Nijmegen zeigt sich auf mehreren Wegen: über römische Geschichte, die besondere Bauform einer Bastei, Ausstellungen und selbstständige Touren. Dazu kommen eine Dauerausstellung zu Arten in vier verschiedenen Lebensräumen sowie eine grenzüberschreitende Radroute.
De Bastei: Geschichte im Bauwerk
Museum De Bastei befindet sich in der einzigen noch bestehenden Bastei der Niederlande. Beim Bau erhielt sie den Namen De Stratemakerstoren. Auch die Konstruktion ist konkret beschrieben: Vierzehn Schießöffnungen sind durch einen Kanonengang miteinander verbunden und münden in zwei Kasematten. Damit besteht die Bastei nicht nur aus einem historischen Namen, sondern aus einer klar gegliederten Anlage mit mehreren miteinander verbundenen Bauteilen. Museum De Bastei präsentiert außerdem archäologische Überreste in situ. Diese Form der Präsentation setzt einen anderen Akzent als die Betrachtung einzelner Fundstücke: Die Überreste bleiben an ihrem ursprünglichen Ort sichtbar.
Stadt, Endmoränenrücken und Fluss in einer Ausstellung
Die Dauerausstellung Schatkamer van de Rivier widmet sich der Vielfalt der Arten in der Stadt, auf dem Endmoränenrücken, in den Überschwemmungsgebieten und im Fluss. Die vier Lebensräume gehören ausdrücklich zum Thema der Ausstellung. So steht neben Bau- und Stadtgeschichte auch die Natur in unterschiedlichen Landschaftsräumen auf dem Programm. Wer Nijmegen über mehr als seine historischen Orte kennenlernen möchte, findet hier einen eigenen thematischen Zugang, der Stadt und Landschaft umfasst.
Römische Geschichte in verschiedenen Zusammenhängen
Am Valkhof gründeten die Römer die Hauptstadt der Bataver. Der Ort der Valkhofkapel wurde strategisch zunächst von den Batavern und später von den Römern genutzt. Das Valkhof Museum zeigt römische archäologische Funde, darunter eine kalksteinerne Göttersäule und einen römischen Kampfhelm aus dem ersten Jahrhundert. Das Museum ist seit Samstag, dem 6. Juni 2026, für die Öffentlichkeit zugänglich; prüfen Sie vor Ihrer Anreise die aktuellen Öffnungsmodalitäten. Der Valkhofpark ist der älteste Park Nijmegens und ergänzt die Themenpalette um einen eigenständigen grünen Ort.
Zu Fuß, interaktiv oder auf dem Rad
Die Stadswandeling Nijmegen ist ein fünf Kilometer langer, selbstständig begehbarer Rundgang durch die Kulturgeschichte der Stadt. Diese reicht bis zur römischen Ansiedlung vor etwa 2.000 Jahren zurück. Die Strecke verbindet damit eine konkrete Distanz mit einem historischen Schwerpunkt, ohne dass Sie sich einer geführten Tour anschließen müssen. Eine andere Form des Draußenseins bietet Expeditie ribbelroute: Die interaktive Outdoor-Erfahrung mit Augmented Reality führt durch das Stadtzentrum von Nijmegen. Für Expeditie in het donker können Besucher online buchen; anschließend erwartet sie ein Guide.
Die Via Romana erweitert den Blick über Nijmegen hinaus: Die grenzüberschreitende Fahrradroute verläuft zwischen Nijmegen und Xanten entlang der jahrhundertealten römischen Limesstraße. Der selbstständige Rundgang durch die Stadt und diese Route unterscheiden sich somit in ihrer Form und ihren Endpunkten. Wenn Sie Nijmegen als Unterkunftsort wählen, kann diese Unterscheidung bei der Planung helfen: ein Rundgang durch die Kulturgeschichte oder eine Fahrradroute zwischen zwei Städten.
Anreise und praktische Orientierung
Nijmegen ist mit vielen Zug- und Busverbindungen gut an den öffentlichen Verkehr angebunden. Prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Fahrpläne. Im Stadtzentrum und am Bahnhof gibt es kostenlose, bewachte Fahrradabstellanlagen; informieren Sie sich vorab über ihre aktuelle Verfügbarkeit. Diese Angaben helfen, die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad in die Planung einzubeziehen, ohne die unterschiedlichen Ausflugsformen zu einer festen Route zusammenzufassen. Für Hotels in Nijmegen können Sie daher zunächst entscheiden, ob Stadtgeschichte, Ausstellungen oder Radfahren den Aufenthalt prägen sollen.
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