Landschaftsorte im Bundesstaat Enugu
Der Awhum-Wasserfall, das Iva Valley, der Nike-See, der Iyi-Nzu-Ezimo-Wasserfall, die Ezeagu-Höhle und der Milliken Hill zählen zu den bedeutenden touristischen Orten im Bundesstaat Enugu. Schon ihre Namen zeigen eine abwechslungsreiche Auswahl: Zwei Wasserfälle stehen neben einem Tal, einem See, einer Höhle und einem Hügel. Damit eröffnet sich nicht nur ein einzelnes Landschaftsthema, sondern eine Reihe unterschiedlicher Ansatzpunkte für Ihre Reiseplanung.
Die zwei Wasserfälle bilden den deutlichsten Vergleich innerhalb der Gruppe: Wenn Wasserfälle Ihr Schwerpunkt sind, können Sie Awhum und Iyi-Nzu-Ezimo als ein gemeinsames Thema betrachten. Daneben stehen vier andere Landschaftsformen – Tal, See, Höhle und Hügel. Für Ihre Reiseideen können Sie nach einem Schwerpunkt suchen oder mehrere unterschiedliche Naturmotive nebeneinanderstellen. So wird die Auswahl übersichtlicher, ohne dass daraus eine Rangfolge der Orte entsteht.
Kulturelle Bezüge in der Region
Das Mmanwu-Festival wird mit Enugu und Anambra in Verbindung gebracht. Iri Ji, das Neujam-Festival, wird in allen Igbo-Staaten gefeiert. Die Bezüge unterscheiden sich im Maßstab: Mmanwu verbindet Enugu und Anambra als gemeinsamer Festivalbezug, während Iri Ji in allen Igbo-Staaten gefeiert wird. So ergänzen regionale und weiter reichende Kulturthemen die Landschaftsperspektive.
Nigeria im größeren kulturellen und landschaftlichen Rahmen
Über Enugu hinaus eröffnet Nigeria weitere kulturelle und landschaftliche Perspektiven. Klimatische Unterschiede bringen im Land ein Nord-Süd-Gefälle verschiedener Lebensräume und Ökosysteme hervor. Der Nationalparkdienst nennt für Nigeria mehr als 1.340 Tierarten, darunter 274 Säugetierarten; beim Artenbestand der Säugetiere rangiert das Land in Afrika an achter Stelle. Diese Werte sind berichtete Zahlen und keine aktuellen Schätzungen.
Sukur ist eine alte Siedlung; ihre Geschichte der Eisenverhüttung, des florierenden Handels und starker politischer Institutionen reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Sukurs Landschaft umfasst Terrassenfelder, Trockensteinbauten und gepflasterte Steinwege. Der Hidi ist das politische und spirituelle Oberhaupt der Gemeinschaft; sein Palast aus Trockenstein ist von zahlreichen Schreinen umgeben, darunter einigen aus Keramik. Viele stillgelegte Schachtöfen zur Eisenverhüttung sind erhalten. Sie wurden mit Blasebälgen betrieben und standen gewöhnlich nahe den Häusern ihrer Besitzer. Traditionelle Terrassenlandwirtschaft und die damit verbundenen Ritualsysteme bestehen fort; regelmäßig begangene Feste und Zeremonien gelten als Zeichen kultureller Kontinuität.
Weitere Beispiele aus Nigeria zeigen unterschiedliche Yoruba-Traditionen. Das jährliche Prozessionsfest am Osun-Osogbo Sacred Grove dauert zwölf Tage im Juli und August. Es erneuert die Verbindung zwischen der Göttin und den Menschen der Stadt und trägt zum Erhalt lebendiger Yoruba-Kulturtraditionen bei. Das Sango Festival of Oyo markiert im August den Beginn des Yoruba Traditional New Year; es ist eine Ahnenverehrung, die in Sango nahe dem antiken Koso Temple stattfindet. Am Vorabend des Yoruba New Year teilen und essen Anhängerinnen und Anhänger von Sango geröstete neue Yamswurzeln und Palmöl.
Weitere Reiseziele entdecken: Enugu, Nsukka, Flüsse, Ondo, Kwara, Nassarawa, Edo, Zamfara.
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