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An Groningens Wattenmeerküste prägen weite Ausblicke, robuste Deiche und artenreiche Salzwiesen das Landschaftsbild. Mit den Gezeiten verändert sich die Küste ständig. Daneben laden historische Orte und Museen dazu ein, verschiedenen Spuren der Vergangenheit zu folgen: von einer Festung, in der das Jahr 1742 erlebbar wird, bis zu Ausstellungen über regionale Geschichte und den Alltag um 1900.

Gezeiten, Deiche und eine veränderte Landschaft

Im Nationalpark Lauwersmeer können Sie die Landschaft zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem Boot erkunden. Auch ihre Geschichte erzählt von Wandel: Im Gebiet des Nationalparks bestand früher eine offene Verbindung zur Waddenzee. Aus Angst vor Überschwemmungen wurde 1969 ein Damm gebaut; in der Folge entwickelte sich eine neue Landschaft. An der Wattenmeerküste wiederum prägen die Gezeiten den Wechsel. Bei trocken gefallenem Watt ist ein Spaziergang auf dem Meeresboden möglich. Richten Sie die Planung dafür nach den Gezeiten und den Sicherheitsbedingungen aus.

Wer sich für eine längere Verbindung zwischen Naturgebieten interessiert, findet sie in der LF Kustroute: Sie verbindet in Groningen die beiden Naturgebiete Lauwersmeer und Dollard. Für Radtouren umfasst das Fahrradnetzwerk Groningen in der Provinz Hunderte Kilometer an Radwegen. Prüfen Sie für eine konkrete Tour die aktuelle Streckenführung und Beschilderung.

Festungen, Borgs und Gartendetails

In der Vesting Bourtange wird das historische Jahr 1742 auf authentische Weise erlebbar. Zur Festung gehört ein Verteidigungswerk, das im Auftrag von Willem van Oranje angelegt wurde. Eine interaktive AR-Tour bietet dort eine weitere Möglichkeit, sich mit dem Ort zu beschäftigen. Für Rollstuhlnutzer ist die Zugänglichkeit ebenfalls relevant: Ein großer Teil der historischen Gebäude und der Wälle ist zugänglich.

Die jahrhundertealte Fraeylemaborg in Slochteren beherbergt ein Museum und gehört zu einem Landgut mit einem einzigartigen Park. Sie können das Museum besuchen und durch den Park spazieren. Dieser ist das ganze Jahr über von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet, ausgenommen an Veranstaltungstagen. Prüfen Sie für Ihre Planung, ob ein Veranstaltungstag in den Besuch fällt.

Die Menkemaborg wurde im 14. Jahrhundert erbaut und 1927 als Museum eröffnet. Ein besonderes Detail der Anlage liegt hinter dem Schathuis, dem ehemaligen Bauernhof neben der Menkemaborg: Dort befindet sich ein formaler Küchengarten mit Beeten für Gemüse und Kräuter. So stehen an diesem Ort die Baugeschichte und ein klar gegliederter Garten als unterschiedliche Aspekte nebeneinander.

Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln

Das Museum Borg Verhildersum vermittelt die Geschichte Groningens an der Wattenmeerküste aus der Perspektive des Adels, der Bauern und der Landarbeiter. Das Openluchtmuseum Het Hoogeland setzt einen anderen Schwerpunkt: Anhand historischer Gebäude, von denen die meisten noch an ihrem ursprünglichen Standort stehen, vermittelt es einen Eindruck vom Alltagsleben um 1900. Die Gegenüberstellung dieser Themen eröffnet unterschiedliche Fragen an die Vergangenheit: Wer erzählt regionale Geschichte, und wie sah der Alltag aus?

Natur zum Beobachten und Mitmachen

In der Feldstation des WEC können Besucher selbst Daten sammeln, Experimente durchführen und Organismen untersuchen. Außerdem können sie dort Küstenvögel verfolgen. Das WEC ist ein interaktives Erlebnis für Jung und Alt. Damit reicht das Naturerlebnis von der Beobachtung draußen bis zu einer praktischen Auseinandersetzung mit Organismen und Daten.

Praktische Orientierung

Von Groningen aus erreichen Sie die Menkemaborg mit dem Zug in Richtung Roodeschool bis zum Bahnhof Uithuizen; von dort sind es zehn Minuten zu Fuß. Prüfen Sie vor der Fahrt den Fahrplan. Die verschiedenen Eindrücke in Groningen lassen sich nach Ihren Interessen auswählen: Küstenlandschaft und Gezeiten, Wege durch den Nationalpark, historische Gebäude oder Museen mit ihren unterschiedlichen Perspektiven.

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