An der Südküste von Schouwen-Duiveland liegt das Naturgebiet Zuidkust van Schouwen, ein Teil des Nationaal Park Oosterschelde. Hier begegnen Ihnen vogelreiche Küstenlandschaften, während historische Bauwerke und Museen andere Kapitel der Region erzählen. Ob Sie sich für Natur, Seefahrt, Landwirtschaft oder Architektur interessieren: Die Entdeckungen lassen sich nach Ihren eigenen Schwerpunkten zusammenstellen.
Küste, Vögel und bewegtes Wasser
Auf Sandbänken, Schlickflächen und in den Inlagen des Naturgebiets kommen Tausende Küstenvögel vor; ihre Zahlen variieren je nach Jahreszeit. Auch der Austausch des Wassers prägt den Charakter des Nationalparks: Über die Sturmflutsperre ist er mit der Nordsee verbunden, zweimal täglich strömen 800 Milliarden Liter Salzwasser hinein und wieder hinaus. Der Park hat keinen Haupteingang und keinen Zaun und ist kostenlos zugänglich. Örtliche saisonale Einschränkungen sind dabei zu beachten.
Weitere Naturgebiete eröffnen andere Blickwinkel. Die Boswachterij Westerschouwen ist ein küstennahes Naturgebiet und der größte Wald Zeelands; dort gibt es Möglichkeiten zum Wandern. Wer mit dem Mountainbike unterwegs ist, findet in der dortigen Route einige Anstiege und steile Abfahrten. In den Zeepeduinen sind 40 Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg erhalten. Sommerexkursionen führen an die Geschichte des Atlantikwalls heran. Seit 1988 stehen die Zeepeduinen als Naturdenkmal unter Schutz.
Am Ufer des zentralen Dünensees in den Zeepeduinen befindet sich ein Vogelbeobachtungshaus, von dem aus Sie Wasservögel beobachten können. Auch eine Rundfahrt auf der Oosterschelde bietet Gelegenheit, Watvögel, Seeschwalben und Austernfischer zu sehen. Eine Seehundsafari im Nationalpark vermittelt mehr über die Tiere und das Naturgebiet; solche Angebote können je nach Saison und Veranstalter variieren.
Geschichte in Bauwerken und Museen
In Zierikzee erzählt das Stadhuismuseum von der Geschichte der Denkmalstadt und ihrer Umgebung. Es ist im ehemaligen Rathaus untergebracht, einem denkmalgeschützten Gebäude, das mehr als 450 Jahre alt ist. Das Gravensteen ist das älteste Gefängnis in Zeeland. Wer einen Überblick über Stadt und Umgebung sucht, kann den Sint-Lievensmonstertoren, auch De Dikke Toren genannt, besteigen. Von dort reicht der Blick über die Stadt, die Zeelandbrug und die Oosterschelde. Prüfen Sie die Zugangsmöglichkeiten des Turms vor Ihrer Reise.
Ein weiteres markantes Zeugnis der Vergangenheit ist der Plompe Toren: Er ist der einzige erhaltene Hinweis auf das untergegangene Dorf Koudekerke. Sie können den Turm besteigen und von oben auf die Oosterschelde und die Koudekerkse inlaag blicken; auch hier sollten Sie sich vorab über den Zugang informieren. In Ouwerkerk ist das Watersnoodmuseum in den Caissons untergebracht. Das Schloss Slot Haamstede besitzt einen Wassergraben und einen Schlosswald; sein ältester Teil stammt aus dem 13. Jahrhundert.
In Bruinisse zeigt Brusea die Geschichte der Fischerei, darunter den Muschelfang und das frühere Leben und Arbeiten der Muschelfischer. In der Museumsküche können Besucher außerdem Zeeuwse bolussen backen. Die Museumboerderij Goemanszorg widmet sich der Entwicklung der Landwirtschaft und dem früheren Leben und Arbeiten auf Schouwen-Duiveland. Wechselnde Ausstellungen und historische Landwirtschaftsgeräte machen diesen Wandel anschaulich. Für Kinder gibt es dort eine eigens für sie entwickelte kostenlose Audiotour.
Auch kleinere Entdeckungen ergänzen das Bild: Am maritimen Hafen von Brouwershaven führt ein kleines Museum in mehreren Ausstellungsräumen in die Geschichte der Seefahrt ein. Die Molen Nieuwerkerk, auch Nieuwerkerkse Molen genannt, wurde 1844 gebaut. Eine Besichtigung ist nach Vereinbarung möglich, wenn die Mühle in Betrieb ist.
Wasser, Wege und praktische Orientierung
Am Brouwersdam unterscheiden sich die Möglichkeiten je nach Seite. An der Grevelingen-Seite können Sie windsurfen, wingfoilen, Stand-up-Paddling betreiben und segeln; an der Nordseeseite sind Kitesurfen und Kitefoiling möglich. Bedingungen und Angebote können variieren, und an der Nordseeseite sollten Sie die ausgewiesenen Zonen vor Ort prüfen. An den Stränden und im Dünengebiet können Sie außerdem baden und Wassersport treiben; örtliche Bereiche und Bedingungen können sich unterscheiden.
Auch Rad- und Wanderrouten geben Ihnen Spielraum bei der Planung. Die 53 Kilometer lange Fahrradroute Toen en Nu führt über alte Deiche, vorbei an ehemaligen landwirtschaftlichen Häfen und an salzhaltigen Naturgebieten; Routendetails können sich ändern. Die Fahrradroute Vogelboulevard folgt dem Fahrradknotenpunktsystem und kann in Zierikzee oder Burgh-Haamstede begonnen werden. Über das Wanderwegenetz können Sie eigene Routen und deren Länge festlegen, indem Sie von Knotenpunkt zu Knotenpunkt navigieren.
Für die Anreise auf der Straße ist Schouwen-Duiveland über die N59, N57 und N256 erreichbar. Am Transferium Renesse können Sie Ihr Auto für einen Strandtag parken; von dort fahren kostenlose Busse zum Strand. Da dieser Service saisonabhängig sein kann, lohnt sich ein Blick auf den aktuellen Fahrplan.
Weitere Reiseziele entdecken: Brouwershaven, Bruinisse, Burgh-Haamstede, Ellemeet, Renesse, Scharendijke, Zierikzee, Zonnemaire, Kerkwerve, Westenschouwen, Noordwelle, Noordgouwe, Dreischor, Ouwerkerk, Nieuwerkerk, Serooskerke Schouwen, Oosterland.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Zeeland.