Maria Bild lässt sich über zwei Blickwinkel entdecken: die Wallfahrtskirche mit ihrer religiösen Kunst und Wanderwege, die durch Wälder und ins Saubachtal führen. Die Kirche ist ein Ausgangspunkt für Engelweg und Landweg; der Wasserweg ist durch schattige Waldabschnitte und seinen Verlauf entlang des Saubachs geprägt. So können Sie Kultur, eine Wanderung oder beides in den Mittelpunkt Ihres Aufenthalts stellen.
Wallfahrtskirche und religiöse Kunst
Die Wallfahrtskirche Maria Bild wurde 1793 unter Abt Marian Reuter von Heiligenkreuz und St. Gotthard erbaut. Auf dem Hochaltar befindet sich eine Kopie des Gnadenbildes Maria Pötsch aus dem Wiener Stephansdom. Eine weitere Zeitschicht zeigt die Restaurierung 2014–2015: In diesem Zuge wurde der Hochaltar der Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung in Maria Bild neu gestaltet. So stehen der Kirchenbau des 18. Jahrhunderts und eine deutlich spätere Veränderung des Altars nebeneinander. Wer sich für Wallfahrtsgeschichte und religiöse Kunst interessiert, findet hier konkrete Themen für den Kulturteil der Reise.
Wasserweg und Engelweg
Der Wasserweg verläuft überwiegend über Wald- und Feldwege. Große Teile der Strecke führen durch schattige Wälder und entlang des Saubach-Ufers. Pilgerstationen und zahlreiche meditative Plätze inmitten der Natur säumen die Route. Hier kommen Wald- und Uferabschnitte mit Stationen zusammen, die der besinnlichen Seite des Weges Raum geben.
Der Engelweg ist Teil einer historischen Pilgerroute. Von der Wallfahrtskirche führt er über einen Waldpfad ins Saubachtal, am Weber-Kreuz vorbei und am Saubach entlang nach Osten. Anschließend geht es über einen kleinen Waldanstieg zurück zur Kirche. Damit unterscheidet sich seine beschriebene Streckenführung vom Wasserweg: Beim Engelweg gehören das Weber-Kreuz und die Rückkehr zur Wallfahrtskirche zum Verlauf; beim Wasserweg prägen schattige Waldstücke und die Pilgerstationen das Bild.
Den Landweg einordnen
Auch der Landweg beginnt an der Wallfahrtskirche. Er führt über einen Abschnitt des Wasserwegs und einen Waldweg ins Saubachtal sowie durch die gesamte Gemeinde Weichselbaum. Mit 14,2 Kilometern ist er der längste und anspruchsvollste Wanderweg. Wenn Sie Ihre Tour nach Länge und Anspruch planen, ist diese Angabe ein konkreter Anhaltspunkt für die Wahl des Weges.
Die Betriebe entlang des Landwegs sind nicht durchgehend geöffnet; teilweise gelten flexible Öffnungszeiten. Für eine Weinverkostung oder einen Einkauf bei einem Direktvermarktungsbetrieb vereinbaren Sie vorab einen Termin mit dem jeweiligen Betrieb. Da sich Wegabschnitte und Oberflächen verändern können, prüfen Sie vor dem Aufbruch außerdem die aktuellen Wegbedingungen.
Weintradition und Veranstaltungen
Zur lokalen Weintradition gehört das Weingut Familie Gratl, dessen Wurzeln bis ins 18. Jahrhundert zurückreichen. Der Landweg bezieht Weinbaubetriebe entlang der Route für organisierte und vorab angekündigte Wandergruppen ein. Für individuelle Weinverkostungen oder Einkäufe vereinbaren Sie dagegen vorab einen Termin mit dem jeweiligen Betrieb.
Auch Kulturveranstaltungen ergänzen die Themen des Ortes. Der Kultur.Verein Maria Bild im LandRastHaus Maria Bild bietet unter anderem Kabarett, Musikshows, Theater-Workshops sowie Foto- und Bilderausstellungen an. Da sich das Programm ändern kann, prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Veranstaltungstermine. So lassen sich die historischen und landschaftlichen Schwerpunkte je nach Interesse um ein konkretes Kulturangebot ergänzen.
Weitere Reiseziele entdecken: Heiligenkreuz Im Lafnitztal, Neuhaus Am Klausenbach, Eltendorf, Poppendorf im Burgenland, Jennersdorf, Weichselbaum, Sankt Martin An Der Raab, Deutsch Kaltenbrunn.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Jennersdorf.