Zum Inhalt

Sankt Margarethen im Burgenland liegt im Ruster Hügelland. Sein Profil reicht vom aktiven Werksteinbruch und der jährlichen Oper bis zu Erinnerungsorten, Skulpturenwegen und Radfahren. Für die Reiseplanung ist der Steinbruch ein besonderer Ausgangspunkt: Er ist zugleich ein Ort des Werksteinabbaus und die Kulisse für ein kulturelles Freiluft-Erlebnis. Daneben bieten historische Orte und Wege eigenständige Schwerpunkte für den Aufenthalt.

Oper und Geschichte des Steinbruchs

Der Steinbruch St. Margarethen ist einer der ältesten noch aktiven Werksteinbrüche Österreichs. Seit 1996 dient er als Kulisse für die jährlich stattfindende Oper im Steinbruch. Die Oper verbindet Naturkulisse, Architektur und Opernkunst zu einem Freiluft-Erlebnis inmitten der UNESCO-Welterbelandschaft. Das Gebiet rund um den Steinbruch gehört zum 2001 ernannten UNESCO-Weltkulturerbe Fertő–Neusiedler See.

Auch die Geschichte der Passionsspiele führt zum Römersteinbruch. Ihre erste Aufführung fand 1926 statt: Jugendliche spielten unter Anleitung ihres Pfarrers in der Scheune eines Bauernhofs. Anfang der 1960er-Jahre wurde der Römersteinbruch zum Spielort der Passionsspiele. So lassen sich zwei unterschiedliche Stationen ihrer Geschichte unterscheiden: die erste Aufführung auf einem Bauernhof und der spätere Spielort im Steinbruch.

Gedenkorte und Baugeschichte

Die Gedenkstätte Tor zur Freiheit umfasst eine Parkanlage, einen Spazierweg mit informativen Schautafeln, die Friedensglocke und erhaltene Reste des Eisernen Vorhangs. Der Ort verbindet eine Wegstrecke mit Information und sichtbaren Relikten. Er setzt damit einen anderen Akzent als der St. Margarethener Karner, ein frühgotisches Beinhaus aus dem 14. Jahrhundert, das mit einer Friedhofskapelle verbunden ist.

Auch die Koglkapelle erzählt von unterschiedlichen Zeiten und Widmungen. Sie wurde 1713 im Pestjahr am höchsten Punkt des Kogls errichtet und 1971 zur Heimkehrer-Gedächtniskapelle umgewidmet. Baujahr und spätere Neuwidmung geben der Kapelle zwei klar unterscheidbare historische Bezüge.

Zu Fuß durch das Ruster Hügelland

Der beschilderte Rundweg „Weg über den Berg“ führt zu rund 50 Steinskulpturen am Koglberg. Die Verbindung von Rundweg und Kunstwerken macht die Skulpturen zu einem konkreten Thema für einen Spaziergang. Ein ausgeschilderter Weg führt außerdem an einer Zieselkolonie und an der Abbaukante des Sandsteinbruchs vorbei.

Das Ruster Hügelland bietet auch eine landschaftliche Perspektive: Ausgedehnte, artenreiche Trockenrasen dienen zahlreichen heute selten gewordenen Tier- und Pflanzenarten als Rückzugsgebiet. Diese regionale Besonderheit ergänzt die kulturellen und historischen Themen der Gegend. Sie lässt sich von den konkreten Wegbeschreibungen unterscheiden: Die Trockenrasen gehören zum Ruster Hügelland, während der Rundweg „Weg über den Berg“ zu den Steinskulpturen am Koglberg führt.

Radfahren und Unterkunftssuche

Der B10-Neusiedler-See-Radweg kann direkt von Sankt Margarethen aus befahren werden; der Anschlussradweg beginnt direkt beim Freizeitzentrum. Für Radfahrende sind das konkrete Orientierungspunkte, um den Radweg in die Reiseplanung einzubeziehen. Zu Fuß stehen dagegen der Rundweg zu den Skulpturen und der ausgeschilderte Weg an Zieselkolonie und Abbaukante als unterschiedliche Themen im Blick.

Wenn Sie ein Hotel in Sankt Margarethen suchen, kann der Anlass Ihrer Reise den Suchfokus bestimmen: die Oper im Steinbruch, die Gedenk- und Baugeschichte, die Wege am Koglberg oder das Radfahren auf dem B10. Bei einer Opernreise sollten Sie die Aufführungstermine für Ihren geplanten Zeitraum prüfen.

Weitere Reiseziele entdecken: Trausdorf An Der Wulka, Breitenbrunn, Schützen Am Gebirge, Eisenstadt, Klingenbach, Hornstein, Oslip, Mörbisch Am See.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Eisenstadt.