Eine spätbarocke Pfarrkirche, eine Pestsäule aus dem Jahr 1680 und Skulpturen entlang der Wulka geben Trausdorf an der Wulka einen markanten kulturellen Schwerpunkt. Dazu kommen mehrere Kapellen mit eigener Baugeschichte und eine Vinothek in einem alten Kellergewölbe. Die Sehenswürdigkeiten setzen unterschiedliche Akzente: Kunst am Fluss, sakrale Architektur und Weinverkostung bieten Ihnen verschiedene Anknüpfungspunkte für die Wahl Ihres Aufenthalts.
Kunstmeile und Wege an der Wulka
Die Trausdorfer Kunstmeile umfasst eine etwa zwei Kilometer lange Wanderung. Ihre Skulpturen befinden sich an beiden Ufern der Wulka, zwischen der Bundesstraßenbrücke und dem kleinen Fußgängersteg auf Höhe des Friedhofs. Damit sind sowohl die ungefähre Streckenlänge als auch die beiden Orientierungspunkte benannt. Wenn Sie sich für Kunst im öffentlichen Raum interessieren, bildet diese Flussstrecke einen eigenen Schwerpunkt innerhalb der örtlichen Kulturangebote. Als weitere benannte Route führt auch der Siedlerweg Poljanci durch Trausdorf an der Wulka.
Kirche und Pestsäule
Die katholische Pfarrkirche zum heiligen Laurentius ist spätbarock. Sie wurde von 1764 bis 1767 auf den Resten einer älteren Kirche und der Michaelerkapelle errichtet; der Kirchturm kam 1769 hinzu. Diese Abfolge unterscheidet den Bau in mehrere historische Etappen. Wer sich für Baugeschichte interessiert, findet hier neben der spätbarocken Kirche auch den Hinweis auf ihre älteren Vorgänger.
Ein anderer historischer Akzent steht unmittelbar vor dem Gemeindeamt: In einer kleinen Grünanlage befindet sich die Pestsäule aus dem Jahr 1680. Ihr Aufbau verbindet einen quadratischen Pfeiler und Früchtenschnüre mit einem Kapitell, das einen Engelskopf zeigt. Die Figurengruppe stellt die Himmelskönigin, die Heilige Rosalia sowie Rochus und Sebastian dar. Gegenüber der Baugeschichte der Pfarrkirche macht die Säule einzelne Details der Gestaltung und der dargestellten Figuren zum Thema.
Kapellen mit eigenen Geschichten
Die Magdalenakapelle in der Magdalenagasse liegt nahe dem Ortszentrum und bietet einen Blick in Richtung Wulka. Der barocke Bau stammt aus dem Jahr 1747 und besitzt eine halbrunde Apsis. In der Kapelle befindet sich ein großes Fresko der Heiligen Magdalena, gemalt vom kroatischen Künstler Milan Generalic; vier weitere Fresken ergänzen es. Hier treffen sich also ein klar benennbares Baudetail, die Ausrichtung zur Wulka und eine konkrete künstlerische Arbeit.
Auch die Kreuzkapelle und die Hubertuskapelle setzen eigene Schwerpunkte. Die Kreuzkapelle wurde 2011 umfassend saniert. Über ihrer Mensa befindet sich ein wertvolles lebensgroßes Kruzifix. Die Hubertuskapelle wurde 1993 errichtet; auf ihrer Steintafel sind die Namen verstorbener Jäger eingraviert. Unmittelbar neben ihr liegt in einem lichten Wäldchen ein Rast- und Grillplatz. So stehen bei den Kapellen sowohl bauliche und künstlerische Details als auch ein benachbarter Ort zum Rasten im Blick.
Weinverkostung im historischen Keller
Eine weitere Möglichkeit, den Aufenthalt thematisch zu gestalten, bietet das Weingut Blaues Haus. In seinem restaurierten Kellergewölbe befindet sich eine Vinothek, in der die Weine verkostet werden können. Das Kellergewölbe gehört zu einem Haus, das über 300 Jahre alt ist. Für Ihre Planung ergänzt dieser Ort die kulturellen Motive um eine konkrete Weinverkostung, ohne dass Sie dafür ein weiteres Thema aus der Umgebung voraussetzen müssen.
Damit lässt sich Trausdorf nach den Interessen auswählen, die für Sie zählen: Die Kunstmeile verbindet Skulpturen mit der Wulka, die Pfarrkirche und die Kapellen erschließen unterschiedliche Bau- und Kunstgeschichten, und die Vinothek bietet Weinverkostung im historischen Keller. Die genannten Orte und Angebote geben Ihnen mehrere konkrete Ansatzpunkte, um den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts festzulegen.
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