In Sankt Urban treffen markierte Wanderwege und Ortsgeschichte auf Wintersport an der Simonhöhe; im Sommer ist Schwimmen am Urbansee möglich. Für die Planung Ihres Aufenthalts können Sie zunächst nach Reisezeit und Schwerpunkt wählen: Wandern, Winteraktivitäten, Sommerbaden und Kulturgeschichte bieten unterschiedliche Anhaltspunkte.
Wandern: Strecken und Zeit einordnen
In Sankt Urban gibt es fast 100 Kilometer markierte Wanderwege. Sechs markierte Wanderrouten mit Längen zwischen 8 und 28 Kilometern bieten eine konkretere Auswahl. Die Entfernungsspanne fällt deutlich aus; vergleichen Sie deshalb die Angaben zu den einzelnen Routen, statt alle Strecken gleichzusetzen. Beim Panoramaweg sind 14 Kilometer Länge und eine angegebene Dauer von vier Stunden ausgewiesen. Für die Tagesplanung können Sie beide Werte gemeinsam berücksichtigen: die Strecke und den dazu genannten Zeitrahmen.
Der Mühlenweg führt an der Bartlmühle vorbei. Sie dient als Schaumühle, also als Demonstrationsmühle. Eine weitere benannte Wanderroute ist der Hoch-St.-Paul-Weg (E). Das Gemeindemagazin bezeichnete ihn im Juli 2025 als abwechslungsreiches besonderes Highlight.
Simonhöhe und Urbansee im Jahreslauf
Die Simonhöhe in St. Urban ist ein Familienskigebiet mit einfachen bis mittelschweren Pisten. Dazu gehören eine Kinderskischule und Langlaufloipen. Für Ihre Planung lassen sich damit unterschiedliche Winterinteressen unterscheiden: Pisten, Langlauf oder das Angebot der Skischule. Die Einstufung von einfach bis mittelschwer bezieht sich auf die Pisten.
Im Sommer ist Schwimmen in Sankt Urban am Urbansee möglich. Das ist ein saisonaler Gegenpol zu den Winteraktivitäten auf der Simonhöhe und kann bei der Wahl des Reisezeitpunkts eine Rolle spielen.
Ortsgeschichte zwischen Kirche, Museum und Felsen
Die Kirche St. Urban ist seit 1164 urkundlich belegt. Im stilvoll renovierten Messnerhaus befindet sich das Krapfenbeck-Simele-Museum. Oberhalb des Urbansees ist der Mithrasfelsen mit römischen Funden verbunden. In den Felsen ist ein Bildnis des Sonnengottes im Strahlenkranz gemeißelt. So stehen bei diesem Ort sowohl der Bezug zu römischen Funden als auch das beschriebene Bildmotiv im Mittelpunkt.
Schloss Bach liegt nördlich des Urbansees, wurde in drei Bauperioden errichtet und befindet sich in Privatbesitz. Die Filialkirche Kleingradenegg wurde erstmals 1462 schriftlich erwähnt. In ihrer Friedhofsmauer befindet sich ein sogenannter Lichterstein, der auch Heiratsstein heißt. Der örtlichen Überlieferung nach darf heiraten, wer alle zehn Finger gleichzeitig in seine zehn Löcher steckt.
Kirchen und historische Zeitbezüge
Die Filialkirche Hoch St. Paul steht auf 1.176 Metern Höhe am nordöstlichen Ausläufer des Paulberges in der Gemeinde Sankt Urban. Sie wurde 1285 erstmals urkundlich erwähnt und steht unter Denkmalschutz. Ihr Hochaltar stammt aus dem letzten Viertel des 17. Jahrhunderts. An der Kirche lassen sich so ein früher urkundlicher Bezug und ein deutlich späterer Zeitraum für den Hochaltar unterscheiden. Zusammen mit der Kirche St. Urban und der Filialkirche Kleingradenegg geben die historischen Angaben mehrere zeitliche Bezugspunkte für die Ortsgeschichte.
Weitere Reiseziele entdecken: Rennweg, Agsdorf, Bodensdorf, Turracherhöhe, Himmelberg, Steuerberg, Retschitz, Sankt Leonhard
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Feldkirchen.