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Eine Insel aus lebendem Hochmoor, umgeben von einem schmalen Wasserring: Das Klein Hasselven im Leenderbos ist eine Pingoruine mit einem ungewöhnlichen Landschaftsmerkmal. Die Natur in Heeze-Leende zeigt sich jedoch auch in größerem Maßstab. Die Strabrechtse Heide ist etwa 1.850 Hektar groß; 1.600 Hektar davon verwaltet Staatsbosbeheer. Zu ihr gehört das Beuven, das die Organisation als größtes Venn der Niederlande bezeichnet.

Heide und Naturgebiete

Im Leenderbos gibt es Wander- und Radwege, Spielwiesen und Picknickplätze. Das Waldgebiet ist Teil des Naturgrenzparks De Groote Heide. Bei De Plaetse nahe Heeze verläuft ein grün markierter Wanderweg rund um De Plaetse, der für Rollstuhlfahrer geeignet ist. Prüfen Sie vor der Anreise die aktuellen Bedingungen zur Barrierefreiheit.

Auch die nahe gelegene Achelse Kluis lässt sich während einer Wander- oder Radtour besuchen. Sie liegt an der Grenze zwischen Leende und Hamont-Achel. Dort befindet sich der kostenlose, interaktive Erlebnis- und Informationspunkt De Groote Heide mit Themen zur Geschichte und Natur der Region sowie zum Abteibier. Da sich Präsentation und Zugang ändern können, prüfen Sie die Besuchsmöglichkeiten vorab.

Schloss, Kirchen und Mühlen

Kasteel Heeze zählt zu den bedeutendsten Rijksmonumenten der Niederlande. Das Schloss ist vollständig von einem Wassergraben umgeben und liegt in einer Naturlandschaft nahe der Strabrechtse Heide. Viel von seiner Einrichtung aus dem 18. Jahrhundert ist über die Jahrhunderte erhalten geblieben. Ein Teil des Wohnhauses kann besichtigt werden: Dazu gehören ein reich verzierter Baderaum aus dem 18. Jahrhundert, Wandteppiche aus dem 17. Jahrhundert und ein geheimes Zimmer. Informieren Sie sich vor Ihrem Besuch über die aktuellen Besuchsregelungen.

Die St. Petrus' Bandenkerk in Leende ist in ihrer heutigen Form eine spätgotische Kreuzbasilika mit eingebautem Turm; gegründet wurde sie vor 1285. Ihre Orgel in neugotischem Gehäuse baute 1863 der Mechelner Orgelbauer Loret. Eine Führung durch den Kirchturm ist möglich; prüfen Sie die Verfügbarkeit vor dem Besuch. Die Sint Martinuskerk in Heeze wurde 1932 aus handgeformten Ziegeln im Stil der Frühgotik des 12. Jahrhunderts errichtet. Ihre Buntglasfenster zeigen die zwölf Apostel und stammen aus der Vorgängerkirche. In der Kirche steht außerdem eine Replik des alten Bildes des heiligen Job; davor werden täglich Kerzen angezündet.

In Heeze steht auch die windbetriebene Getreidemühle Sint Victor aus dem Jahr 1852. Sie ist nach Vereinbarung für die Öffentlichkeit zugänglich. Da sich die Besuchsregelung ändern kann, klären Sie diese vorab. In Leende erzählt ’t Brouwershuis von einer anderen Nutzungsgeschichte: 1815 als Brauerei eröffnet, wurde dort mehr als ein Jahrhundert lang Bier hergestellt. Heute dient das Haus als gastronomischer Betrieb mit Touristeninformation; prüfen Sie vor einem Besuch die aktuelle Nutzung.

Dorfkultur und lokale Traditionen

Leenderstrijp ist als kulturhistorisch wertvolles Kransakkerdorf klassifiziert. Sein Ortskern liegt zwischen der Strijperstraat und der Hoogeindseweg; die über den Ort verteilten Bauernhöfe prägen gemeinsam das Straßenbild. Auch die Kapelle ist ein Denkmal: Sie wurde 1973 und 1999 restauriert und ist als Rijksmonument anerkannt.

Der Brabantsedag bringt jedes Jahr am letzten Sonntag im August Theater, Musik und Spiel auf die Straßen von Heeze. Sechzehn haushohe Wagen ziehen dabei durch den Ort, begleitet von mehr als 2.000 Mitwirkenden. 2013 wurde das Fest in die Nationale Inventaris des immateriellen Kulturerbes der Niederlande aufgenommen. Bestätigen Sie vor der Reise das genaue Datum und das Programm.

In Sterksel setzt die permanente, knapp zwei Kilometer lange Kunstroute „Prikkels en Tintelingen“ einen anderen Akzent. Sie verläuft auf dem ehemaligen Gelände von Providentia. Ein 15 Meter langes Gleisstück mit Informationstafel erinnert dort außerdem an eine frühere, vier Kilometer lange Schmalspurbahnstrecke. D’n Os gehört zur jährlichen Karnevalstradition in Sterksel und spielt dabei eine wichtige Rolle. Entworfen und hergestellt wurde die Figur von den Einwohnern des Dorfes.

Eine lokale Spezialität ist Brokmop aus Leende: ein würfelförmiges Anisgebäck, das lokale Bäcker nach einer Tradition herstellen, die bis in die Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg zurückreicht. Für eigene Entdeckungen gibt es zudem verschiedene Workshops und Arrangements für Einwohner und Touristen. Zu den angebotenen Beispielen gehören Keramikherstellung, Wanderungen mit einem Förster, Zwergenpfade und Kochkurse in einem Kochstudio. Das konkrete Angebot kann sich ändern.

Wandern, Radfahren und praktische Orientierung

Das Netzwerk der Gedichtentafeln verbindet Wanderrouten von 6,5 bis 10,3 Kilometern mit einer 28 Kilometer langen Radroute durch Heeze, Leende, Leenderstrijp und Sterksel. Eine IVN-Radtour führt ebenfalls durch diese vier Orte. Die Streckenangaben machen den Unterschied zwischen den ausgewiesenen Wanderlängen und der längeren Radroute deutlich. Prüfen Sie vor der Tour die aktuellen Routendateien.

Heeze ist mit dem Zug erreichbar; die Bahnstrecken führen in Richtung Weert und Eindhoven. Der öffentliche Verkehr in Heeze und Leende wird von der Busgesellschaft Bravo betrieben. Prüfen Sie vor der Abreise die aktuellen Zug- und Busfahrpläne. Besucherparkplätze sind in Heeze bei Natuurpoort De Plaetse und den Herbertusbossen ausgewiesen. In Leende gibt es drei ausgewiesene Standorte im Bereich des Leenderbos: an der Valkenswaardseweg, am Bruggerdijk und am Strijperdijk. Beachten Sie vor Ort die Beschilderung, da sich Parkregelungen ändern können.

Weitere Reiseziele entdecken: Leende, Sterksel, Heeze, Steenbergen, Asten, Oosterhout, Eersel, Gilze En Rijen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Nordbrabant.

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