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Im Wekeromse Zand liegen Naturbeobachtung und Spuren früherer Besiedlung als zwei unterschiedliche Seiten eines Landschaftserlebnisses nebeneinander. Das 500 Hektar große Sandgebiet wird durch freilaufende Mufflons erhalten. Mehrere markierte Wanderwege erschließen das Gebiet; mit Geduld und Glück lassen sich von der frei zugänglichen Wildbeobachtungspost Rehe, Füchse oder Dachse beobachten.

Heide, Sand und Wildtiere

Auch De Ginkel zeigt verschiedene Landschaftsformen: Wald, Tümpel und die ausgedehnten Heideflächen der Eder Heide und der Ginkelse Heide gehören zu diesem Gebiet. Es ist Lebensraum für Rothirsche, Wildschweine, Schafe und Rehe. Die Edese Schaapskudde hält durch ihre Beweidung die Heideflächen offen und verhindert so, dass Bäume und Sträucher die Landschaft überwuchern.

Wer sich für Naturführungen interessiert, findet im Wekeromse Zand regelmäßig Führungen mit pädagogischen Förstern. Termine können sich ändern; informieren Sie sich daher vor der Planung über das aktuelle Angebot. Eine besondere Zugangsregel gilt für die Wildkansel De Hindekamp: Sie ist nur in Begleitung eines Guides des Natuurcentrum De Ginkel zugänglich. Prüfen Sie diese Voraussetzung vor dem Besuch.

Spuren aus der Eisenzeit

Im Wekeromse Zand wurden Pfostenspuren von Bauernhöfen aus der Eisenzeit gefunden. Nach diesem Muster sind dort ein Bauernhof und ein Spieker rekonstruiert worden – ein Spieker ist ein Vorratsschuppen. So begegnen Sie an einem Ort sowohl archäologischen Spuren als auch Gebäuden, die anhand dieser Funde gestaltet wurden. Auf dem rekonstruierten eisenzeitlichen Bauernhof bietet eine Aussichtsplattform einen Blick auf die Umgebung.

Die etwa 2,5 Kilometer lange Celtic-fields-route führt an einem Feld mit germanischen Ackerparzellen und einem Brunnen vorbei. Sie verbindet damit eine überschaubare Streckenangabe mit konkreten Einblicken in die frühere Nutzung der Landschaft. Die Route ist deutlich kürzer als die 8 Kilometer lange Wanderroute Planken Wambuis – ein nützlicher Unterschied, wenn Sie den Umfang Ihrer Wanderung planen möchten.

Wanderwege und unterschiedliche Landschaften

Planken Wambuis führt über Heide, Flugsand, Grasland, Ackerland und durch Wald. Im Gebiet gibt es außerdem einen Wildbeobachtungsschirm und mehrere Aussichtspunkte, an denen sich Weidetiere und Wild beobachten lassen. Wer die Landschaft lieber auf andere Weise erkunden möchte, kann Planken Wambuis auch mit einer Huifkar, einem Pferdewagen, erleben; die Buchungsverfügbarkeit kann sich ändern.

Fünf markierte Wanderwege gibt es im Luntersche Buurtbosch und rund um die Goudsberg. Der Meulunterenpad führt durch das Umland von Lunteren: über Sandwege, durch Weiden, entlang von Bächen und über alte Ackerflächen. Bei Broeksteeg nutzt er einen alten Kirchenpfad, einen von vielen Kirchenpfaden in Lunteren. Zustiegspunkte liegen am Bahnhof Lunteren und an der Kreuzung von Vijfsprongweg und Hoge Valksedijk in De Valk, beim eisenzeitlichen Bauernhof. Da sich Zugangsregelungen ändern können, prüfen Sie die Routenangaben vor dem Start.

Auch für selbst zusammengestellte Wanderungen gibt es Orientierung: In Ede können Sie anhand von Knotenpunkten eine Strecke wählen und ihre Länge selbst bestimmen. Im Het Nationale Park De Hoge Veluwe gibt es zudem 45 Kilometer Reitweg. So reichen die beschriebenen Möglichkeiten von markierten Wanderungen über selbst gewählte Strecken bis zu Wegen für den Reitsport.

Museen und Erinnerungsorte

Die Museen setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Die Dauerausstellung des Museum Lunteren vermittelt die Geschichte von Lunteren. Zu seiner Sammlung gehören zahlreiche Fotos und Ansichtskarten über den Ort sowie weitere Objekte, die in wechselnden Ausstellungen gezeigt werden. Im Kijk en Luistermuseum stehen mechanische Musikautomaten aus dem 19. Jahrhundert im Mittelpunkt. Bei Führungen demonstriert ein Guide mehrere Instrumente; außerdem zeigt das Museum ein funktionierendes Harmonium Amabile. Weltweit gibt es noch drei funktionierende Exemplare dieses Harmoniums.

Das Museum Deelen zeigt eine Sammlung zur Geschichte des benachbarten Flugplatzes Deelen und widmet dem Luftkrieg von 1940 bis 1945 breite Aufmerksamkeit. Militärgeschichte ist auch Thema im Oorlogs- en Garnizoensmuseum Ede, das die Garnison Ede und Ede während des Zweiten Weltkriegs behandelt. Auf der Ginkelse Heide erinnert das Airborne-monument an die Luftlandungen britischer Fallschirmjäger am 17. und 18. September 1944.

Für Kunst und Gestaltung bieten weitere Sammlungen andere Blickwinkel: Das Kröller-Müller Museum besitzt eine bedeutende Sammlung von Werken Vincent van Goghs; sein Skulpturengarten umfasst mehr als 160 Skulpturen, wobei sich die Präsentation ändern kann. Das Nederlands Tegelmuseum zeigt niederländische Wandfliesen und Fliesenbilder von der späten mittelalterlichen Zeit bis zur zeitgenössischen Keramik. Welche Themen Sie wählen, hängt so nicht nur davon ab, ob Sie sich für Natur oder Geschichte interessieren, sondern auch davon, welche Sammlung Sie genauer kennenlernen möchten.

Anreise und Reiseplanung

Ede liegt in Gelderland, zentral in den Niederlanden, und ist mit dem Auto über die A12 oder die A30 gut erreichbar. Die Buslinie 106 fährt zwischen Ede und dem Zentrum des Het Nationale Park De Hoge Veluwe. Unterwegs hält sie auch am Eingang Otterlo sowie am Kröller-Müller Museum. Wenn Sie den Bus für Ihre Planung nutzen, prüfen Sie vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan.

Weitere Reiseziele entdecken: Harskamp, Lunteren, Otterlo, Ede, Bennekom, Wekerom, Ederveen, Doesburg.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Gelderland.

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