Clusius in Güssing: Werk und Erinnerung
1583 schuf Carolus Clusius in Güssing das Werk „Stirpium Nomenclator Pannonicus“. Sieben Tafeln, die in der Stadt Güssing verteilt sind, informieren über sein Leben, Wirken und seine Bedeutung. Damit verbindet sich ein genau benanntes Werk mit der Geschichte des Botanikers und seinem Bezug zu Güssing.
Auswanderung, Mundart und Klostergeschichte
Im Gebäude der alten Hofmühle befindet sich das Josef Reichl- und Auswanderer-Museum; es umfasst zwei Museen. Das Auswanderer-Museum dokumentiert die Auswanderung tausender Burgenländer, vor allem in die USA, zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Der zweite Ausstellungsteil ist dem Güssinger Mundartdichter Josef Reichl gewidmet. So stehen in diesem Museum zwei verschiedene Themen nebeneinander: die Geschichte der Auswanderung und die Mundart eines Dichters aus Güssing.
Das Franziskanerkloster in Güssing wurde 1648/49 von Adam Graf Batthyány I. gestiftet. Zusammen mit Clusius’ Werk von 1583 und der im Museum behandelten Auswanderung zu Beginn des vorigen Jahrhunderts eröffnet diese Klosterstiftung einen Blick auf unterschiedliche Abschnitte der Güssinger Geschichte.
Güssinger Teiche: Feuchtgebiet und Artenvielfalt
Bei den Güssinger Teichen wechselt der Blick von historischen Personen und Migration zu einem Feuchtgebiet. Es ist Lebensraum für mehr als 30 Libellenarten sowie für zahlreiche Frösche, Kröten, Unken und Molche. Das Ramsar-Schutzgebiet Güssinger Teiche ist zudem ein wichtiger Brutplatz für Wasservögel. Wer sich für Natur interessiert, findet hier sowohl einen Schutzgebietsbezug als auch konkret benannte Tiergruppen.
Ökoenergie und Kulturtermine
Das Europäische Zentrum für Erneuerbare Energie bietet im Rahmen des Ökoenergietourismus Präsentationen zum Modell Güssing sowie Besichtigungen von Demonstrationsanlagen im ökoEnergieland an. Eine vorherige Vereinbarung ist ratsam. Auch das Biomasse-Fernheizwerk Güssing ist Bestandteil des Ökoenergietourismus-Angebots. Damit gehören sowohl die Vermittlung des Modells als auch Anlagenbesichtigungen zu diesem Themenbereich.
Der Güssinger Kultursommer wurde 2001 von Frank Hoffmann gegründet. Als Veranstaltungsorte dienen das Kulturzentrum Güssing und das Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf. Davon zu unterscheiden ist Musical Güssing: Seit den 1980er-Jahren bringt es am Ende jedes Sommers Musicalproduktionen auf die Bühne. Wenn Sie Ihren Aufenthalt nach einer Aufführung planen möchten, prüfen Sie die Termine für den gewünschten Zeitraum.
Öffnungszeiten und öffentliche Verkehrsverbindungen
Die Burg Güssing ist vom 14. März bis 31. Oktober 2026 geöffnet. Für Reisen in späteren Saisonen prüfen Sie bitte die dann geltende Öffnungszeit. Für das Josef Reichl- und Auswanderer-Museum sind Besuchszeiten ohne Jahresbezug angegeben: von Mai bis Oktober samstags, sonntags und an Feiertagen von 14.00 bis 18.00 Uhr oder nach Vereinbarung. Prüfen Sie diese Zeiten vor der Anreise.
Das BAST-Anrufsammeltaxi ist mit dem öffentlichen Linienbusverkehr abgestimmt. Es verbindet festgelegte Haltestellen mit dem nächstgelegenen Knotenpunkt des öffentlichen Verkehrs. Prüfen Sie die Betriebsdetails vor der Fahrt, wenn Sie diese Verbindung nutzen möchten.
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