Wer in Wanssum Naturwege mit Wasserlandschaft und lokaler Geschichte verbinden möchte, findet dafür verschiedene Ansatzpunkte. Das Maaspark Ooijen-Wanssum steht für eine Landschaft aus Wasser, Wäldern und Maasdünen; Wanderwege, Radstrecken und Denkmäler zeigen weitere Seiten des Ortes. Welcher Schwerpunkt zu Ihrem Aufenthalt passt, hängt davon ab, ob Sie vor allem draußen unterwegs sein oder auch historische Stationen einbeziehen möchten.
Wasserlandschaft zwischen Maas und Molenbeek
Das Maaspark Ooijen-Wanssum umfasst 540 Hektar und gilt als größtes zusammenhängendes Maas-Naturgebiet in Noord-Limburg. Maasdünen und Wälder prägen die Landschaft, doch besonders präsent ist das Wasser: Grundwasser tritt an die Oberfläche und fließt über Seen, Sümpfe und Bäche zur Maas. So treffen im Park unterschiedliche Wasser- und Landbereiche aufeinander.
Das Maaspark ist frei zugänglich und bietet Wander- und Fahrradrouten. Sie können den Aufenthalt daher mit einer Wanderung oder einer Radtour verbinden, ohne sich auf nur eine Art des Unterwegsseins festzulegen. Auch das Natur- und Wandergebiet nahe der Meulebeek und in Richtung der Geijsterse Wälder gehört zur Erholungslandschaft rund um Wanssum.
Wanssum selbst wird durch die Groote Molenbeek und einen Jachthafen geprägt; beide teilen das Dorf gewissermaßen in zwei Teile. Das Tal der Groote Molenbeek, auch Meulebeek genannt, ist vom Jachthafen aus in fünf Minuten zu Fuß erreichbar – auch mit Hund. Damit lässt sich ein Abstecher ins Tal als eigener kurzer Spaziergang einordnen.
Wanderwege mit unterschiedlichem Charakter
Der Pieterpad verläuft durch Wanssum. Die Ronde van Wanssum folgt ihm teilweise, führt aber zugleich durch weitere Landschaftsbereiche. Sie verläuft größtenteils auf unbefestigten Wegen und nutzt Trittsteine sowie Bohlenbrücken. Zu den genannten Abschnitten gehören die Hochwasserentlastungsrinne von Wanssum, das Tal der Groote Molenbeek, der alte Maasarm und das Tal der Wolterkamp.
Der Reiz dieser Route liegt in der Abfolge unterschiedlicher Landschaftspunkte: Sie verbindet Fluss- und Talbereiche mit dem alten Maasarm und der Hochwasserentlastungsrinne. Wer lieber frei zwischen Wandern und Radfahren wählen möchte, findet im Maaspark ebenfalls beide Routentypen. So stehen eine konkrete Wanderroute und die breiter angelegten Wege im Park als unterschiedliche Möglichkeiten nebeneinander.
Radfahren und Aktivitäten am Wasser
Für eine Radtour können Sie Fahrräder über eine Zusammenarbeit des Jachthafens Wanssum mit einem örtlichen Fahrradgeschäft mieten. Erkundigen Sie sich dafür vorab. Der TOP (Toeristisch Overstap Punt) in Wanssum gilt als gut mit dem Auto erreichbar und verfügt über ausreichend Parkplätze. In seiner Nähe befinden sich Gastronomie und Fahrradinfrastruktur, darunter eine Ladestation für Elektrofahrräder.
Auch auf dem Wasser gibt es verschiedene Anknüpfungspunkte: Kanufahrer können bis zum Hafen von Wanssum weiterfahren. Im Sommer gilt der Hafen als geeigneter Ort zum Stand-up-Paddeln oder Picknicken. Die Hinweise setzen unterschiedliche Akzente – eine Weiterfahrt mit dem Kanu bis zum Hafen einerseits, Aktivitäten am Hafen in der Sommerzeit andererseits.
Denkmäler und Kapellen in Wanssum
Die Erinnerungsorte im Dorf beziehen sich auf unterschiedliche Ereignisse. Das Denkmal „Sporen die bleven“ erinnert an die Razzien im Oktober und November 1944. Das Wanssumer Befreiungsdenkmal erinnert an die Befreiung von Wanssum und an die dabei gefallenen alliierten Soldaten. Es zeigt eine Silhouette aus Cortenstahl mit einem wachenden Soldaten auf einem Sockel. Das Denkmal befindet sich an der Ostseite der Groote Molenbeek an der Meerloseweg.
Auch die Leonarduskapel, die Lindertkapel genannt wird, bietet architektonische Details: Die Backsteinkapelle liegt am Rand von Wanssum und hat eine durchbrochene Giebelspitze. In ihr befindet sich ein Altar aus der ehemaligen Kirche von Wanssum mit einer kleinen Darstellung des heiligen Leonardus. Die Maria-in-de-Nood-Kapelle ist eine andere Formensprache: Sie wurde als modernes Betonsäulenkapellchen aus Kevelaer wiederaufgebaut, vom Venrayser Architekten Lerou entworfen und an der Ecke Venrayseweg/Pastoorstraat aufgestellt.
Ein weiteres Detail sakraler Kunst findet sich in der Michaëlkerk: Dort befindet sich ein Bleiglasfenster von B. Coppus aus Horst aus dem Jahr 1965. Es zeigt das Opfer Abrahams sowie Mose mit den Gesetzestafeln und dem goldenen Kalb. Zusammen mit den Erinnerungsdenkmälern und den Kapellen ergibt sich ein kulturhistorischer Blick auf Wanssum, der neben den Wegen und der Wasserlandschaft steht.
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