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Am 8. Juli 1551 heiratete Willem van Oranje in der Sint-Lambertus-Kirche seine erste Frau, Anna van Buren. Diese genau datierte Verbindung gibt der Stadtgeschichte einen konkreten Anker. Die Gemeinde Buren liegt im Herzen der Betuwe; in ihrem Gebiet gibt es ausgedehnte Obstgärten. Historische Spuren und eine Landschaft mit Wasser und Obstbau prägen unterschiedliche Seiten des Reiseziels.

Geschichte in den Straßen von Buren

Ein Stadtrundgang führt zum Weeshuis, zur Mühle Prins van Oranje und zur Sint-Lambertus-Kirche sowie durch das historische Plantsoen. Der Spazierpark entstand um 1860 auf dem Gelände des ehemaligen Burener Schlosses. Das Plantsoen ist ein Rijksmonument – ein niederländisches staatlich geschütztes Denkmal – und verbindet damit die heutige Parkanlage mit der Geschichte des Schlossgeländes.

Auch die Sint-Lambertus-Kirche trägt mehrere historische Zeitmarken: Sie wurde 1367 als Kapelle gegründet und 1395 als dem heiligen Lambertus geweihte Pfarrkirche erwähnt. Neben ihrer historischen Bedeutung hat sie eine Veranstaltungsfunktion; sie kann für Ausstellungen, Konzerte, Lesungen und Workshops gemietet werden. Die Synagoge Buren wurde 1804 eingerichtet. Sie liegt an der Kniphoek im ältesten Teil der Stadt und ist Teil der an die Stadtmauer gebauten Muurhuizen. Heute dient sie als Veranstaltungsort für Ausstellungen, Lesungen, handwerkliche Vorführungen und Workshops.

Im jahrhundertealten, denkmalgeschützten Rathaus am Markt ist seit 1988 das Museum Buren & Oranje untergebracht. Seine Dauerausstellung „600 Jaar Nassau en Oranje ten voeten uit“ zeigt 148 gezeichnete Mitglieder der Statthalter- und Königsfamilie und widmet sich sechs Jahrhunderten Kostümgeschichte. Im Plantsoen erzählt außerdem ein Minimuseum von der Geschichte des ehemaligen Schlosses. Die Dauerausstellung im Eingangsgebäude des allgemeinen Friedhofs zeigt bearbeitete Steinfragmente aus der Sammlung zum Schloss; der Eintritt ist kostenlos.

Die Prins van Oranje ist eine runde steinerne Holländerwindmühle, die 1716 als Getreidemühle errichtet wurde. Dort wird mit zwei Paar Mahlsteinen weiterhin Getreide gemahlen. Im kleinen Laden erhalten Sie selbst gemahlenes Mehl und weitere handwerklich hergestellte Leckereien. So lässt sich ein Bauwerk mit langer Geschichte auch über seine heutige Mühlentätigkeit kennenlernen.

Wasser, Obstgärten und Wege

Das Eiland van Maurik ist ein Gebiet in den Auen des Nederrheins, in dem Natur, Wasser und Erholung zusammenkommen. Dort gibt es einen Strand und Liegewiesen; Schwimmen und Sonnenbaden sind ebenso möglich wie Segeln, Wasserski und Angeln. Die Bedingungen können saisonal variieren. Prüfen Sie vor dem Schwimmen die Wasserbedingungen. Im Wassersportgebiet betreibt die WV Maurik einen ruhigen, geschützten Hafen mit 120 Liegeplätzen.

Die Radroute Water Rijk beginnt und endet am Eiland van Maurik und ist ungefähr 30 Kilometer lang. Sie führt entlang des Nederrheins und des Amsterdam-Rijnkanaals über Deiche sowie an Jachthäfen und Freizeitseengebieten vorbei. Damit verbindet sie eine konkrete Streckenlänge mit Eindrücken von Wasserwegen und Freizeitbereichen. Die ungefähre Distanz ist eine hilfreiche Orientierung für die eigene Tourenplanung, sagt aber nichts über die benötigte Fahrzeit aus.

Auch die Spuren früherer Arbeit an der Landschaft sind sichtbar: Im nahe gelegenen Naturgebiet Tichelgaten erinnern Spuren an den früheren Lehmabbau und die Ziegelherstellung. In den ausgegrabenen Bereichen entstanden Feuchtwiesen, Gebüsche, Erlenwald und Ruderalflächen. Auf dem Teisterbantpad erschließt sich die Landschaft rund um Kerk-Avezaath und Zoelen mit Obstgärten, Stromrücken, Wiesen auf Flusslehmböden, monumentalen Herrenbauernhöfen und dem alten Landgoed Soelen.

Für einen Spaziergang bietet sich Rondje Landgoed Soelen an: Die Wanderroute ist ungefähr drei Kilometer lang und beginnt am Parkplatz hinter Huize Aldenhage an der Achterstraat in Zoelen. Gelbe Markierungen kennzeichnen den Weg. Kasteel Soelen lässt sich bei einem Spaziergang um den Wassergraben besichtigen; das Gelände innerhalb des Grabens ist nicht öffentlich zugänglich. Die Route gilt als besonders geeignet für Spaziergänge mit Kindern. Zum Vergleich: Die erste Etappe des Betuwepads ist 18 Kilometer lang und führt von Tiel über Zoelen und Erichem nach Buren. Die unterschiedlichen Streckenangaben helfen dabei, einen Spaziergang und längere Routen getrennt zu betrachten, statt sie als gleichartige Ausflüge zu planen.

Ein anderer Blick auf die Betuwe führt über den Burensepad: Er verläuft über einen mittelalterlichen Deich, ein Schlossgelände und durch die befestigte Stadt Buren. Wer sich für Landwirtschaft und Naturschutz interessiert, kann bei De Kortenhof auf Anfrage Führungen entlang der Felder und zu den Aktivitäten im landwirtschaftlichen Naturschutz buchen. Im Herbst 2026 bietet das Betuws Wijndomein Weinproben, Kurse, Workshops und kulinarische Erlebnisse mit Wein und Speisen an.

Weitere Reiseziele entdecken: Zoelen, Buren, Lienden, Ingen, Maurik, Asch, Beusichem, Eck en Wiel, Ommeren.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Gelderland.

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