Zum Inhalt

Geschichte und Natur am Leithagebirge

Am Fuße des Leithagebirges und umgeben von alten Steinbrüchen liegt Kaisersteinbruch. Steinmetzhandwerk, historische Bauwerke und Natur prägen unterschiedliche Seiten des Orts. Wenn Sie eine Unterkunft für Ihren Aufenthalt wählen, kann ein Blick auf diese Interessen helfen: Möchten Sie vor allem Ortsgeschichte, Wanderungen oder Vogelwelt und Feuchtlebensräume in den Mittelpunkt stellen?

Steinmetzhandwerk und Bauwerke

Das Steinmetzmuseum Kaisersteinbruch dokumentiert die Geschichte des Ortes und der Steinmetzzunft. Ein prägender Abschnitt reicht in die Renaissance zurück: In Kaisersteinbruch entwickelte sich damals eine italienische Künstlerkolonie. Die Verwendung des Kaisersteins lässt sich auch an Bauwerken außerhalb des Ortes nachvollziehen: Er wurde für die Wiener Hofburg und Schloss Esterházy in Eisenstadt verwendet. Ein ORF-Bericht vom 10. April 2023 nennt außerdem Gestein aus dem „Blauen Bruch“, das unter anderem beim Bau von Schloss Schönbrunn verwendet wurde. Die Künstlerkolonie und die späteren Bauwerksbezüge zeigen zwei unterschiedliche Seiten der örtlichen Kulturgeschichte: die künstlerische Entwicklung im Ort und die Verwendung des Kaisersteins andernorts.

Römische Bezüge

Zum Bestand des Museums gehört eine Münzsammlung aus dem Umfeld einer ehemaligen römischen Villa; die Villa reicht bis ins 1. Jahrhundert v. Chr. zurück. Auch die Römer nutzten die Steinbrüche bei Kaisersteinbruch. Im zeitlichen Vergleich stehen die römische Steinbruchnutzung und die Renaissancekolonie als zwei unterschiedliche Kapitel der Ortsgeschichte nebeneinander. Für einen historischen Blick sind dabei zwei Antike-Bezüge auseinanderzuhalten: die Münzsammlung aus dem Umfeld der Villa und die römische Nutzung der Steinbrüche.

Ein ernstes Kapitel der Ortsgeschichte

Das Steinmetzmuseum dokumentiert auch das Kriegsgefangenenlager Stalag XVII A aus dem Zweiten Weltkrieg und die anschließende sowjetische Besatzung in Kaisersteinbruch. Im Lager starben rund 10.000 Häftlinge, darunter etwa 9.500 aus der Sowjetunion. Die sowjetischen Häftlinge machten damit fast die gesamte Zahl der Opfer aus. Dieses Thema setzt neben Handwerk und Baukunst einen ernsten Schwerpunkt in der Ortsgeschichte.

Kirche und weitere Sehenswürdigkeiten

Zu den Sehenswürdigkeiten zählt die prachtvoll restaurierte Kirche von Kaisersteinbruch aus dem 17. Jahrhundert. Ihre Entstehung geht auf ein Gelübde mehrerer Einwohner während der Pest von 1617 zurück. Das barocke Friedhofstor und der Europabrunnen mit zahlreichen Länderplatten sind ebenfalls Sehenswürdigkeiten. Die Verbindung von Kirchenbau und Pestgeschichte liefert einen eigenständigen Zugang zum Ort.

Wandern und Feuchtbiotop

Die Wälder rund um Kaisersteinbruch laden zum Wandern ein. Das Naturschutzgebiet Batthyanyfeld ist ein ornithologisch artenreiches Feuchtbiotop in der Katastralgemeinde Kaisersteinbruch. Bei der Planung lässt sich abwägen, ob Wandern oder das Interesse an Vogelwelt und Feuchtlebensraum den Ausschlag geben soll.

Weitere Reiseziele entdecken: Gols, Frauenkirchen, Podersdorf Am See, Weiden Am See, Edelstal, Bruckneudorf, Andau, Winden Am See

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Neusiedl Am See.

Unterkünfte suchenAnzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.