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Kurze Rundwege und mehrtägige Wanderungen gehören in Zeeland zum selben Wanderwegenetz. Zugleich erkannte die internationale Radsportunion UCI am 23. Juni 2025 die Provinz offiziell als UCI Bike Region an. So stehen zwei verschiedene Perspektiven auf die Landschaft nebeneinander: Sie können zu Fuß eine eigene Route zusammenstellen oder Zeeland mit dem Thema Radfahren verbinden.

Wege und Natur entdecken

Das Wanderwegenetz reicht von kurzen Rundwegen bis zu mehrtägigen Wanderungen. An Knotenpunkten ist es ausgeschildert; dort können Sie sich eigene Routen zusammenstellen. Ein kurzer Kontrast dazu ist der Plankierpad im Verdronken Land van Saeftinghe: Der frei zugängliche Wanderweg ist 1 km lang. Für ihn gelten Gezeiten- und Sicherheitsbeschränkungen, die Sie vor dem Besuch berücksichtigen sollten.

Saeftinghe ist das größte Brackwasserschlickgebiet Westeuropas. Das Besucherzentrum Saeftinghe bietet eine kostenlos zugängliche Ausstellung, die in diese Landschaft einführt. Im Nationaal Park Oosterschelde steht dagegen die Vogelwelt im Mittelpunkt: Jedes Jahr kommen Hunderttausende Vögel in den Park. Beobachten lassen sie sich von den Deichen, bei Vogelexkursionen oder während einer Bootsfahrt.

Auch beim Radfahren am Wasser ist der Blick auf die Natur wichtig. Vielerorts können Sie im Nationaal Park Oosterschelde am Wasser entlangradeln; an manchen Stellen ist das zum Schutz der Vögel nicht erlaubt. Achten Sie dort auf die Beschilderung. Die Wege, der kurze Plankierpad und die Beobachtungsmöglichkeiten im Nationalpark bieten damit unterschiedliche Arten, Landschaft zu erleben, ohne dass daraus eine einzige feste Route wird.

Wasser, Technik und Landschaft

Die Deltawerke schützen Zeeland vor Hochwasser, haben die Erreichbarkeit der Provinz verbessert und zur Entstehung neuer Naturgebiete beigetragen. Die Oosterscheldekering ist die größte Sturmflutsperre der Niederlande. Einen weiteren Zugang zur Geschichte des Wassers bietet das Watersnoodmuseum in den Caissons von Ouwerkerk. Es vermittelt Wissen über die Flutkatastrophe von 1953 und über die fortdauernde Beziehung der Niederlande zum Wasser – in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

Neeltje Jans war eine Baustelleninsel der Deltawerke und ist heute ein Naturgebiet. Zu seinen Merkmalen zählen weitläufige Strände, die Aussicht auf die Oosterscheldekering und ein Dünengelände, in dem viele Vögel brüten. Hier treffen die Geschichte der Bauarbeiten und ein heutiger Blick auf Landschaft und Vogelwelt aufeinander.

Die Grevelingen liegt an der Grenze zwischen Zeeland und Zuid-Holland und ist Europas größter Salzwassersee. Dort werden geführte Naturausflüge mit einem Guide von Staatsbosbeheer angeboten, unter anderem zu Kabbelaarsbank, De Punt und Slikken van Flakkee. Im Veerse Meer wiederum liegen 17 Inseln: Fünf sind Vögeln vorbehalten, die anderen sind für Besucher zugänglich. Sie können das Gewässer mit einem Motorboot oder einer Sloop erkunden; Boote lassen sich auch für einen Tag mieten. Zu den möglichen Aktivitäten am Veerse Meer zählen Wasserski, Wakeboarden, Windsurfen, Tauchen und Schnorcheln. An der Brouwersdam wird gesurft.

Städte, Traditionen und regionale Küche

Auch die Orte Zeelands erzählen unterschiedliche Seiten der regionalen Geschichte. In der Festungsstadt Hulst sind noch drei der früheren vier Stadttore erhalten; auf den Stadtwällen können Sie spazieren. Sluis besitzt den einzigen Belfried der Niederlande. In Zeeland werden außerdem Traditionen wie Ringreiten, die Herstellung von Babbelaars und das Tragen von Trachten gepflegt.

In Vlissingen bietet das Maritiem MuZEEum Zeeland Führungen zu verschiedenen Themen an: dazu gehören Michiel de Ruyter, das Lampsinshuis, der Handel im 17. Jahrhundert, starke Frauen an Land sowie die Geschichte Zeelands und der Sklaverei in Zeeland. Das Zeeuws Museum bietet eine Führung zu seinen weltberühmten Wandteppichen mit Darstellungen von Seeschlachten aus dem 16. Jahrhundert. Wenn Sie diese Führung einplanen, prüfen Sie vorab die aktuellen Termine und Buchungsbedingungen.

In Yerseke reicht die Geschichte der Austernzucht weit zurück, und die Austernbecken können besichtigt werden. Muscheln, Austern und Oosterschelde-Hummer zählen zu den kulinarischen Spezialitäten Zeelands. So umfasst eine Reise durch die Provinz neben Natur und Kulturerbe auch eine regionale Esskultur, die eng mit dem Wasser verbunden ist.

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