Am alten Binnenhafen von Zoutkamp steht das Visserijmuseum in einem ehemaligen monumentalen Betonningsloods von Rijkswaterstaat. Der Binnenhafen dient heute als Freizeithafen. So begegnen sich an einem Ort die Geschichte der Fischerei und die heutige Nutzung des Hafens. Zoutkamp liegt außerdem am Fuß des Nationaal Park Lauwersmeer; Wasser und Landschaft gehören zu den wichtigsten Themen für die Reiseplanung.
Fischerei und Ortsgeschichte
Ein besonders konkreter Einblick in das frühere Leben ist Siegerlida’s Hoeske: Das originalgetreu wiederaufgebaute Fischerhaus ist mit einer Einrichtung um 1900 versehen und zeigt, wie die Menschen früher lebten und arbeiteten. Im Museum gibt es zudem einen touristischen Informationspunkt. Er informiert über Rad-, Wander- und Fahrrouten sowie über Sehenswürdigkeiten in der Umgebung.
Auch das Straßenbild erzählt von Zoutkamps Vergangenheit. Die 1576 von spanischen Soldaten errichtete Festungsschanze „Soltecampe“ bildet mit ihrer Struktur die Grundlage des heutigen Straßenbilds. Die Oude Kerk wurde 1836 auf der nordöstlichen Bastion der Festung errichtet. Am Eck von Vissersstraat und Kerkstraat steht das älteste Häuschen von Zoutkamp. In diesen beiden Straßen ist mit ihren schmalen Straßen und kleinen Häusern noch deutlich die Atmosphäre des alten Ortes erhalten.
Am Ende der Reitdiepskade liegt eine Reihe farbenfroher Häuser, die als Kleurige huisjes Zoutkamp bekannt sind. In den dazugehörigen Lagerhäusern gibt es eine Garnelenauktion. Eine weitere besondere Gasse ist die Beereboomstraat: Sie ist die einzige Gasse in Zoutkamp, durch die man noch hindurchgehen kann. Zusammen zeigen diese Orte unterschiedliche Seiten des alten Fischerdorfs, ohne dass die Ortsgeschichte auf ein einzelnes Gebäude beschränkt bleibt.
Zu Fuß und in der Landschaft
Die Dorpswandeling Zoutkamp beginnt und endet am Visserijmuseum. Entlang der Reitdiepskade verläuft der alte Außendeich, der bis zur Stadt weiterführt. Diese Ortsbezüge lassen sich mit einem Blick auf die Wasserlandschaft ergänzen: In der Zoutkamperril treffen die Lauwers, das Reitdiep und das Hunsingokanaal zusammen.
Die Haven tot haven route führt an alten Deichen und dem Lauwersmeer entlang und durch die weite Naturlandschaft des Nationaal Park Lauwersmeer. Sie verbindet das Fischerdorf Zoutkamp mit dem Hafen von Lauwersoog und dem UNESCO-Welterbe Wattenmeer. Damit stehen für die Planung unterschiedliche Schwerpunkte nebeneinander: ein Rundgang mit Start und Ziel am Museum und eine Route, die den Blick auf Deiche, Wasser und Landschaft richtet.
Im Außenhafen ist Kaap Garmt eine Kopie der Bake auf Engelsmanplaat. Von diesem Aussichtspunkt reicht der Blick über die Zoutkamperril und das Lauwersmeer. Auch der Kalkoven erzählt von einer früheren Nutzung der örtlichen Ressourcen: Die Replik erinnert an einen Kalkofen, in dem Muscheln zu Kalk für Baumaterialien gebrannt wurden.
Fahrten und saisonale Termine
Das Visserijmuseum organisiert regelmäßig besondere Fahrten mit den historischen Fischereifahrzeugen ZK 4 Albatros und ZK 31 Neptunus. Sie führen über das Reitdiep, das Lauwersmeer und das Wattenmeer. Eine weitere, zeitlich klar eingeordnete Möglichkeit sind die Beurtvaarten mit der ZK4: Von Mai bis September fährt das Schiff samstags von Zoutkamp nach Groningen und sonntags von Groningen nach Zoutkamp. Ein Taxi bringt die Teilnehmenden zum Ausgangspunkt zurück.
Zu Pfingsten kehrt jedes Jahr die gesamte Fischerflotte zurück, um die neue Garnelenkönigin in Zoutkamp zu empfangen. Wenn eine Fahrt oder dieses Ereignis für Ihre Reiseplanung wichtig ist, prüfen Sie vorab die jeweiligen Termine und den Fahrplan. So können Sie die saisonalen Angebote mit den historischen Orten und den Routen rund um Zoutkamp in Ihrem Aufenthalt berücksichtigen.
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