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Krimpen aan de Lek lässt sich über Wege durch Wiesen und Wald ebenso kennenlernen wie über seine Wasser- und Ortsgeschichte. Für die Planung können Sie zwischen einem Rundweg mit Start im Ortszentrum, Erkundungen in Krimpenerhout und kulturhistorischen Stationen wählen.

Wege und Landschaft

Die Natuurroute Krimpenerhout führt an Tümpeln und Weiden mit weidenden Kühen vorbei, durch Wald und entlang von Orchideenfeldern. Wenn Sie einen Rundweg mit Start im Ortszentrum einplanen möchten, beginnt der Rundweg Krimpen a/d Lek–Lekkerkerk im Zentrum von Krimpen aan de Lek. Er führt durch Krimpenerhout und am kleinen Naturgebiet Bakkerswaal mit seiner Entenkoje vorbei.

Der Fernwanderweg Grote Rivierenpad führt über Krimpen aan de Lek und Schoonhoven; ab Leerdam verläuft er durch die Betuwe in Richtung Tiel. Die beiden Wegbeschreibungen beantworten unterschiedliche Planungsfragen: Der Rundweg nennt einen konkreten Start im Ortszentrum, während der Grote Rivierenpad einen Verlauf über mehrere Orte und Regionen beschreibt.

Krimpenerhout und De Zaag

Krimpenerhout ist ein Erholungsgebiet am Rand von Krimpen aan de Lek. Dort gibt es einen Surfsee, einen Strand mit Liegewiese und einen separaten Hundestrand. Im Koeienbos können Besucher zwischen schwarz-weißen Kühen spazieren. Das Speeleiland Krimpenerhout setzt einen anderen Akzent: Besucher können dort mit einem Floß auf die andere Seite übersetzen, und eine Kletterroute über Seile führt von Insel zu Insel.

De Zaag umfasst 37 Hektar. Der Name geht auf eine frühere Holzsägerei zurück, die einst auf der Insel stand. Die 14 Meter hohe Beverbrug auf De Zaag bietet Ausblicke über das Gebiet, Rotterdam, den Hafen und den Fluss. So stehen auf De Zaag sowohl die Größe des Gebiets als auch ein konkreter Aussichtspunkt im Blick.

Die Lek en IJssel-route nutzt bei Krimpen aan de Lek die Autofähre zur Überfahrt nach Kinderdijk. Da sich Fährfahrpläne ändern können, prüfen Sie vor der Tour die aktuellen Zeiten.

Wasserturm und lokale Geschichte

Der Wasserturm ist 47,2 Meter hoch und wurde 1910 erbaut. Seine kultur- und architekturhistorische Bedeutung liegt darin, dass er eine Entwicklungsstufe der Trinkwasserversorgung in den Niederlanden und insbesondere in der Krimpenerwaard bezeugt. Damit verweist das Bauwerk auf eine Geschichte, die über den Ort hinausreicht und zugleich einen besonderen Bezug zur Krimpenerwaard hat.

Auch die Fährgeschichte ordnet Krimpen aan de Lek in einen größeren Zusammenhang ein. Das historische Crimpensche Fährrecht gehörte 1358 zu einer bedeutenden Nord-Süd-Route, die Brüssel über Breda, Dordrecht, Krimpen aan de Lek und Gouda mit Amsterdam verband. Der Ort erscheint in dieser historischen Folge als Teil einer Route zwischen mehreren Städten.

Der Allgemeine Friedhof an der Molenweg stammt aus dem Jahr 1882 und umfasst vier monumentale Grabkeller im neoklassizistischen Stil. Ein Grabdenkmal in Form eines Ledikants gehört zu den nur sieben erhaltenen Exemplaren in den Niederlanden. Das Denkmal für Cornelis van den Berg ist eine Plakette aus dunklem Naturstein mit einer Inschrift.

In der Aula des Friedhofs befinden sich Grabsteine, die 1939 nach dem Abriss der Kirche an der Dorpsstraat hierher überführt wurden: jene des Walfängers Michiel Occerszoon Hoogerzeyl († 1779) und des Reeders und Hoogheemraad Gerret van Holst Krynszoon († 1790). Die Grabsteine halten so Namen und Lebensdaten aus der örtlichen Geschichte fest.

Orientierung vor Ort

Die TIP Krimpen a/d Lek bietet über eine digitale Informationstafel Tipps in und rund um Krimpen aan de Lek sowie in der Krimpenerwaard.

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