inseln als zweite Perspektive

Auch unter Wasser zeigt sich die Vielfalt der maltesischen Inseln: Mehr als 120 Tauchplätze sind innerhalb weniger Minuten voneinander erreichbar. Auf Gozo gehören untergetauchte Höhlen und Tunnel zu den Möglichkeiten für Tauchgänge. Das Blue Hole bei Dwejra ist ein international bekanntes Tauchgebiet. Das Inland Sea ist durch einen 100 Meter langen Tunnel mit dem offenen Meer verbunden, den kleinere Boote nutzen. Vor der Südküste Gozos wurden zudem ausgemusterte Schiffe versenkt, ebenfalls im Tauchkontext der Insel.

Auf Comino zieht die Blaue Lagune Tagesausflügler, Schnorchler und Sporttaucher an; die Besucherbedingungen können je nach Saison variieren. Auch an Maltas Küste gibt es mehrere Strände mit Blauer Flagge. Die Auszeichnung steht für hohe Standards bei Wasserqualität und Ausstattung. Da sich der Zertifizierungsstatus ändern kann, prüfen Sie vor einem Strandbesuch die aktuellen Einträge.

Feste, Küche und praktische Orientierung

Zu Maltas Dorffesten gehören religiöse Prozessionen. Sie ergänzen die baulichen und archäologischen Zeugnisse um eine Tradition des gemeinschaftlichen Feierns. Auch die Küche erzählt von kulturellen Einflüssen: Sie ist von Italien, besonders Sizilien, sowie von der arabisch-nordafrikanischen Küche geprägt. Die Traditionen hinter knusprigem Brot, Öl, Käse und Honig reichen Jahrhunderte zurück.

Für die Anreise verbindet Airport Direct TD4 den Malta International Airport mit Valletta und der Gozo Fast Ferry; der Bus fährt alle 30 Minuten. Prüfen Sie vor der Reise den Fahrplan, denn die Frequenz kann sich ändern. Die tallinja-App bietet eine Reiseplanung mit Fußwegbeschreibungen und öffentlichen Verkehrsmitteln.

Weitere Reiseziele entdecken: Iklin, Ghanjsielem, Ghammar, Gharb, Sannat, Nadur, Qala, San Lawrenz, Victoria, Xaghra, Xewkija, Xlendi, Bugibba, Sliema, Gzira, Zeitun, Mellieħa, Mgarr, Xemxija, Valletta, Attard, Kercem, Vittoriosa, St. Julians, Marsalforn, Mdina, Floriana, Qormi, Żebbuġ, Għasri, San Pawl Il-Baħar, Marsaskala, Naxxar, Pembroke, Santa Luċija, Marsaxlokk, Ta' Xbiex, Tarxien, San Ġwann, Mosta, Rabat, Munxar, Żabbar, Gozo, Żurrieq, Birkirkara, Swieqi, Birżebbuġa, Ħal Għaxaq, Qrendi, Għargħur, Dingli, Luqa, Mqabba, Santa Venera, Fgura, Hal Kirkop, Paola, Marsa.

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