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Römerzeit, Mittelalter und der Achtzigjährige Krieg begegnen in Aardenburg als unterschiedliche historische Bezugspunkte. Die Sint-Baafskerk, die Kaaipoort, Überreste eines römischen Kastelltores und die Wallen zeigen verschiedene historische Schichten. Dazu kommen archäologische Einblicke im Cultuurforum sowie Wege zu Fuß und mit dem Rad. Wenn Sie ein Reiseziel nach konkreten Kultur- und Naturthemen auswählen, bietet Aardenburg mehr als einen einzelnen Blick auf ein historisches Bauwerk.

Bauwerke und ihre unterschiedlichen Zeitschichten

Die Sint-Baafskerk ist das älteste Gebäude in Aardenburg. Zugleich ist sie das einzige erhaltene Beispiel in den Niederlanden, das in dieser Bauweise errichtet wurde. Damit verbindet die Kirche Ortsgeschichte mit einer Bauweise, die in dieser Form nur hierzulande erhalten ist.

Die Kaaipoort ist das einzige erhaltene Stadttor von Aardenburg. Ihre Grundform stammt aus dem Jahr 1299, ihr heutiges Erscheinungsbild aus dem Jahr 1650. Die Jahreszahlen stehen für unterschiedliche Angaben am selben Tor: für die Grundform und für die spätere Gestalt. An diesem Beispiel lässt sich die Geschichte eines Bauwerks in mehr als einem Datum ablesen.

Eine weitere architektonische Spur führt zum ehemaligen Burgerweeshuis, auch De Meiboom genannt. Dessen Regentenstube ist im Stil der Neorenaissance ausgeführt, der in den Niederlanden als selten gilt. Im Straßenbild sichtbar gemachte Überreste des westlichen Torbaus eines römischen Kastells werden von zwei schweren Rundtürmen flankiert. Die Türme sind etwa sechs Meter hoch. Ein eigener öffentlicher Orientierungspunkt ist der Brunnen mit vier Fröschen auf dem Kaaiplein.

Die Wallen als Kultur- und Naturthema

Die Wallen von Aardenburg sind ein kulturhistorisches Kleinod aus der Zeit des Achtzigjährigen Krieges und weisen zugleich Merkmale aus der Römerzeit und dem Mittelalter auf. Grasflächen und Sträucher bieten dort Lebensraum für den Laubfrosch, den Kammmolch, den Kleinen Wasserfrosch, den Grünfrosch und den Grasfrosch. So stehen an diesem Ort historische Epochen und ein konkreter Lebensraum nebeneinander: Die Wallen lassen sich sowohl kulturgeschichtlich als auch mit Blick auf die Amphibienarten einordnen.

Routen zu Fuß und mit dem Rad

Der Omloper van Aardenburg ist eine 6,9 Kilometer lange VVV-Wanderroute rund um Aardenburg. Sie folgt den Spuren der Römer und mittelalterlicher Soldaten und verbindet damit eine konkrete Strecke mit den historischen Themen des Ortes. Entlang von Haven und Kaai gibt es mehrere Parkmöglichkeiten; von dort beginnt die Wanderroute über den Oliepotsepad.

Auch mit dem Rad gibt es unterschiedliche Streckenangaben: Entlang eines Teils der Wallen verläuft ein Radweg. Die MTB-Route Sluis ist 41,5 Kilometer lang; 48 Prozent davon verlaufen abseits befestigter Wege. Sie führt an Sluis, Aardenburg und dem belgischen Middelburg vorbei. Der Vergleich der genannten Distanzen hilft bei der Einschätzung des Streckenformats: Der Omloper umrundet Aardenburg, während die MTB-Route einen deutlich größeren Umfang hat. Prüfen Sie vor der Abfahrt die Routendetails, da veröffentlichte Angaben sich ändern können.

Archäologische Geschichten im Cultuurforum

In der ArcheoHotspot im Cultuurforum Aardenburg können Besucher Experten Fragen stellen und mehr über die historischen und archäologischen Geschichten gefundener Objekte erfahren. Das ergänzt den Blick auf Bauwerke und Landschaft um die Perspektive einzelner Fundstücke. Wenn Sie sich für die Geschichte hinter archäologischen Objekten interessieren, können Sie dort Fragen an Experten richten und mehr über deren Geschichten erfahren.

Weitere Reiseziele entdecken: Schoondijke, Zuidzande, Breskens, Sluis, Ijzendijke, Oostburg, Groede, Cadzand.

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