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Geometrische Steinmosaike, sechs monolithische Säulen und Baumwolltextilien mit Mustern, die Motive der prähispanischen Stätte aufgreifen, prägen die kulturgeschichtliche Seite von San Pablo Villa De Mitla. Die archäologische Zone nimmt das Zentrum des Ortes ein; Mitla war einst eine bedeutende zapotekische Siedlung. Für Ihren Aufenthalt stehen archäologische Architektur, Museum und Kunsthandwerk als unterschiedliche Themen im Vordergrund.

Die Architektur der archäologischen Zone

Die archäologische Zone von Mitla umfasst fünf monumentale Architekturgruppen: die Gruppen des Nordens, der Säulen, des Arroyo, des Adobe beziehungsweise Calvario und des Südens. Fassaden und Innenwände sind mit fein bearbeiteten geometrischen Steinmosaiken verziert, die für den spätzapotekischen Stil charakteristisch sind. So lässt sich der Blick sowohl auf die Gliederung der Anlage als auch auf ihre ornamentalen Details richten.

Der Salón de las Columnas besitzt sechs große monolithische Säulen, die einst das Dach trugen. Die Mosaike zeigen die dekorative Seite der Architektur; die Säulen verweisen auf ihre frühere Dachkonstruktion. Wer sich für Mitla wegen seiner zapotekischen Architektur interessiert, findet hier zwei unterschiedliche Details: die fein gearbeiteten Muster und die einst tragende Funktion der Säulen.

Ortsgeschichte im Museum und an der Kirche

Im Ort befindet sich das Archäologiemuseum Ervin Frissell, ein kultureller Bezugspunkt der Gemeinde, der zapotekische Archäologie vermittelt. Zu den Themen des Museums zählen die Archäologie von Oaxaca und Mitla sowie die Geschichte des Museums. Weitere Schwerpunkte sind Funde aus der Fortaleza de Mitla, funeräre Urnen und Keramik aus Oaxaca, die zapotekische Schrift sowie ethnografische Bräuche und Traditionen der Gemeinde. Der thematische Bogen reicht damit von archäologischen Funden bis zu Schrift und örtlichen Bräuchen.

Auch die Kirche San Pablo Apóstol gehört zur Ortsgeschichte. Ihr Bau begann 1590; sie wurde auf einer pyramidenförmigen Plattform von Mitla errichtet und ist dem heiligen Paulus dem Apostel gewidmet. Die Kirche gilt als vielbesuchter Ort und ist ein historisch geprägtes Gebäude mit besonderer mystischer Ausstrahlung. So bilden archäologische Architektur und der Kirchenbau unterschiedliche historische Bezugspunkte in Mitla.

Textilkunst und Kunsthandwerk

Familienwerkstätten in Mitla fertigen Baumwolltextilien in vielfältigen Farben und Mustern. Viele Designs greifen geometrische Motive der prähispanischen Stätte auf und schlagen so eine gestalterische Verbindung zur Architektur. In Mitla gibt es außerdem Textilwerkstätten mit Rückengurt- und Tretwebstühlen. Besuchende können dort die Herstellung vom Scheren der Schafe bis zum fertigen Kleidungsstück beobachten. Fragen Sie bei der jeweiligen Werkstatt vorab nach, ob dieser Einblick bei Ihrem Besuch angeboten wird.

Der städtische Kunsthandwerksmarkt bringt lokale Kunsthandwerker und Händler zusammen, die Erzeugnisse ihrer Werkstätten zeigen und verkaufen. Während die Werkstätten Einblicke in die Textilherstellung geben, steht auf dem Markt das Präsentieren und Verkaufen von Handwerksprodukten im Vordergrund.

Mezcal und Anreise

Für eine Mezcal-Verkostung richtet sich der Blick über den Ort hinaus: In der Umgebung von Mitla liegen Palenques, also handwerkliche Mezcal-Brennereien. Dort werden Destillate verschiedener Agaven verkostet, vor allem aus Agave Espadín. Die Verkostungen bieten damit einen anderen Schwerpunkt als die archäologische Zone und das Kunsthandwerk im Ort; planen Sie die Palenques als Besuch in der Umgebung ein.

Für die Anfahrt von Oaxaca-Stadt führt die Route über die Panamericana 190 in Richtung Tehuantepec. Bei Kilometer 39 folgt man der Abzweigung nach Norden bis nach Mitla. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch die aktuellen Besuchszeiten der archäologischen Zone, da sich Angaben dazu ändern können.

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