De Zwaluw ist eine funktionstüchtige Getreidemühle im Zentrum von Hoogeveen. Hier mahlt der Müller traditionell verschiedene Getreidesorten und verkauft sie im Mühlenladen. Das verbindet die Geschichte des Handwerks mit einem konkreten Einblick in die Arbeit an der Mühle. Wer den Laden gezielt besuchen möchte, prüft am besten vorab die aktuellen Besuchsmöglichkeiten.
Geschichte im Stadtbild
Hoogeveen entstand im 17. Jahrhundert als Siedlung von Torfstechern in den Moorgebieten Drenthes. An den früheren Torftransport erinnert De Cascade: Das Wasser-Kunstwerk im Einkaufszentrum von Hoogeveen ist 250 Meter lang und zehn Meter breit. Seine Form verweist auf den früheren Kanal, der dem Transport von Torf diente.
Auch die Grote Kerk erzählt von mehreren Bauphasen. Ihr Bau begann 1651; errichtet wurde die Kirche zwischen 1652 und 1664 im klassizistischen Stil. Zwischen 1766 und 1804 wurde sie dreimal erweitert. Der durchbrochene weiße Dachreiter stammt aus dem Jahr 1720 und beherbergt Glocken aus dem 17. Jahrhundert. An der Schutstraat steht außerdem die ehemalige Synagoge von 1856, die von der Baptistengemeinde genutzt wird.
Ein anderer Zugang zur Geschichte des Untertauchens während des Zweiten Weltkriegs führt über das Onderduikersmuseum de Duikelaar. Ausstellungen und nachgebildete Verstecke erzählen dort von diesem Kapitel der Ortsgeschichte. Auch Nieuwlande und seine Umgebung sind damit verbunden: Für die Hilfe bei der Unterbringung untergetauchter Jüdinnen und Juden erhielten sie eine kollektive Yad-Vashem-Auszeichnung.
Van Gogh auf Routen erleben
Hoogeveen erinnert mit lokalen Wandgemälden sowie Rad- und Wanderrouten an Vincent van Goghs Aufenthalt im Jahr 1883. Die 50 Kilometer lange Radroute „Vincents Aankomst“ beginnt am Bahnhof Hoogeveen. Tafeln, Durchblicktafeln und Hörgeschichten entlang der Route informieren über Van Goghs Zeit in Drenthe. Am Bahnhof gibt es Parkmöglichkeiten und eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr für diese Route.
Für eine kürzere Erkundung der Stadt bietet sich der ausgeschilderte, drei Kilometer lange „City Walk Hoogeveen (Trommelslager)“ an, der Hoogeveens Geschichte vermittelt. Vom Bahnhof aus kann man außerdem an einer geführten Van-Gogh-Wanderung teilnehmen. Das Tourist Info Punt Hoogeveen informiert über Routen, Sehenswürdigkeiten, Tagesausflüge und Veranstaltungen und ist zugleich Ausgangspunkt für einen geführten Stadtspaziergang. Prüfen Sie vorab die aktuellen Termine der geführten Angebote.
Landschaft und Wege
Die Herenplaten des Nuilervelds sind Drenthes neuntes geologisches Denkmal. Sie veranschaulichen, wie Eis, Wind und Wasser die Landschaft geformt haben. Das Nuilerveld ist etwa 60 Hektar groß, wird von Het Drentse Landschap verwaltet und ist größtenteils von einer Flugsandlandschaft geprägt.
Je nach gewünschter Strecke stehen unterschiedliche Routen zur Wahl: Im Waldgebiet Hollandscheveld gibt es eine nicht ausgeschilderte, sechs Kilometer lange Wanderroute. Dort verläuft außerdem die 56 Kilometer lange Radroute „Rond Hoogeveen“. Die ausgeschilderte Wanderroute „Oude Diep“ ist 19 Kilometer lang und führt durch das Spaarbankbos sowie das Naturgebiet Boerenveensche Plassen.
Im Naturgebiet Oude Diep kann man an einem mäandrierenden Bach entlangwandern, der von Heuwiesen, Hecken und Auwald umgeben ist. Das Wasser fließt von Mantinge in Richtung Hoogeveen. Das Spaarbankbos entwickelte sich von einer feuchten Heidefläche zu einem Wanderwald für die Einwohner Hoogeveens. Ein Denkmal dort erinnert an die Stelle, an der am 1. August 1943 fünf Einwohner Hoogeveens von der deutschen Besatzungsmacht erschossen wurden.
Im Erholungsgebiet Schoonhoven liegt der inklusive Erlebnispfad ’t Opgaonde. Die mehr als zwei Kilometer lange Route ist für Rollstühle, Rollatoren und Kinderwagen zugänglich; Rastplätze und Informationselemente greifen Natur und Kulturgeschichte des Gebiets auf. Routenbedingungen und Einrichtungen können sich ändern, deshalb lohnt sich vor dem Aufbruch ein Blick auf die aktuellen Angaben.
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