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Im Osten von Zeeuws-Vlaanderen erstreckt sich Westdorpe auf und entlang der Graaf-Jansdijk. Für Ihre Reiseplanung lassen sich zwei Interessenfelder unterscheiden: Natur und Kulturerbe. Canisvliet steht für eine Landschaft aus Prielen, Wäldern und feuchten Wiesen; Gedenkstein, Schleuse und Museum führen zu unterschiedlichen historischen Themen. So können Sie den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts danach setzen, ob Sie eher draußen unterwegs sein oder mehr über lokale Geschichte und Bauwerke erfahren möchten.

Canisvliet und die Runde durch Westdorpe

Das Naturgebiet Canisvliet bei Westdorpe umfasst 42 Hektar. Zu seinen Bestandteilen gehören Reste von Prielen, Wälder und feuchte Wiesen. Die Prielreste geben der Landschaft einen wasserbezogenen Aspekt; Wiesen und Wälder ergänzen ihn um offene und bewachsene Bereiche. So lässt sich Canisvliet nicht auf einen einzigen Landschaftstyp reduzieren.

Die Wanderroute „Ommetje Westdorpe lang“ ist 9,31 Kilometer lang und beginnt und endet in Westdorpe. Sie verlässt Canisvliet, führt über den Deich am Kanal von Terneuzen nach Gent in Richtung der Brücke und verläuft anschließend durch den Ortskern. Die Wegfolge verbindet damit Naturgebiet, Kanaldeich und Dorfkern. Da sich die Streckenführung ändern kann, prüfen Sie den aktuellen Verlauf, bevor Sie Ihre Runde planen.

Gedenken und Wasserbau

Das Kriegsdenkmal von Westdorpe ist ein schwarzer marmorner Gedenkstein, eingelassen in eine beschädigte rote Backsteinmauer. Es wurde am 19. September 1994 enthüllt und erinnert an sieben Mitbürger, die während der Besatzungsjahre durch Kriegshandlungen ums Leben kamen. Das Datum bezeichnet die Enthüllung des Denkmals; die Erinnerung gilt den Menschen, die in den Besatzungsjahren starben.

Die Zwartenhoekse Zeesluis, auch Grote Petrus genannt, stammt aus den Jahren 1788/89. Sie ist eine dreikammerige Entwässerungsschleuse, die bei Bedarf auch als Inundationsschleuse genutzt werden konnte. Wasserentwässerung und die mögliche Nutzung zur Überflutung gehören somit beide zu ihrer Geschichte. Die Schleuse war eine der letzten, die Teil der Staats-Spaanse linies waren. Im näheren Umfeld lässt sie sich beim Weiler „Batterij“ auf dem Weg von der Axelse Sassing in Richtung Westdorpe besichtigen.

Museum und De Baeckermat

Das Museum Oud Westdorpe befindet sich in einem ehemaligen Kirchengebäude, das zum MFC „de Kirke“ umgewandelt wurde. Es wurde 1964 gegründet, nachdem in den Poldern rund um das Dorf umfangreiche archäologische Funde gemacht worden waren. In De Kirke ist außerdem der marmorne Altar vorne in der Kirche erhalten. Museumsgeschichte und ein Detail der kirchlichen Innenausstattung bieten damit unterschiedliche Anknüpfungspunkte für einen Blick auf die örtliche Geschichte.

Das Besucherzentrum De Baeckermat in Westdorpe zeigt, wie Natur, Umwelt und Landwirtschaft miteinander verbunden sind. Sein Thema ergänzt die konkreten Landschaftsbestandteile von Canisvliet um eine weitere Perspektive auf die Beziehung zwischen Naturraum und Landwirtschaft. Beim Landwinkel bei De Baeckermat werden lokal hergestellte regionale und saisonale Produkte angeboten. Das Sortiment kann sich ändern; wenn Sie gezielt nach bestimmten Produkten suchen, prüfen Sie das aktuelle Angebot.

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