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Im Museonder beginnt die Entdeckung des Nationalparks De Hoge Veluwe unter der Erdoberfläche: Das unterirdische Museum vermittelt Einblicke in Lebewesen von heute und aus der Vergangenheit. Dieser ungewöhnliche Blickwinkel passt zu einer Region, in der Natur und Kultur oft nebeneinanderstehen. Wälder, Heide und Sandverwehungen prägen die Landschaft; Museen und historische Orte eröffnen andere Zugänge zu ihrer Geschichte.

Von der Veluwe bis zur Achterhoek

Zu Gelderlands Besucherregionen zählen die Veluwe, die Achterhoek, die Betuwe, die Region Arnhem und das Rijk van Nijmegen. Die Veluwe umfasst ausgedehnte Wälder, Heideflächen und Sandverwehungen. In der Achterhoek geben kurvenreiche Straßen, Wallhecken und versteckte Landgüter der Landschaft ihren Charakter. Auch lange Radtouren und regionale Produkte gehören zu den dort genannten Entdeckungsmöglichkeiten.

Im Nationalpark De Hoge Veluwe treffen Nadel- und Laubwälder, Heide, Sandverwehungen und landwirtschaftlich genutzte Flächen aufeinander. Der Park umfasst 5.400 Hektar. Zu seinen besonderen Kulturorten gehören das von Berlage entworfene Jagdschloss Sint Hubertus und das Kröller-Müller Museum mit weltberühmter bildender Kunst im und um das Museum. Mehr als 40 Kilometer Radwege führen durch die Landschaft. Für den Besuch des Museums und des Skulpturengartens sollten Sie ungefähr drei Stunden einplanen; der Skulpturengarten umfasst mehr als 200 moderne Werke international renommierter Künstler.

Der Nationalpark Veluwezoom bietet einen weiteren Blick auf die Landschaft: Er umfasst mehr als 5.000 Hektar und ist von Wäldern, Heideflächen, Sandverwehungen, Landgütern und Hügeln geprägt. Von der Posbank sind Ausblicke bis nach Deutschland möglich. Wer Landschaften gern in ihren Einzelheiten vergleicht, findet hier neben Wald und Heide auch stärker hervortretende Höhenzüge und Landgüter.

Museen und lebendige Geschichte

In Gelderland gibt es ungefähr sieben große und 120 kleine Museen, die jeweils ihre eigene Geschichte erzählen. Einen umfangreichen Zugang zur niederländischen Geschichte bietet das Nederlands Openluchtmuseum: In einem 44 Hektar großen Museumspark vermitteln originale Mühlen, Häuser, Bauernhöfe und eine Molkerei historische Lebenswelten. Auch historische Straßenbahnen gehören dazu. Besucher können arbeitende Müller, Schmiede, Drucker und Schaffner erleben und in einem Workshop selbst ein Handwerk erlernen; einzelne Workshops können variieren.

Eine andere historische Spur folgt der römischen Grenze. Das UNESCO-Welterbe Frontiers of the Roman Empire – the Lower German Limes umfasst in Gelderland Bestandteile in den Gemeinden Arnhem, Berg en Dal, Nijmegen, Overbetuwe und Zevenaar. Die Limesroute ist ein 200 Kilometer langer Fernradweg; der Romeinse Limespad ist ein etwa 300 Kilometer langer Fernwanderweg. Beide folgen dem Limes zwischen Katwijk und Nijmegen und führen an mehr als 40 historischen Orten vorbei. Die unterschiedlichen Fortbewegungsarten bieten zwei Perspektiven auf dieselbe historische Linie.

Auch die Wasserverteidigung gehört zum Kulturerbe der Region. Die Dutch Water Defence Lines bilden ein mehr als 200 Kilometer langes System aus Forts, Deichen, Schleusen, Pumpwerken, Kanälen und Überflutungspoldern. Die beteiligten Provinzen sind Noord-Holland, Gelderland, Noord-Brabant und Utrecht. Der Gelderland betreffende Abschnitt der Hollandse Waterlinies verläuft auf ungefähr 35 Kilometern durch das Rivierengebied, von Fort Everdingen bis zur Batterij onder Poederoijen.

Wandern und mit dem Rad unterwegs

Auch kürzere regionale Wanderentscheidungen lassen sich anhand konkreter Strecken treffen. De Hoofdige Boer führt auf 21,3 Kilometern von der alten Hansestadt Zutphen durch eine abwechslungsreiche Landschaft mit Landgütern bis nach Almen. Verscholen Dorp ist ein 20,4 Kilometer langer Tageswanderweg durch ausgedehnte Wälder in der Nähe von Vierhouten. Die Strecken sind ähnlich lang, setzen aber unterschiedliche Landschaftsschwerpunkte: hier Landgüter und der Weg von Zutphen nach Almen, dort ausgedehnte Wälder bei Vierhouten. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die jeweilige Routenbeschreibung auf aktuelle Änderungen.

Gelderland gilt als Fahrrad- und Wanderprovinz mit abwechslungsreichen Landschaften, gut unterhaltenen Radwegen und besonderen Wanderrouten. Das Hauptradwegenetz verbindet Städte, Dörfer und wichtige Einrichtungen. Seine Schnellradwege sind breit, komfortabel befestigt und weisen wenige Hindernisse auf; nach Möglichkeit haben Radfahrer Vorfahrt. Zu den fertiggestellten Schnellradwegen zählen das MaasWaalpad zwischen Cuijk und Nijmegen sowie die F348 zwischen Arnhem und Velp. Prüfen Sie die aktuellen Routenbedingungen, wenn Sie eine konkrete Fahrt planen.

Für eine weitere Art von Naturerlebnis sorgt Apenheul: In Bereichen des Parks bewegen sich Affen frei. Der Park ist hügelig und mit Ausnahme des Apenboompad sowie einer Brücke im Freilaufbereich der François-Languren und Mantelaffen für Rollstuhlfahrer zugänglich. Da sich Zugänglichkeit und einzelne Besucherbedingungen ändern können, empfiehlt es sich, die Angaben vor dem Besuch noch einmal zu prüfen. So lässt sich ein Ausflug passend zu den eigenen Interessen planen, ob der Schwerpunkt auf Landschaft, Kunst, Geschichte oder Bewegung liegt.

Weitere Reiseziele entdecken: Emst, Lochem, Overbetuwe, Doesburg, Berkelland, Barneveld, Neerijnen, Zevenaar, Aalten, Lingewaal, Oldebroek, Elburg, Bronckhorst, Ede, Apeldoorn, Arnhem, Beuningen, Brummen, Buren, Culemborg, Doetinchem, Druten, Duiven, Epe, Ermelo, Geldermalsen, Groesbeek, Harderwijk, Hattem, Heerde, Heumen, Lingewaard, Lochem, Maasdriel, Millingen Aan De Rijn, Montferland, Neder-Betuwe, Nijkerk, Nijmegen, Nunspeet, Oost Gelre, Oude Ijsselstreek, Putten, Renkum, Rheden, Rijnwaarden, Rozendaal, Scherpenzeel, Tiel, Ubbergen, Voorst, Wageningen, West Maas En Waal, Westervoort, Wijchen, Winterswijk, Zaltbommel und Zutphen.

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