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In Nsukka lassen sich zwei kulturelle Perspektiven unterscheiden: das Museum des Institute of African Studies der University of Nigeria, Nsukka, und die Tradition des Onunu-Festes. Das Museum ist für Lernen, Unterhaltung, Erholung und Forschung gestaltet; beim Fest stehen die Verehrung von Nkwo Nsukka und überlieferte Bräuche im Mittelpunkt. So stehen eine universitäre Einrichtung und eine Festtradition mit eigener Abfolge und verschiedenen Ritualen als unterschiedliche kulturelle Blickwinkel nebeneinander.

Das Museum auf dem Hauptcampus

Das Museum befindet sich auf dem Hauptcampus der University of Nigeria, Nsukka. Seine Ausrichtung umfasst vier Zwecke: Lernen, Unterhaltung, Erholung und Forschung. Damit ist es nicht auf Forschung allein ausgerichtet; auch Lernen und Erholung gehören zu den vorgesehenen Nutzungen. Dieser institutionelle Rahmen unterscheidet sich von den einzelnen Handlungen der Onunu-Tradition. Wer die kulturellen Themen Nsukkas einordnet, kann so einen universitären Schwerpunkt von Festfolge und Ritual unterscheiden.

Onunu: Verehrung und Festfolge

Das jährlich in Nsukka begangene Onunu-Fest ehrt Nkwo Nsukka. Die Menschen von Nsukka erweisen ihr Ehre und huldigen ihr; sie gilt als Ahnmutter der Stadt. Diese Verehrung gibt dem Fest seinen besonderen Bezug zu Nsukka und erklärt, weshalb Nkwo Nsukka im Mittelpunkt steht. Onunu folgt auf die achtundzwanzig Tage der Ngburu-ahua-Feier. Diese Reihenfolge ordnet Onunu im traditionellen Festkalender ein und macht die vorausgehende Ngburu-ahua-Feier zu einem zeitlichen Bezugspunkt.

Ringkampf am Vorabend

In der traditionellen Festfolge leitet der Ringkampf-Wettbewerb Ote Nkwo am Vorabend das Onunu-Fest ein. Als Auftakt ist Ote Nkwo vom Onunu-Fest selbst zu unterscheiden: Der eine Name steht für den Wettbewerb, der andere für das Fest, das darauf folgt. Zum Ringkampf-Brauch am Nkwo Square gehören ein Kreis aus Zuschauern und jeweils zwei gleichzeitig ringende Wettkämpfer. So sind beim Ote Nkwo sowohl seine Position im Ablauf als auch die Form des Ringkampfs klar umrissen.

Orome und Gebet

Ein weiterer Onunu-Brauch heißt Orome. Ausgewählte Mädchen werden auf den Schultern älterer Frauen getragen und tanzen zu Trommelrhythmen und den Liedern der Frauen. Hier stehen nicht der Wettkampf und seine Zuschaueranordnung im Mittelpunkt, sondern Tanz und musikalische Begleitung. Die Rollen sind konkret: Mädchen tanzen, ältere Frauen tragen sie, und Trommelrhythmen sowie die Lieder der Frauen begleiten den Tanz. In der Festtradition bringen die Umuada, die älteren Frauen, Kolanüsse, Palmwein und Okpa zum Gebet am Onu Nkwo Nsukka. So lassen sich Ringkampf, Tanz und Gebet auseinanderhalten; zugleich zeigen diese Bräuche unterschiedliche Rollen und Handlungen.

Für die Einordnung der Bräuche helfen zwei Fragen: An welcher Stelle der traditionellen Festfolge stehen sie, und wodurch unterscheiden sich ihre Handlungen? Die zeitliche Linie führt von der Ngburu-ahua-Feier über Ote Nkwo am Vorabend zum Onunu-Fest; der Vergleich trennt Ringkampf, Orome-Tanz und Gebet. So entsteht eine nachvollziehbare Ordnung aus Zeitfolge und unterschiedlichen Ritualformen.

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