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Mgarr verbindet megalithische Geschichte mit einer Küste, die sich von Fomm ir-Rih bis zur Għajn Tuffieħa Bay erstreckt. Die Orte und Spuren erzählen von unterschiedlichen Zeiträumen: von neolithischen Bauwerken über römische Bäder bis zu Befestigungen des 19. Jahrhunderts. Für die Reiseplanung bietet es sich an, zunächst zu überlegen, ob Tempelanlagen, Ortsgeschichte oder die Landschaft den Schwerpunkt bilden sollen.

Megalithische Anlagen und frühe Spuren

Skorba besteht aus zwei eigenständigen Tempeln und ist Teil der UNESCO-Welterbestätte „Megalithic Temples of Malta“; als Welterbestätte ausgewiesen wurde Skorba 1992. Zum Bild der Anlage gehören auch Überreste von Wohnhütten. Sie vermitteln wichtige Erkenntnisse über den häuslichen Alltag der neolithischen Bewohner. Frühere Bauwerke bei Skorba stammen aus den frühesten Phasen der Jungsteinzeit und zählen zu den ältesten auf den Maltesischen Inseln. Davon zu unterscheiden ist die Datierung des Westtempels, der aus der Zeit um 3500 v. Chr. stammt. So stehen in Skorba sowohl die Tempelbauten als auch die Spuren des damaligen Wohnens im Mittelpunkt.

Ta’ Ħaġrat umfasst zwei megalithische Bauwerke und gehört zu einer Gruppe lokaler Megalithanlagen, die 1992 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen wurde. Die Stätte verbindet damit eine archäologische Besonderheit mit einem weiten Landschaftsbezug: Ta’ Ħaġrat bietet Panoramablicke auf die maltesische Landschaft. Im Vergleich zu Skorba lässt sich hier die Zahl der Bauwerke ebenso klar benennen, während der UNESCO-Bezug als Teil einer Gruppe beschrieben ist.

Auch außerhalb der Tempelanlagen begegnen Ihnen Spuren unterschiedlicher Epochen. In ganz Mgarr sind Karrenspuren zu finden. Die römischen Bäder an der Straße von Mgarr nach Għajn Tuffieħa stammen aus dem späten 1. und frühen 2. Jahrhundert n. Chr. An der südlichen Grenze von Mgarr verlaufen die Victoria Lines, eine befestigte Mauer aus dem 19. Jahrhundert. Der Lippija Tower wiederum wurde 1657 von Großmeister Lascaris errichtet, um Gnejna und die wenigen damals in Mġarr lebenden Familien zu schützen. Diese Beispiele stehen für verschiedene Funktionen und Zeiten, nicht für eine einzige historische Anlage.

Küste und geschützte Buchten

Gnejna ist eine malerische Bucht in Mgarr. Zusammen mit Għajn Tuffieħa zählt sie zu den geschützten Buchten, die im Lauf der Geschichte Piraten als Zufluchtsorte dienten. Die Küste von Mgarr reicht von Fomm ir-Rih bis zur Għajn Tuffieħa Bay; die Buchten sind also Teil eines längeren Küstenabschnitts. Wer die Reise eher unter dem Gesichtspunkt der Landschaft plant, findet hier einen anderen Schwerpunkt als bei den Tempeln und den archäologischen Spuren im Ort.

Heritage Trail und Ortsleben

Der Heritage Trail führt durch Mgarr, an Karrenspuren und den Tempeln von Ħaġrat vorbei und endet neben der Church of the Rotunda of the Assumption of Mary. Für Ta’ Ħaġrat ist auch die Anbindung an eine Bushaltestelle konkret einzuordnen: Die nächste Haltestelle ist fünf Gehminuten entfernt.

Ein markantes Merkmal der Pfarrkirche von Mġarr ist ihr eiförmiges Design. Das Dorffest wird am ersten Sonntag nach dem 15. August gefeiert. Damit stehen neben den archäologischen und landschaftlichen Themen auch ein prägnantes Architekturmerkmal und ein konkreter Festtermin für die Planung zur Verfügung.

Weitere Reiseziele entdecken: Sannat, Tarxien, Gzira, Nadur, Mdina, Hal Kirkop, Gharb, Rabat.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Malta.

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