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In Slochteren reicht der Blick von Bau- und Sammlungsgeschichte bis zu Spaziergängen durch Park und Naturgebiet. Besonders greifbar wird die Vergangenheit an der Seghebodus-Glocke von 1373; draußen prägen Wald, Schilf, Torfseen und Weideland die De Baggerputten.

Landgut und frühe Baugeschichte

Auf dem Landgoed Fraeylemaborg in Slochteren gibt es ein Museum; durch den Park können Besucher spazieren. Für das Museumsangebot können gesonderte Eintrittsbedingungen gelten. Die Fraeylemaborg entstand vor 1300 als schlichtes Steinhaus mit dicken Mauern. Damit treffen auf dem Landgut ein konkreter früher Baubeginn und heutige Besuchsmöglichkeiten im Museum und Park aufeinander.

Kirche und Glocke in Slochteren

Die Kerk Slochteren ist ursprünglich ein romanisch-gotischer Kirchenbau. Vom ursprünglichen kreuzförmigen Kirchenbau aus dem 13. Jahrhundert ist das Querschiff erhalten. Ein Querschiff ist der quer zum Langhaus liegende Bauarm; das erhaltene Bauteil macht die frühere Kreuzform anschaulich.

Im Turm hängt die Seghebodus-Glocke aus dem Jahr 1373. Sie misst 126 cm im Durchmesser, wiegt 1.300 kg und zählt zu den größten Glocken der Provinz Groningen. Name, Alter, Maße und Gewicht geben dem Besuch einen konkreten Blickpunkt neben der architektonischen Einordnung der Kirche. Die Jahresangaben setzen verschiedene historische Bezugspunkte: Die Fraeylemaborg entstand vor 1300, die ursprüngliche Kreuzkirche stammt aus dem 13. Jahrhundert, und die Seghebodus-Glocke ist auf 1373 datiert. So lassen sich Landgut, Kirchenbau und Glocke als getrennte Stationen der örtlichen Bau- und Kulturgeschichte zeitlich einordnen.

Steinzeit und Gesteine im Museum

Im Museum „Geologisches & Archäologisches Museum“ in Slochteren ist eine umfangreiche Sammlung steinzeitlicher Werkzeuge und Gebrauchsgegenstände zu sehen. Dazu gehören Feuersteine, Faustkeile und Steinklingen. Das Museum zeigt außerdem verschiedene Gesteinsarten aus der Umgebung von Slochteren. So stehen bearbeitete Gegenstände aus der Steinzeit und Gesteine aus der Region als zwei unterschiedliche Blickwinkel auf die Sammlungen nebeneinander.

Spaziergänge und Wege in der Natur

De Baggerputten bei Slochteren sind ein kleines Naturgebiet mit Wald, Schilfgürteln, Torfseen und Weideland. Durch das Gebiet verlaufen Wander- und Radwege. Bei De Baggerputten lässt sich zudem zu Fuß das Umfeld historischer Torfstiche erkunden. Das Gebiet verbindet damit verschiedene Landschaftselemente mit Wegen für Spaziergänge und Radtouren.

Auch im Slochterbos kann man spazieren. Routebureau Groningen hat eine Route über das Gelände ausgearbeitet. Da sich Routenbedingungen ändern können, prüfen Sie die Angaben vor dem Aufbruch. Für Radfahrende ist die 47 km lange Route „Ode aan de molen“ eine weitere Möglichkeit. Der Hafen von Slochteren kommt als möglicher Startpunkt infrage; am Hafen gibt es Parkmöglichkeiten. Prüfen Sie auch die Details dieser Route vor der Abfahrt.

Weitere Reiseziele entdecken: Kolham, Overschild, Steendam, Scharmer.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Slochteren.

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