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Mitten auf dem örtlichen Friedhof steht die römisch-katholische Pfarrkirche in Zurndorf. Sie entstand etwa um 1270 in romanisch-frühgotischer Zeit und ist den heiligen Apostelfürsten Petrus und Paulus geweiht. Ihr Hochaltarbild von F. G. Herzsch nach einer Radierung von Maulpertsch zeigt den Abschied der Apostelfürsten vor ihrer Hinrichtung; 1964 wurde es restauriert. Widmung und Bild greifen dieselben Heiligen in unterschiedlichen Formen auf: als Patrozinium und als dargestellte Szene. Die Restaurierung von 1964 betrifft das Bild, nicht die Bauzeit der Kirche – beide Daten markieren verschiedene Stationen.

Kirchenkunst und Religionsgeschichte

Die Michaelskapelle setzt einen anderen architektonischen Akzent. Der kleine Rechteckbau steht neben dem Pfarrhof und wurde auf Veranlassung des Pfarrers Michael Franz Sämmer von 1727 bis 1739 errichtet. In der heutigen evangelischen Kirche im Friedhof erinnern mittelalterliche Mauern an die reformatorische Pfarrgemeinde von Zurndorf. Ein unter evangelischen Predigern in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts erfolgter Umbau mit Turm und Deckenwölbung fiel dem Brand von 1857 zum Opfer. Ein Kreuzigungsfresko in der Zurndorfer Pfarrkirche zeigt Maria und Johannes. Aufgrund seines Themas und seiner Darstellung wird es vermutlich auf die Zeit von 1610 bis 1673 datiert, als die Kirche evangelischen Besitz hatte.

Industriegeschichte und bauliche Spuren

Die Dynamitfabrik in Zurndorf wurde 1887 von einem Herrn Schickherr errichtet. Sie stellte drei Dynamitklassen her: Einser-, Zweier- und Dreierdynamit. 1921 wurde das Werk nach Csepel in Ungarn verlegt. Das Fabrikgebäude befindet sich in Privatbesitz. Eine weitere bauliche Spur ist die ehemalige Mühle in der Mühlgasse 40. Im Denkmalverzeichnis vom 19. Juni 2026 ist sie als denkmalgeschütztes Objekt ausgewiesen.

Naturraum und Radfahren

Das Europaschutzgebiet Zurndorfer Eichenwald und Hutweide liegt in der näheren Umgebung von Zurndorf. Es umfasst rund 100 Hektar Wald und eine rund 20 Hektar große Hutweide. Der Wald ist damit flächenmäßig ungefähr fünfmal so groß wie die Hutweide. Der Eichenwald gilt als einer der am besten erhaltenen Waldbestände der Parndorfer Platte. Auf den Kuppen und in den Hanglagen der Hutweide wächst Silikattrockenrasen, in den Senken Trespen-Halbtrockenrasen. Flächenmäßig stehen rund 100 Hektar Wald rund 20 Hektar Hutweide gegenüber.

Von einem Aussichtsturm aus können Radfahrer am benachbarten Radweg Großtrappen und andere gefährdete Vogelarten wie Kaiseradler und Rotfußfalken beobachten, ohne sie zu stören. Für Radfahrer am benachbarten Radweg ist die Vogelbeobachtung vom Aussichtsturm ein Naturerlebnis rund um Zurndorf.

Eine 2020 veröffentlichte Routenbeschreibung führt den 50 Kilometer langen Radweg B29 „Windradweg“ quer über die Parndorfer Platte. Sie nennt den Abschnitt zwischen Gattendorf und Zurndorf entlang der Leitha besonders schön. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuelle Wegweisung.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Neusiedl Am See.

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