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In Bunde stehen für Ihre Reise zwei unterschiedliche Schwerpunkte im Vordergrund: die wasserreiche Landschaft des Bunderbos und die religiöse Baugeschichte des Ortes. Wenn Sie Natur und Geschichte unterschiedlich gewichten, helfen die markanten Details bei der Entscheidung, was Sie in Bunde entdecken möchten.

Quellen, Waldpfade und mögliche Tierbeobachtungen

Im Bunderbos entspringen zahlreiche Quellen. Plätschernde Bäche und versteckte Tümpel ergänzen das Waldbild. Die Wanderroute Bunderbos Quellenwald führt über Wanderknoten durch Waldpfade, überwindet Höhenunterschiede und vermittelt die abwechslungsreiche Landschaft. Damit verbindet die Route Waldwege mit einem spürbar gegliederten Gelände. Im Bunderbos kommt außerdem der seltene Feuersalamander vor. Mit etwas Glück können Wandernde auch einen Dachsbau entdecken. Die Tierbeobachtung bleibt dabei eine Möglichkeit, nicht ein festes Ergebnis der Wanderung.

Geul und Verkehrsgeschichte

Südlich von Bunde fließt die Geul in Richtung Maas. Diese Flusslandschaft ergänzt die Quellen und Wasserläufe des Bunderbos um einen weiteren geografischen Bezugspunkt. Auch die Verkehrsgeschichte des Ortes hat einen klaren historischen Marker: Bunde wurde bereits 1865 an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Das Datum gehört zur Ortsgeschichte und bezeichnet den damaligen Anschluss.

Huize Overbunde und die Lourdesgrotte

Die Geschichte des ehemaligen Klosters mit Pensionat Huize Overbunde beginnt mit einer Schenkung. Die teilweise durch einen Brand beschädigte Herrenhofanlage des Landguts Overbunde wurde 1873 von dessen letzter Eigentümerin, Nelissen-Lemmens, den Franziskanerinnen von Heijthuijsen geschenkt. Zwei Jahre später, 1875, wurde Huize Overbunde auf dem Landgut gegründet. Seine kulturhistorische Bedeutung liegt in der Baugeschichte des Landguts sowie in seiner religiösen und sozialhistorischen Geschichte, besonders im Zusammenhang mit dem Kulturkampf.

Ein anderer Teil der Ortsgeschichte wird an der Lourdesgrotte Overbunde sichtbar. Sie wurde 1900 errichtet und besteht aus Naturstein; in ihr befindet sich eine Marienstatue. Mehrere Freiwillige restaurierten die Grotte 2009 vollständig. Im September desselben Jahres wurde sie erneut eingesegnet. Zwei identische Marienfiguren haben unterschiedliche Standorte: Eine befindet sich an der Vorderseite für die Bewohner des Klosterpensionats, die andere an der Rückseite an der Holstraat für Passanten aus Bunde und Kasen.

Agneskirchen in unterschiedlichen Zeiten

Die heutige Agneskerk markiert das neue Zentrum von Bunde. Kirche und Turm sind rundum gut sichtbar und bilden eine Landmarke. Ihr Bau begann 1959: Der erste Spatenstich erfolgte am 21. Juni, die Grundsteinlegung am 6. September durch Dekan Steegmans. Architektonisch ist die Agneskerk eine nicht geostete Basilika aus Beton. Ihr Campanile befindet sich im Seitenschiff über der Taufkapelle; der Vorhof ist an drei Seiten abgeschlossen.

Die ehemalige Agneskerk in der Altstadt von Bunde gehört zu einem anderen Abschnitt der Ortsgeschichte. Sie war eine Pfarrkirche und wird heute als Sozietät und Ausstellungsraum genutzt. So stehen in Bunde eine Landmarke des neuen Zentrums und eine ehemalige Kirche mit heutiger Nutzung für unterschiedliche Stationen der Kirchengeschichte.

Piëtakapel Bunde

Die Piëtakapel Bunde wurde 1928 von der Familie Lonissen-Groene errichtet, infolge der Heilung einer schwer erkrankten Tochter der Familie. Auf dem Altar steht eine farbenprächtige Pietà. Auch die religiöse Nutzung gehört zur Geschichte der Kapelle: Sie wird bei der Prozession genutzt. Zusammen mit der Lourdesgrotte und den beiden Agneskirchen ergänzt sie die Natur- und Flusslandschaft um ein vielschichtiges Bild der religiösen Baugeschichte Bunde.

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