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Der Árbol del Tule steht im Atrium der Kirche von Santa María del Tule. Mit mehr als 2.000 Jahren gehört der Ahuehuete zu den markanten Bezugspunkten des Ortes; seine Maße und seine Geschichte geben dem Besuch einen ungewöhnlichen Schwerpunkt. Dazu kommen Einblicke in die Ortsgeschichte und in die Kultur des übergeordneten Reiseziels Oaxaca.

Baum und Landschaft von Santa María del Tule

Santa María del Tule liegt südöstlich der Stadt Oaxaca, etwa zehn Kilometer an der Panamericana entlang. Der Árbol del Tule befindet sich an der Straße nach Mitla, etwa zwölf Kilometer von Oaxaca de Juárez entfernt. Der Ort liegt im vom Río Salado bewässerten Valle de Tlacolula.

Der Ahuehuete, auch Sabino genannt, ist etwa 40 Meter hoch, hat einen Umfang von 45 Metern und wiegt ungefähr 636 Tonnen. Die Angaben zu solchen Maßen können je nach Messweise variieren. Wenn Sie den Stamm genauer betrachten möchten, helfen lokale Führer dabei, Formen darin zu erkennen und erzählen Mythen und Legenden über den alten Baum. Prüfen Sie bei Interesse vorab, ob eine Führung verfügbar ist.

Ortsgeschichte und Niño Dormido

Die Siedlung wurde nördlich des Camino Real nach Tlacolula nach den in der Mitte des 16. Jahrhunderts geltenden Planungsnormen der Gesetze von Indien angelegt. Ihre Straßen wurden schnurgerade ausgerichtet. Auf einem Hügel nördlich der Panamericana in Richtung Mitla befindet sich außerdem ein kleines Ensemble vorspanischer Hügel beziehungsweise Erdbauten.

Eine weitere Geschichte ist mit der Skulptur Niño Dormido verbunden. Ihre Herkunft ist unbekannt. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts schenkte eine Privatperson aus Mexiko-Stadt sie dem Templo de Santa María del Tule; dort ist sie seither geblieben. Die bekleidete Skulptur stellt das schlafende Göttliche Kind dar. Gesicht, Füße und Hände sind detailreich gestaltet. Verehrt wird sie von Einwohnern der Gemeinde, von Gläubigen aus anderen Orten sowie von Besuchern und Touristen, die zum Árbol del Tule kommen.

Ältere Einwohner erinnern sich an eine Weihnachtsfeier für Niño Dormido: Mädchen waren als Engel verkleidet, während Frauen das Kind wiegten. Diese Erinnerung ergänzt die Geschichte der Skulptur um eine gemeinschaftliche Tradition, ohne einen heutigen Veranstaltungstermin vorzugeben.

Fiestas und Reiseplanung

Die Fiestas del Árbol del Tule finden am zweiten Montag im Oktober statt. Prüfen Sie den aktuellen Veranstaltungskalender, bevor Sie Ihre Reise nach diesem Termin ausrichten. So können Sie den Besuch des Ortes und eine mögliche Teilnahme an den Fiestas getrennt planen, statt den übrigen Reiseverlauf allein auf ein Veranstaltungsdatum zu stützen.

Kultur im übergeordneten Reiseziel Oaxaca

Oaxaca bietet einen größeren historischen Rahmen für die Reiseplanung. Monte Albán wurde 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Die antike Stadt Mitla wird durch fünf monumentale Architekturgruppen repräsentiert: Grupo del Norte, Grupo de las Columnas, Grupo del Arroyo, Grupo del Adobe beziehungsweise del Calvario und Grupo del Sur. Nach dem Niedergang von Monte Albán im 9. Jahrhundert gewann Mitla an Bedeutung; um 1200 erreichte die Stadt ihre Blütezeit und behielt bis zur spanischen Eroberung ihre Vorrangstellung im Tal von Tlacolula. Diese Stationen eröffnen einen weiteren kulturhistorischen Blick auf Oaxaca, während Árbol del Tule, Niño Dormido und die Geschichte des Orts den lokalen Schwerpunkt bilden.

Weitere Reiseziele entdecken: Santa María del Tule, San Agustín Etla, El Barrio de La Soledad, Santos Reyes Nopala, San Pablo Etla, San Pablo Etla, Santo Domingo Yanhuitlán.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Oaxaca.

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