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Appingedam erzählt Stadtgeschichte durch Bauwerke und Wasserwege. Die ältesten Teile des Damsterdiep wurden vor dem Jahr 1000 angelegt und verschafften der Stadt eine offene Verbindung zum Meer. Besonders anschaulich ist, wie sich Wohnen und Wasser hier begegnen: Die Hangenden Keukens ragen wie Erker über das Damsterdiep. Ihre Entstehung hängt mit ehemaligen Lagerhäusern zusammen, die zu Wohnhäusern umgebaut wurden. Weil der Platz knapp war, errichtete man die Küchen über dem Wasser.

Kirche, Museum und Synagoge

Das Museum Stad Appingedam ist in zwei historischen Gebäuden im Zentrum untergebracht. Auch die Nicolaïkerk liegt im Zentrum. Sie wird ebenfalls Nicolaaskerk genannt und ist eine romanogotische Hallenkirche; ihr ältester Teil entstand zu Beginn des 13. Jahrhunderts. Neben Gottesdiensten wird die Kirche für Konzerte, Ausstellungen und Vorträge genutzt. So bietet sie neben ihrer Baugeschichte auch einen Rahmen für verschiedene Veranstaltungen.

Eine weitere historische Station ist die Synagoge von Appingedam. Sie wurde 1801 erbaut und ist die älteste Synagoge der Provinz Groningen. Appingedam besitzt zudem neben der Stadt Groningen als einziger Ort in der Provinz mittelalterliche Stadtrechte. Diese beiden Fakten setzen die Geschichte des Ortes in einen größeren zeitlichen Rahmen: von den ältesten Teilen des Damsterdiep über die mittelalterlichen Rechte bis zu einem Bauwerk aus dem 19. Jahrhundert.

Sammlungen und Ausstellungen

Die Groninger Zilverkamer besitzt eine umfangreiche Silbersammlung mit Objekten aus dem 17. bis einschließlich 20. Jahrhundert. Gelegentlich kommen Vorträge, Workshops, Meisterkurse und Silberwochenenden hinzu. Das Museum Mohlmann setzt mit drei Ausstellungen pro Jahr einen anderen Akzent. Dazu gehört die Onafhankelijke Realisten tentoonstelling, die seit 1998 jährlich stattfindet. Wenn Sie zwischen diesen Kulturangeboten wählen, unterscheiden sich damit auch die Schwerpunkte: hier Silberobjekte aus mehreren Jahrhunderten, dort ein wiederkehrendes Ausstellungsformat.

Zu Fuß, mit dem Rad oder auf dem Wasser

Für einen Rundgang durch die Stadt gibt es eine Broschüre, die an Informationsstellen der Stadt erhältlich ist. Als Audiovariante bietet sich der Podwalk „Verhalen van Appingedam“ an: Der Audioweg lässt sich über eine digitale Karte verfolgen und kann an der Nicolaïkerk beginnen. Eine weitere Möglichkeit ist die Route „Stadswandeling Appingedam“. Sie ist für Menschen mit eingeschränkter Mobilität geeignet, führt aber auch über einen Abschnitt mit verdichtetem Sand und über einige Holzbrücken. Wenn es auf die Zugänglichkeit ankommt, empfiehlt sich eine örtliche Prüfung der aktuellen Routenbedingungen.

Die angegebenen Routen unterscheiden sich deutlich in ihrer Länge und Aktivität. „Ekenstein en Rusthoven“ ist eine 7 km lange Wanderroute, die für Appingedam angegeben wird. Die Fahrradroute „Welkom op de wierde: van kerken en kloosters tot de kust“ ist mit 56,8 km angegeben. Der Vergleich hilft bei der Wahl des Streckenmaßstabs, sagt für sich genommen aber nichts über benötigte Zeit oder Schwierigkeitsgrad aus.

Auch eine Rundfahrt gehört zu den möglichen Aktivitäten: Das Damsterveer fährt von April bis September eine etwa einstündige Runde vom Jachthafen durch die Wasserwege von Appingedam. Die Anlegestelle liegt bei der Musikmuschel hinter der Nicolaïkerk. Da das Angebot saisonal ist, prüfen Sie vor der Reise die Abfahrten. Der Jachthafen liegt zwischen dem historischen Stadtzentrum und dem Overdiep-Einkaufsbereich.

Anreise und Orientierung

Appingedam ist mit den Buslinien 6 und 41 erreichbar und verfügt über einen Bahnhof mit Zugverbindungen. Für die Planung Ihrer Anreise sollten Sie die aktuellen Verbindungen prüfen, da sich Fahrpläne ändern können. Vor Ort geben die genannten Rundgänge, Routen und die Fahrt auf dem Damsterdiep unterschiedliche Möglichkeiten, die Stadtgeschichte zu entdecken; sie unterscheiden sich dabei klar nach Fortbewegungsart und Streckenlänge.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Appingedam.

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