Zum Inhalt

Vor dem A.M. de Jongmuseum steht ein Standbild von Merijntje Gijzen; am Museum kann auch die Merijntje-Gijzen-Fietsroute beginnen. Für einen Besuch mit literarischem und filmgeschichtlichem Bezug bietet Nieuw-Vossemeer damit einen konkreten Einstieg in die Ortsgeschichte – und eine Radroute, deren Thema über das Museum hinausführt.

Literatur und Erinnerungsorte

Im A.M. de Jongmuseum ist eine Dauerausstellung über das Leben und Werk des Schriftstellers A.M. de Jong zu sehen. Das Museum bewahrt außerdem sein geistiges Erbe. De Jong wurde am 29. März 1888 in Nieuw-Vossemeer geboren. Ausstellung und biografischer Bezug richten den Blick somit sowohl auf den Menschen als auch auf sein Werk.

Eine andere historische Perspektive bieten drei Informationstafeln an verschiedenen Orten in Nieuw-Vossemeer. Jede Tafel hat einen eigenen QR-Code, über den sich nachlesen lässt, was während der Watersnoodramp von 1953 genau an diesem Ort geschah. Die Tafeln machen die Flutgeschichte ortsbezogen: Der jeweilige Standort bestimmt, welche Ereignisse im Mittelpunkt stehen.

Radfahren und zu Fuß unterwegs

Die Merijntje-Gijzen-Fietsroute ist etwa 39 Kilometer lang und verläuft im Land van Merijntje Gijzen. Sie kann am A.M. de Jongmuseum begonnen werden; davor steht das Standbild der Romanfigur. Die Route führt außerdem zu Orten, an denen 1973 Außenaufnahmen für die Fernsehserie „Merijntje Gijzen’s Jeugd“ entstanden. Wer sich für die Figur interessiert, findet so neben dem Museum einen Bezug zu den Drehorten der Serie. Die Streckenlänge gibt zugleich eine konkrete Orientierung für die Planung einer Radtour.

Eine weitere Möglichkeit zu Fuß ist der Rundweg „In de Boezem van de Eendracht“. Er beginnt in Nieuw-Vossemeer und führt am Wasser entlang, durch Waldgebiet und über Deiche. Damit unterscheiden sich die beiden beschriebenen Touren in ihrer Form und ihrem Thema: Bei der Fietsroute stehen Merijntje Gijzen und die Filmaufnahmen im Mittelpunkt, beim Rundweg der Weg durch die Landschaft.

Auch die Polder von Nieuw-Vossemeer und De Heen prägen den regionalen Landschaftseindruck. Zu den dortigen Merkmalen zählen Wasserwege, Schilfgürtel, Äcker, Obstgärten und Baumdämme. Das Bild umfasst also sowohl bewirtschaftete Flächen als auch Wasser- und Schilflandschaften. Diese Vielfalt ergänzt die Kultur- und Ortsgeschichte um eine eigenständige landschaftliche Perspektive.

Mühlen und Dorfgeschichte

Die Molen De Vos wurde 1714 erbaut und gilt als die erste steinerne Mühle in Westbrabant. Bei der Molen Assumburg erzählt dagegen vor allem die Herkunfts- und Verlagerungsgeschichte von ihrer Entwicklung: Sie wurde als Ölmühle errichtet und stammt aus der Zaanstreek. 1780 wurde sie in Assendelft gebaut; 1897 kam sie nach Nieuw-Vossemeer und wurde dort als Galerie-Kornmühle wiederaufgebaut. So stehen bei den beiden Mühlen unterschiedliche historische Bezugspunkte im Vordergrund – das Baudatum und die regionale Einordnung bei De Vos, der Ortswechsel und der Wiederaufbau bei Assumburg.

Ein früher Bezugspunkt für die Dorfgründung ist das Jahr 1567. Damals gaben die Herren der Ambachtsheerlijkheid Vossemeer die ersten Erbhöfe aus, um ein neues Dorf zu gründen. Zur örtlichen Baugeschichte gehört außerdem die Protestantische Kirche, eine Saalkirche aus dem Jahr 1654. Unter dem Namen „Cultuur in het kerkje“ begann 2015 in dieser Kirche eine Konzertreihe.

Weitere Reiseziele entdecken: Steenbergen, Steenbergen, Dinteloord, De Heen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Steenbergen.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.