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Ysselsteyn erschließt mehrere Seiten der Geschichte der Peel: die Deutsche Kriegsgräberstätte, militärische Spuren am Defensie- oder Peelkanaal und die Sammlungen des Museum De Peelstreek. Mit De Rouwkuilen kommt nordöstlich des Ortes ein geschütztes Naturgebiet hinzu. So stehen Erinnerung, ländliches Leben und Landschaft als unterschiedliche Schwerpunkte nebeneinander.

Erinnerungsorte und Baugeschichte

Die Deutsche Kriegsgräberstätte Ysselsteyn wurde 1946 im Auftrag der niederländischen Regierung angelegt. In einer multimedialen Ausstellung können Besucher die Geschichten hinter den Kreuzen entdecken; das Besucherzentrum bietet praktische Informationen. Die Stätte ist für Rollstuhlfahrer zugänglich. Prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Besucherinformationen.

Auch der Defensie- oder Peelkanaal hat kulturhistorischen Wert: Er steht als Zeugnis für die Verstärkung und die anschließende Verteidigung der Niederlande während des Zweiten Weltkriegs. Westlich von Ysselsteyn stehen am westlichen Ufer mehrere S-Kasematten aus Stahlbeton. Sie wurden 1939–40 als Teil der Peel-Raamstelling errichtet und sind in regelmäßigen Abständen angeordnet.

Eine kleine Kreuzkirche wurde 1927 errichtet. Nach Kriegsschäden im Jahr 1944 ersetzte ein neuer, rund geschlossener Chor das Querschiff und den Chor. Ausgeführt wurde er 1947 nach Plänen der Architekten A.T.J. Margry und P.W. Lerou.

Peelgeschichte in den Museen

Das Museum De Peelstreek vermittelt Geschichte aus mehreren Blickwinkeln. Zu seinen Themen zählen Torfabbau, Urbarmachung und Verkehrswege ebenso wie alte Grenzen und Grenzfragen. Auch die Entstehung von Ysselsteyn im Jahr 1921 gehört dazu. Die Sammlung umfasst Maschinen, Geräte, Werkzeuge und Haushaltsgegenstände aus dem früheren ländlichen Leben.

Im Ròwkoelehof befindet sich eine umfangreiche Sammlung großer Landwirtschaftsmaschinen und zugehöriger Gegenstände. So setzt De Peelstreek einen breiteren Schwerpunkt auf die Geschichte der Peel und den früheren Alltag, während die Sammlung im Ròwkoelehof landwirtschaftliche Maschinen in den Mittelpunkt rückt. Für Gruppen und Einzelbesucher bietet De Peelstreek Führungen mit ehrenamtlichen Mitarbeitenden an, die vom Vorstand geschult wurden. Grundschulkinder haben ein eigenes Programm mit einer Suchrallye: Sie suchen Gegenstände und beantworten dazu Fragen.

Die Besuchssaison des Museum De Peelstreek läuft vom 1. April bis zum 31. Oktober. Samstags von 13:30 bis 16:00 Uhr ist ein Besuch ohne Termin möglich; Besuche zu anderen Zeiten sind nach Vereinbarung per E-Mail, Telefon oder Nachricht möglich. Prüfen Sie die saisonalen Zeiten vor der Reise.

De Rouwkuilen und die Museumroute

In der näheren Umgebung nordöstlich von Ysselsteyn liegt De Rouwkuilen, ein 56 Hektar großes geschütztes Naturdenkmal mit Nadelwald und einem Ven. Die Museumroute Ysselsteyn führt zu zwei Museen in Ysselsteyn und auf dem Rückweg zum Lovinckplein durch das Naturgebiet De Rouwkuilen. Damit gehören Museumsziele und ein Abschnitt durch die Landschaft zur beschriebenen Route.

Auch die frühere Nutzung der Peel durch Schafe ist Teil ihrer Geschichte: Schafe von Bauern aus Venray und den umliegenden Dörfern hielten sich historisch vom 19. März bis zum ersten Sonntag im Oktober dort auf. Dieser Blick auf die Peel ergänzt die Themen der Museen und Befestigungsanlagen um einen weiteren Aspekt der regionalen Vergangenheit.

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