Wer in Heiligenbrunn Bau- und Weinkultur kennenlernen möchte, findet im Kellerviertel einen markanten Schwerpunkt. Die lehmverputzten, strohgedeckten Holzblock-Weinkeller stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Dazu kommen die namensgebende Quelle, Angebote rund um den Uhudler und zwei Naturthemen. So können Sie Ihren Aufenthalt danach ausrichten, ob historische Bauweise, Wein oder Wandern im Vordergrund stehen soll.
Kellerviertel und Ortsgeschichte
Heute sind im Kellerviertel noch 80 denkmalgeschützte Weinkeller erhalten. Ihre Bauweise lässt sich an drei konkreten Merkmalen festmachen: Holzblockbau, Lehmputz und Strohdach. Das Kellerviertel steht seit 1969 unter Landschaftsschutz. Damit geht der Blick über einzelne Keller hinaus auf ein geschütztes Ensemble. Für die Beschäftigung mit dem Ort können Sie Bauform, historische Datierung und Schutzstatus als unterschiedliche Aspekte des Kellerviertels betrachten.
Am Beginn des Kellerviertels steht die als „Größte Uhudlertraube der Welt“ bezeichnete Landmarke. Motorsägenschnitzkünstler Günter Friedrich schuf sie 2021 aus einer abgestorbenen, etwa 200 Jahre alten Eiche. Ein heftiger Sturm hatte den Baum 2017 stark beschädigt. Die Landmarke soll die Verbindung von Heiligenbrunn, dem Weinbau und dem angrenzenden Kellerviertel aufzeigen.
Eine weitere Spur zur Ortsgeschichte bietet die Quelle, die der Ortschaft Heiligenbrunn ihren Namen gab. Sie befindet sich noch heute unterhalb der Pfarrkirche, am Fuß einer kleinen Kapelle, die dem heiligen Ulrich geweiht ist. Der Ortsname und die Lage der Quelle geben diesem Punkt einen anderen historischen Bezug als die Keller und der Weinbau.
Uhudler und Schaukellerführungen
Bei den Schaukellerführungen können Sie zwischen einer Führung durch den Schaukeller und der Führung „Quelle–Schaukeller–Kellergasse“ wählen. Eine Uhudlerverkostung kann auf Wunsch zusätzlich zu einer Schaukellerführung angeboten werden und ist auf höchstens 30 Personen begrenzt. Wenn Sie diese Option einplanen, fragen Sie sie als Zusatz an und klären Sie die Arrangements vor der Reise.
Rund um Heiligenbrunn, Eltendorf und Moschendorf ist der Uhudler beheimatet. In allen mit der auffälligen Uhudler-Fahne gekennzeichneten Betrieben kann er verkostet und gekauft werden. Die Fahne gibt damit eine konkrete Orientierung für die Suche nach einer Verkostungs- oder Kaufmöglichkeit, während die Schaukellerverkostung an eine Führung gekoppelt und auf Wunsch zusätzlich vorgesehen ist. Prüfen Sie die Verfügbarkeit vor einem Besuch beim jeweiligen Betrieb.
Natur und Wandern in Heiligenbrunn
Auch Natur und Bewegung haben in Heiligenbrunn unterschiedliche Schwerpunkte. Ein mehr als 1 ha großes Feuchtbiotop bietet Besuchern eine Erkundungstour durch die Fauna und Flora der Gemeinde. Die Uhudlerrunde ist eine 3,4 km lange Wandertour in Heiligenbrunn. Für die Auswahl bedeutet das einen klaren Unterschied: Bei der Runde ist die Länge beziffert, beim Feuchtbiotop steht die Erkundung von Flora und Fauna im Mittelpunkt. Sie können daher entscheiden, ob Ihnen eher eine Wanderung mit angegebener Länge oder eine Naturerkundung zusagt.
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