Ein kurzer Weg vom Hoofdstation Groningen zum Groninger Museum verbindet zwei markante Seiten der Stadt: Das Museum liegt etwa 300 Meter vom Bahnhof entfernt und ist das größte Museum für Kunst und Design in den nördlichen Niederlanden. Das Hoofdstation selbst ist ein staatlich geschütztes Denkmal und erfüllt weiterhin seine ursprüngliche Funktion als Bahnhof.
Kunst, Architektur und ein Blick über die Stadt
Im Groninger Museum gehören historische Objekte zur Geschichte Groningens, asiatische Keramik und Gemälde der Künstlergruppe De Ploeg zur Dauerausstellung. Das postmoderne Gebäude steht seit 1994 im Diepenring. So treffen in einem Besuch unterschiedliche Themen aufeinander: regionale Geschichte, Keramik und die Malerei einer Groninger Künstlergruppe.
Das Forum Groningen setzt einen anderen architektonischen Akzent. Sein Gebäude ist 45 Meter hoch und hat zehn Stockwerke. Zwei Türme sind durch Rolltreppen miteinander verbunden; auf dem Dach liegt eine Terrasse. Bei schönem Wetter und mit etwas Glück können Sie von dort Schiermonnikoog sehen. Für Programme im Forum wird Eintritt verlangt, während die offenen, ans Atrium angrenzenden Plätze frei zugänglich sind. Diese Unterscheidung ist für die Planung nützlich, wenn Sie das Gebäude besuchen möchten, ohne zwingend ein Programm einzuplanen.
Hafenviertel und Stadtgeschichte
Hoge der A und Lage der A bilden das älteste Hafenviertel Groningens. Das Viertel war lange direkt mit dem Meer verbunden: Bei Flut diente die Hoge der A zum Be- und Entladen, bei Ebbe die Lage der A. Ein Spaziergang entlang der Kaimauern führt an 28 staatlich geschützten und 11 kommunalen Denkmälern vorbei. Hier lassen sich die beiden Kaimauern nicht nur als historische Namen betrachten, sondern auch über ihre unterschiedlichen Aufgaben bei Ebbe und Flut einordnen.
Die Groninger Hofjes erzählen eine weitere Seite der Stadtgeschichte. Früher boten sie Armen, Witwen und Kranken kostenlose Unterkunft; heute leben dort Privatpersonen in ruhigen Oasen der Innenstadt. Das Pelstergasthuis ist das älteste Gasthaus Groningens.
Stadtgärten und Parkgeschichte
Die Prinsentuin wurde im 17. Jahrhundert von Statthalter Willem Frederik und seiner Frau Albertine Agnes angelegt. Der grüne, blütenreiche Stadtgarten lädt dazu ein, zwischen Pflanzen zu spazieren, auf einer Bank zu lesen oder im Teehaus Tee zu trinken. In den Sommermonaten bietet die Teeschenke dort Getränke an. Wenn dieser saisonale Besuch für Ihre Planung wichtig ist, prüfen Sie die Verfügbarkeit für Ihren Reisetermin.
Auch der Noorderplantsoen verbindet Grünraum und Geschichte: Der Park entstand auf den früheren Stadtwällen und anstelle von Stadtgräben, die im 17. Jahrhundert angelegt und später in Teiche umgewandelt wurden. Jährlich findet dort das Noorderzon Performing Arts Festival Groningen statt; das Programm wechselt mit jeder Ausgabe. Prüfen Sie die Termine, falls Sie das Festival in Ihren Aufenthalt einbeziehen möchten. Der Stadspark liegt im Südwesten von Groningen und bietet eine weitere, räumlich klar benannte Parkoption.
Türme, Bahnhof und Fahrradausflüge
Wer Groningen von oben sehen möchte, kann die Martinitoren während der Öffnungszeiten täglich auf eigene Faust besteigen. Von oben bietet sich ein Blick über die Stadt; die Öffnungszeiten können je nach Zeitraum variieren, daher lohnt sich ein Blick auf die aktuellen Angaben vor dem Besuch. Am Hoofdstation lohnt sich der Blick auf die Halle: Zur Ausstattung gehören eine reich verzierte Decke aus Papierstuck, Bleiglasfenster, Fliesenbilder mit symbolischen Darstellungen des Groninger Künstlers F. H. Bach und eine hohe schmiedeeiserne Laterne.
Fürs Rad gibt es unterschiedliche Ansätze. Geführte Fahrradausflüge in Groningen führen zu bekannten Sehenswürdigkeiten wie dem Forum, dem Martiniturm und dem Peerd van Ome Loeks; die Buchungsdetails können sich ändern. Die historische Fahrradroute Groene Parels ist 42 Kilometer lang und führt durch Groningen und das umliegende Haren. Damit unterscheiden sich die Optionen vor allem durch die genannten Ziele bei den geführten Ausflügen und die angegebene Länge der Route. Prüfen Sie vorab die Buchungs- beziehungsweise Routendetails.
Über die Stadt hinaus eröffnet die Provinz Groningen einen eigenen Rahmen für weitere Entdeckungen: Sie lässt sich mit dem Auto, zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Routen verbinden unter anderem jahrhundertealte Warften, charakteristische Kirchen, das Wattenmeer und die Stadt Groningen. So können Sie Ihren Blick auf die Stadt richten oder den Aufenthalt um Eindrücke aus der Provinz ergänzen, ohne beides mit derselben Route gleichzusetzen.
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