Westervoort verbindet Naturbeobachtung und Wanderwege mit einer vielschichtigen Geschichte von Bauwerken und Wasseranlagen. Das Naturgebiet Driegaarden liegt am Ortsrand nahe der IJssel; historische Orte wie die Sint-Werenfriedkerk, Huize Vredenburg und Fort Geldersoord ergänzen den Blick auf die Landschaft. So können Sie Ihren Aufenthalt nach eigenen Interessen ausrichten: mit Zeit im Grünen, einer Wanderung oder einem Schwerpunkt auf Geschichte.
Natur und Wasserlandschaft
Driegaarden liegt am Rand von Westervoort in der Nähe der IJssel. Ein Spaziergang bergauf bietet einen weiten Blick über die Umgebung. Auch Naturbeobachtung gehört zu den Möglichkeiten: Störche, Reiher und Kormorane lassen sich dort beobachten; Eisvögel können sich zeigen und hören lassen. Die Artenvielfalt macht Driegaarden zu einem eigenen Schwerpunkt für alle, die bei einem Besuch auch auf die Tierwelt achten möchten.
Die Schans ist heute sowohl binnen- als auch außendeichs anhand von Höhenunterschieden und Rekonstruktionen noch erkennbar. Ein Abschnitt des Pleijdijks folgt außendeichs einem Bastionsrest des ehemaligen Forts Geldersoord. Diese Spuren erzählen von der früheren Nutzung der Landschaft, ohne dass die Geschichte nur an einem einzelnen Bauwerk abzulesen ist.
Auch die Hondsbroeksche Pleij gehört zur Landschaft bei Westervoort: Sie liegt an der Stelle, an der sich Nederrijn und IJssel teilen. Der Name des Flusses und die Lage am Teilungspunkt geben diesem Bereich einen besonderen geografischen Bezug. Für eine andere Perspektive auf die Wasserlandschaft führt die Route Rondje Westervoort zum Verteilbauwerk und zum Teilungspunkt von Rijn und IJssel; dort bietet sich ein schöner Blick über den Rhein.
Routen mit unterschiedlichem Profil
Der zwölf Kilometer lange Klompenpad-Wanderweg Pleijenpad führt durch die Auen, den Horsterpark und landwirtschaftlich genutztes Gebiet im Außenbereich von Westervoort. Damit verbindet er mehrere Landschaftseindrücke auf einer Wanderroute. Planen Sie für die Strecke einen eigenen Abschnitt Ihres Besuchs ein und prüfen Sie vor dem Wandern die Routenbedingungen und -details.
Die Route Rondje Westervoort verläuft überwiegend über Radwege. Ihr beschriebenes Ziel ist das Verteilbauwerk am Teilungspunkt von Rijn und IJssel, von wo aus sich der Blick über den Rhein öffnet. Im Vergleich zum Pleijenpad liegen hier andere Merkmale im Vordergrund: beim einen die Länge und der Wechsel durch Auen, Park und landwirtschaftlich genutztes Außenland, bei der anderen Route der Verlauf über Radwege und der Blick am Wasserbauwerk.
Bauwerke und Geschichte
Die Sint-Werenfriedkerk gilt als ältestes Denkmal von Westervoort. Ihre heutige Pseudobasilika stammt aus dem Jahr 1475; zwischen 1854 und 1857 wurde die Kirche umfassend restauriert. Die beiden Zeitangaben markieren unterschiedliche Kapitel ihrer Baugeschichte: die Entstehung der heutigen Bauform und eine spätere umfassende Restaurierung.
Huize Vredenburg wurde erstmals 1440 erwähnt und war damals eine Havezate, also ein Wohnsitz eines Angehörigen der anerkannten Ritterschaft. Zum historischen Bezug kommt eine gegenwärtige kulturelle Nutzung hinzu: In Huize Vredenburg finden regelmäßig Ausstellungen und Konzerte statt. Wenn Sie einen Besuch daran ausrichten möchten, prüfen Sie die jeweiligen Termine vorab.
Fort Geldersoord wurde zwischen 1741 und 1742 errichtet, um eine Einlassschleuse zu schützen. Durch diese Schleuse konnte Wasser aus dem Rhein eingeleitet werden, um das Gebiet zwischen Westervoort und Doesburg zu überfluten. So lässt sich die Anlage als Teil der historischen Wasserverteidigung verstehen: Fort, Schleuse und der geplante Einsatz des Wassers gehörten zu einem gemeinsamen Zweck. Zusammen mit den sichtbaren Spuren an Schans und Pleijdijk eröffnet diese Geschichte einen weiteren Zugang zur Landschaft.
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