Millingen aan de Rijn liegt an der Stelle, an der der Rhein in die Niederlande eintritt und sich in Waal und Pannerdensch Kanaal teilt. In der Umgebung wird die Flusslandschaft durch die Millingerwaard besonders anschaulich: Dort wechseln sich Auwälder, Sumpfgebiete, artenreiche Grasländer, Teiche und Flussdünen ab. Das Gebiet gehört zum Natura-2000-Gebiet Gelderse Poort entlang des Flusses. Wilde Pferde und Rinder streifen frei umher und halten die Vegetation kurz und abwechslungsreich.
Wandern zwischen Flussauen und Dörfern
Für Wanderungen stehen unterschiedliche Distanzen und Formate zur Wahl. „Rondje Pontje Te Voet“ ist eine Rundwanderung von mehr als 12 Kilometern; Millingen aan de Rijn wird als Start empfohlen, und dort beginnt die Wanderung an der Fähre zum gegenüberliegenden Ufer. Die Fähre nach Pannerden ist für Fußgänger und Radfahrer bestimmt. Ein großer Teil der Runde führt durch das Umland, teils über Deiche, teils durch Dörfer. Die Route ist auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität zugänglich.
Die 17. Etappe des Pieterpad bietet eine andere Streckenlänge: Sie führt bei Millingen durch die Flusslandschaft in Richtung Groesbeek und ist 20 Kilometer lang. Im Umland verläuft der Weg in Richtung Leuth an De Plezenburg vorbei, einem alten Terpbauernhof aus dem Jahr 1810. Damit lassen sich eine Rundwanderung von mehr als 12 Kilometern und eine 20 Kilometer lange Etappe als unterschiedliche Wanderoptionen einordnen. In der Millingerwaard hängt die Zugänglichkeit für Wanderer vom Wasserstand des Flusses ab; bei höherem Wasser können Wege wie „de drempel“ und die wandelkade überflutet werden. Berücksichtigen Sie diese Bedingung bei Ihrer Planung.
Natur mit unterschiedlichen Schwerpunkten erleben
Die Hörroute „Het verhaal van de Millingerwaard“ vermittelt beim Wandern durch das Gebiet mit 14 Hörfragmenten Geschichten über Tiere und Naturelemente. Die Fragmente beginnen an verschiedenen Stellen über Schilder mit QR-Codes. Eine andere Form ist „Expeditie Millingerwaard“: Der morgendliche geführte Ausflug führt mit einem Guide von Staatsbosbeheer durch die Millingerwaard; dazu gehört die Suche nach Biberspuren. So können Sie zwischen einer Hörroute mit mehreren Stationen und einer geführten Naturerkundung wählen.
Radstrecken ab Millingen
Die erste „Steengoed“-Radroute führt von Millingen aan de Rijn durch die Ooijpolder nach Nijmegen. Ihr Startpunkt ist der Parkplatz an der Zeelandsestraat bei Fahrradknotenpunkt 94. Eine weitere Möglichkeit ist die Radroute „Kunstgeheimen: Nijmegen – Millingen aan de Rijn“, die in der Ooijpolder am Telpost Millingen vorbeiführt. Die Beschreibungen geben Ihnen unterschiedliche Anhaltspunkte für die Streckenwahl: Bei „Steengoed“ ist der Verlauf zwischen den Orten genannt, bei „Kunstgeheimen“ ein Punkt entlang der Route.
Kirchen und Ortsgeschichte
Auch die Baugeschichte bietet verschiedene Themen. Die römisch-katholische Pfarrkirche Sint Antonius van Padua wurde 1913–1914 an der Stelle der vollständig abgebrochenen mittelalterlichen Kirche nach einem Entwurf des Architekten W.A.M. te Riele Gzn. erbaut. Sie ist eine dreischiffige Kreuzbasilika im neugotischen Stil. Das Zalmkerkje in Millingen aan de Rijn entstand 1880 für die bescheidene protestantische Bevölkerung in Millingen und den umliegenden Dörfern. Seit 2023 liegt die Verwaltung des Zalmkerkje in den Händen der Stichting Zalmpodium. Die beiden Baugeschichten unterscheiden sich damit sowohl in ihrer Architektur als auch in ihrem jeweiligen Anlass.
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