Collendoorn verbindet einen markanten Landschaftsraum mit Dorfgeschichte und einem Ort der Erinnerung. Für die Orientierung sind drei Aspekte wichtig: die Höhe des Naturgebiets, das verstreute Dorfgefüge und die historischen Spuren. So stehen Naturerkundung und Ortsgeschichte als unterschiedliche Schwerpunkte nebeneinander.
Naturgebiet und Wege
Das Naturgebiet Collendoorn liegt auf einer alten, 20 Meter hohen Abfallhalde. Von mehr als 20 Metern Höhe bietet es Ausblicke über die Umgebung bis nach Deutschland. Der Gegensatz zwischen früherer Halde und heutigem Naturgebiet macht die Landschaftsform zu einem markanten Thema des Besuchs: Die Höhe prägt den Blick und hebt diesen Naturraum aus seiner Umgebung heraus.
Im Naturgebiet ist über das Wanderwegenetz eine 3 Kilometer lange Route ausgewiesen. Außerdem kann das Gebiet über einen Reitweg zu Pferd erkundet werden. Für die Auswahl zwischen diesen Möglichkeiten geben die Route zu Fuß und der Reitweg unterschiedliche Formen der Erkundung vor, ohne dass daraus ein gemeinsamer Rundkurs folgt.
Hunde sind im Naturgebiet erlaubt, müssen wegen der grasenden Rinder jedoch angeleint bleiben. Am Kerkdijk in Collendoorn gibt es einen Parkplatz. Prüfen Sie vor dem Besuch die aktuellen Hinweise zu den Regeln für Hunde und zur Parksituation, da sich beides ändern kann.
Radroute und Dorfgeschichte
Die Collendoornerveenroute ist eine Fahrradroute von 45,8 Kilometern Länge; als Dauer sind 3:03 angegeben. Im Vergleich dazu ist die ausgewiesene Wanderroute im Naturgebiet 3 Kilometer lang. Die Zahlen zeigen unterschiedliche Streckenlängen und gehören zu unterschiedlichen Routen und Fortbewegungsarten. Prüfen Sie vor dem Start die aktuellen Routenangaben, denn die Details können sich ändern.
Collendoorn ist ein altes Dorf mit Bauernhöfen, die verstreut über die Esgrond liegen. Eine historische Spur reicht bis ins 14. Jahrhundert zurück: Damals stand in Collendoorn eine Ridderhofstede. Der Name Havezatheweg erinnert daran. Dorfgefüge und Straßenname verweisen damit auf verschiedene Aspekte der Ortsgeschichte – auf die verstreut liegenden Höfe und auf einen früheren historischen Bau.
Gedenkort und Kulturerbe
Das Denkmal „Kamp Molengoot“ ehrt die Juden von Hardenberg und erinnert an die Hunderte jüdischer Mitbürger, die von April bis Oktober 1942 im Rijkswerkkamp Molengoot zur Zwangsarbeit eingesetzt wurden. Es befindet sich am Ort des ehemaligen Lagers an der Luggersweg in Collendoorn. Der Findling trägt ein bronzenes Relief, das eine Gruppe jüdischer Gefangener bei der Zwangsarbeit zeigt; er steht auf einem steinernen Davidstern. Lage und Gestaltung verbinden den Gedenkort mit der Geschichte des früheren Lagers und den Menschen, an die dort erinnert wird.
Ein anderer Bezug zur Geschichte des Dorfs ist das Bauernhaus an der De Kerkdijk 1 in Collendoorn. Es ist seit dem 15. Mai 2000 als Rijksmonument eingetragen. Damit stehen ein Erinnerungsort für die Zwangsarbeit im früheren Lager und ein denkmalgeschütztes Bauernhaus für unterschiedliche Seiten des örtlichen Kulturerbes.
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