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Mussel ist ein kleines, eng verbundenes Dorf mit veenkolonialem Charakter. Mehrere klar unterscheidbare Themen prägen den Ort: Die Stelmakerij Wever bewahrt Technikgeschichte, das Kriegsdenkmal und die Kirchen stehen für Erinnerung und Architektur, und am Lindenmeer sowie im Naturpark „In ’t Moeras“ geht es um Wasser und Landschaft. So lässt sich Mussel je nach Interesse über Werkstatt, Bauformen oder Natur erkunden.

Technikgeschichte in der Stelmakerij Wever

Die Stelmakerij Wever in Mussel besteht seit 1903. Dort sind die vollständig erhaltenen alten Maschinen, Böden und Antriebssysteme zu sehen. Wer sich für Technikgeschichte interessiert, findet hier nicht nur einzelne Maschinen, sondern die Ausstattung der Werkstatt als Ganzes.

Für Gruppen und Schulen bietet die Stelmakerij maßgeschneiderte Exkursionen zu Technik, Geschichte und Kultur an.

Erinnerung und Kirchenarchitektur

Das Kriegsdenkmal in Mussel ist eine Pyramide aus roten Ziegeln mit eingelassener Gedenktafel. Es erinnert an alle Mitbürger, die während der Besatzungsjahre durch Kriegshandlungen ums Leben kamen.

Auch die Kirchen unterscheiden sich durch Bauform und Zeitstellung. Die hervormde Kirche ist eine traditionalistische Saalkirche aus der Zeit um 1952. „Saalkirche“ benennt die Raumform, „traditionalistisch“ die gestalterische Einordnung. Die christlich-reformierte Kirche aus dem Jahr 1975 hat einen Kirchenraum mit steilem Dach und verglasten Giebelfeldern; ein flach gedecktes Seitenschiff für Nebenräume ist angebaut. Die etwas jüngere, ebenfalls traditionalistisch gestaltete vrijgemaakte gereformeerde Kirche hat ein Walmdach und einen Vorbau mit Eingang. Damit unterscheiden sich die Kirchen nicht nur in ihrer Zeitstellung, sondern auch durch Raum-, Dach- und Anbauformen.

Wasser und Naturpark

Am Lindenmeer wird geangelt; außerdem gibt es einen Weg für Spaziergänge rund um den See. Damit stehen zwei unterschiedliche Aktivitäten am Wasser im Mittelpunkt: Angeln und ein Spaziergang auf dem Weg um den See.

Zum Naturpark „In ’t Moeras“ gehören ein Kräutergarten, ein Bienenstand und eine kleine Tierweide mit Schafen, Ziegen, Hühnern und Truthähnen. Die Landschaft des Parks umfasst also sowohl Garten und Bienenstand als auch eine Weide mit verschiedenen Tieren.

Auch die Entwicklung der Parklandschaft ist beschrieben: 1992 wurde der Naturpark auf 3,5 Hektar erweitert. Hinzu kamen eine blütenreiche Wiese und ein Bruchwald aus Erlen und Weiden, der auf ehemaligem Weideland angelegt wurde. Wiese und Bruchwald stehen dabei für unterschiedliche Landschaftsformen innerhalb dieser Erweiterung.

Mussel Aa und Mussel-Aa-Kanal

Östlich von Mussel liegen bescheidene Reste der Mussel Aa. Davon zu unterscheiden ist der später angelegte Mussel-Aa-Kanal: Er wurde östlich der Mussel Aa ausgehend vom Stadskanaal angelegt. Die Namen beziehen sich somit auf zwei verschiedene Landschaftsmerkmale, nicht auf denselben Wasserlauf.

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