Ein schiefer Turm ist ein markantes Detail der Lichtenvoorder Ortsgeschichte. Kirchen, das Bloemencorso und Street-Art ergänzen den kulturellen Blick auf den Ort. Einen landschaftlichen Gegenpol bietet der Wentholtpark: Der öffentlich zugängliche, etwa 10 Hektar große Park verbindet das Zentrum mit dem Umland an der Südseite Lichtenvoordes in Richtung des benachbarten Aalten.
Baugeschichte und Merkmale am Markt
Der Scheve toren in Lichtenvoorde ist ungefähr 58 Meter hoch und wurde im 15. Jahrhundert erbaut. Wegen der Absenkung des Untergrunds steht er mehr als zwei Meter aus dem Lot. Die Johanneskerk hat mittelalterliche Ursprünge; die römisch-katholische Bonifatiuskerk stammt aus dem Jahr 1912.
Auf dem Markt befindet sich die Lichtenvoordse Koningssteen, ein Findling von etwa 20.000 Kilogramm. Das Richtershuis am Markt zählt zu den ältesten Gebäuden Lichtenvoordes und lässt sich bei einem Spaziergang durch das Zentrum von außen besichtigen. Am selben Markt kommen damit ein Findling und ein historisches Gebäude als unterschiedliche Ortsmerkmale zusammen.
Bloemencorso: Geschichte und Kulturerbe
Auch beim Bloemencorso lohnt die zeitliche Unterscheidung: Das offizielle Startjahr ist 1929; eine frühere Form kehrte bereits ab 1926 jährlich wieder. Das Bloemencorso steht im Nationalen Inventar des immateriellen Kulturerbes der Niederlande sowie auf der Repräsentativen UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit. Die beiden Listen ordnen den Brauch in einen nationalen und internationalen Kulturerbekontext ein.
Wentholtpark: Tiere und Spiel
Auf der Dierenweide im Wentholtpark können Kinder während der Öffnungszeiten mit ihren Eltern zwischen den Tieren umhergehen, sie streicheln und mit ihnen kuscheln; manchmal dürfen sie auch beim Füttern helfen. Dort leben etwa 10 bis 15 Hirsche, außerdem Alpakas und zwei Gänse. Da sich die Öffnungszeiten ändern können, prüfen Sie diese am besten vor Ihrer Anreise.
Im selben Park befindet sich die Cool-Nature-Spielstätte, ein natürlicher Spielplatz für Kinder jeden Alters. Die Angebote unterscheiden sich im Schwerpunkt: Auf der Dierenweide geht es um die Begegnung mit Tieren, bei Cool Nature um einen natürlichen Spielplatz für alle Altersgruppen.
Street-Art und Radfahren
Im Zentrum und darüber hinaus gibt es Wandbilder und Street-Art von nationalen und internationalen Künstlern. Die vollständige Street-Art-Route erhalten Sie bei der VVV in Lichtenvoorde; Führungen sind auf Anfrage möglich. So stehen Kunst im Ort und ein geführter Blick auf die Arbeiten als unterschiedliche Möglichkeiten zur Auswahl.
Im Vergleich dazu führt die Fahrt vom Zentrum mit dem Fahrrad direkt ins Umland, vorbei an Wiesen, Wallhecken und ruhigen Landstraßen. Die Umgebung Lichtenvoordes ist außerdem an das umfangreiche Fahrradknotenpunktnetz der Achterhoek angeschlossen. Das Stenen Museum Winkeltje bietet frei zugängliche Beratungen und Workshops zu Spiritualität und persönlicher Entwicklung an – ein eigener thematischer Akzent neben Baugeschichte, Street-Art und Natur.
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